Diabetes und trockene Haut

Pflege trockener Haut bei Diabetes © istockphoto, Cunaplus_M.Faba

Probleme mit trockener Haut kennen viele Menschen. Doch Patienten mit Diabetes sind besonders häufig von rauer, juckender und rissiger Haut geplagt, denn der veränderte Stoffwechsel hat auch Auswirkungen auf die Haut. Vier von fünf Diabetikern leiden unter Hautproblemen wie trockener Haut, Schrunden, Fußpilz und schlecht heilenden Wunden. Schutz bieten eine gute Blutzuckereinstellung und eine intensive Pflege.

Vor allem obere Hautschichten sind betroffen

Vor allem die Oberhaut mit ihrer Hornschicht wird durch den Diabetes beeinträchtigt. Ihre Aufgabe ist es, den Körper vor Austrocknung, Krankheitserregern und Schadstoffen zu schützen.

Diese oberste Hautschicht wird von der darunter liegenden Lederhaut versorgt. Hier befinden sich die Blutgefäße, Nerven, Schweiß- und Talgdrüsen. Nehmen diese durch den hohen Blutzucker Schaden, können sie nicht mehr korrekt arbeiten. Die Haut erhält nicht mehr genügend Nährstoffe und Sauerstoff. 

Die Folge: Sie kann Feuchtigkeit nicht mehr wie sonst speichern und trocknet schneller aus.

Gestörte Fettproduktion

Auch die hauteigene Fettproduktion in den Talgdrüsen gerät bei Diabetikern meist aus der Balance. Der Fettfilm auf der Hornhaut bekommt "Löcher" und kann die darunter liegende Haut nicht mehr zuverlässig vor Umwelteinflüssen schützen. Hinzu kommt: Dieser biologische Säureschutzmantel ist auf ein leicht saures Milieu mit einem pH-Wert von rund 5,5 angewiesen.

Auch falsche Pflege, zum Beispiel mit alkalischen Seifen, heißem Wasser und minderwertigen Cremes, kann diese natürliche Hautbarriere schwächen. Die Haut wird rau, rissig, schuppt, spannt und juckt unangenehm. Auch ist sie in diesem Zustand anfälliger für Allergien. Produkte mit Parfüm-, Duft- und Konservierungsstoffen können die Haut zusätzlich reizen.

Diabetiker: Empfindliche Füße

Besonders häufig betroffen davon sind Hände und Gesicht, Beine und Füße. Vor allem die Füße stehen im Mittelpunkt der Diabetiker-Pflege. Denn Durchblutungs- und Nervenstörungen als Folgeerscheinungen der Erkrankung sind an diesem weit vom Herzen entfernten Ort häufig. Die Schweißproduktion lässt nach und macht die Haut spröde, rissig und abwehrschwach. Bakterien und Pilze haben leichtes Spiel.

Hinzu kommt: Infektionen und Wunden bleiben hier länger unentdeckt und heilen dazu auch schlechter ab. Diabetiker sollten deshalb besonders gut auf ihre Füße achten!

Aktualisiert: 26.09.2017

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