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10 Tipps: Das tut der Leber gut!

Mariendiestel als Wohltat für die Leber © Annca

Die Leber ist ein wichtiges Organ, das eine zentrale Rolle in unserem Stoffwechsel spielt. Sie ist unter anderem an der Verarbeitung und Speicherung von Nährstoffen sowie am Abbau und der Ausscheidung von Giftstoffen beteiligt. Funktioniert die Leber nicht mehr richtig, hat dies schwerwiegende Konsequenzen für unseren gesamten Körper. Einer Schädigung der Leber und möglichen Folgeschäden können Sie nicht in jedem Fall vorbeugen. Trotzdem können Sie einiges dafür tun, dass die Leber geschont wird und gesund bleibt. Wir verraten, was Ihrer Leber gut tut und was ihr eher schadet.

Funktion der Leber

Die Leber ist für unseren Körper von großer Bedeutung, da sie lebenswichtige Aufgaben wahrnimmt:

  • Verarbeitung und Speicherung von Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen
  • Zerlegung der aufgenommenen Proteine in Aminosäuren
  • Abbau und Ausscheidung von Schadstoffen
  • Steuerung des Energie- und Hormonhaushaltes
  • Produktion des Gallensaftes

Aufgrund ihrer Aufgaben ist die Leber für uns Menschen ein lebenswichtiges Organ. Glücklicherweise ist sie äußerst leidensfähig und regeneriert sich bei kleineren Schädigungen von selbst wieder. Doch damit das klappt, ist es wichtig, der Leber hin und wieder etwas Gutes zu tun oder aber sie ein wenig zu schonen. Denn während kleine Schäden noch behoben werden können, sind schwere Leberschäden irreversibel.

Das tut der Leber gut

Bestimmte Verhaltensregeln tun nicht nur der Leber, sondern auch dem sonstigen Körper gut. Viel trinken unterstützt zum Beispiel den Entgiftungsprozess der Leber, während der mäßige Konsum dunkler Schokolade die Beschwerden einer Leberzirrhose lindern kann. Hier lesen Sie fünf Tipps für eine gesunde Leber.

1. Viel trinken entgiftet

Trinken Sie genügend, denn dadurch können Sie dazu beitragen, dass die Leber entgiftet wird. Denn wenn ausreichend Flüssigkeit im Körper vorhanden ist, können die Giftstoffe schneller zur Leber transportiert und der Körper besser gereinigt werden. Deshalb sollten Sie jeden Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – am besten Wasser oder Kräutertees.

2. Mariendistel-Kur als Schutz für die Leber

Die Mariendistel ist ein pflanzliches Heilmittel, das die Leber nicht nur schützt, sondern auch bei bestehenden Schäden die Regeneration fördert. In Apotheken oder Reformhäusern bekommen Sie das Mittel meist in Kapselform. Oft werden die Kapseln zusammen mit Artischocken-Extrakten angeboten, die sich ebenfalls positiv auf die Leber auswirken.

Alternativ zu einer Kapsel-Kur können Sie sich auch regelmäßig einen Mariendistel-Tee machen. Überbrühen Sie dafür das Kraut mit kochendem Wasser und lassen Sie das Gemisch anschließend sieben Minuten lang ziehen.

3. Bitterstoffe entlasten die Leber

Pflanzliche Lebensmittel, die viele Bitterstoffe enthalten, wirken sich positiv auf die Leber aus. Dazu gehören neben Artischocken beispielsweise auch Chicorée, Endiviensalat, Löwenzahn, Radicchio, Rosenkohl und Salbei. Verwenden Sie die Pflanzen einfach ab und an als Beilage oder peppen Sie damit Ihren Salat auf. Alternativ können Sie sich auch einen Salbei- oder Löwenzahntee machen.

Bitterstoffe sorgen dafür, dass die Gallenproduktion angekurbelt wird. Dadurch wird in der Nahrung enthaltenes Fett besser verträglich. Zudem entlasten sie die Leber dadurch, dass sie zu hohe Blutfettwerte senken.

4. Dunkle Schokolade für eine gesunde Leber

Studien weisen darauf hin, dass dunkle Schokolade aufgrund ihres hohen Kakaogehaltes nicht nur den Blutdruck senkt, sondern auch eine positive Wirkung auf die Leber haben kann. So soll ein mäßiger Konsum dunkler Schokolade auch bei den typischen Beschwerden, die eine Leberzirrhose hervorrufen kann, helfen können. Dazu gehören vor allem ein erhöhter Druck in den Gefäßen des Bauchraums und der Leber nach dem Essen.

Im Rahmen einer Studie wurde nachgewiesen, dass bei Patienten, die zusätzlich zum Essen etwas dunkle Schokolade aufnahmen, der Druckanstieg geringer ausfiel.

5. Leberwickel nach fettem und reichlichem Essen

Wenn Sie zu fett und zu reichlich gegessen haben, sollten Sie die Verdauung anstelle eines Schnaps lieber mit einem Leberwickel anregen. Tauchen Sie dazu ein kleines Handtuch in heißes Salzwasser, wringen Sie es sorgfältig aus und legen Sie es auf die Leber. Packen Sie anschließend eine Wärmflasche auf das Handtuch und lassen Sie den Wickel 30 Minuten lang wirken.

Durch die Wärme wird die Leber besser durchblutet und der Entgiftungsprozess beschleunigt sich. Wiederholen Sie den Vorgang regelmäßig, es sei denn, Sie leiden an Magen- oder Darmgeschwüren oder an einer Magenblutung. Dann sollten Sie besser auf einen Leberwickel verzichten.

Das tut der Leber nicht gut

Neben wohltuenden Dingen gibt es auch einige Sachen, die der Leber Schaden zufügen können. Dass Alkohol und Zucker der Leber nicht gut tun, ist weitestgehend bekannt, doch auch zu schnelles Essen oder im Essen enthaltene Zusatzstoffe können sich negativ auf die Leber auswirken. Im Folgenden erfahren Sie fünf Dinge, die der Leber schaden.

1. Alkohol schädigt die Leberzellen

Wer über einen längeren Zeitraum größere Mengen an Alkohol konsumiert, riskiert auf Dauer eine Schädigung der Leberzellen. Kleinere Schäden wie sie beispielsweise durch einen Alkoholrausch hervorgerufen werden, kann die Leber selbstständig wieder ausbessern. Wiederholte Schädigungen führen jedoch dazu, dass Erkrankungen wie etwa eine Leberzirrhose entstehen können.

Verzichten Sie deswegen so weit wie möglich auf Alkohol. Ab und an ein Glas Bier oder Wein zu trinken, ist in Ordnung, nur übertreiben dürfen Sie es nicht. Männer sollten pro Tag nicht mehr als 20 Gramm Alkohol, Frauen nicht mehr als 10 Gramm zu sich nehmen. 20 Gramm entsprechen etwa einem Glas Wein (0,25 Liter) oder einem großen Glas Bier (0,5 Liter). Wichtig ist auch, dass Sie nicht jeden Tag trinken, sondern Ihrer Leber zwischendrin immer wieder Pausen gönnen. 

2. Zucker begünstigt eine Fettleber

Neben Alkohol können sich auch größere Mengen an Zucker negativ auf die Leber auswirken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Zuckermoleküle im Körper besonders schnell in Fett umgewandelt werden und somit die Entstehung einer Fettleber begünstigen können.

Deswegen müssen Sie jedoch nicht gleich völlig auf Lebensmittel mit Zucker verzichten. Verzehren Sie stark gezuckerte Produkte allerdings nur in Maßen. Das gilt auch für Fruchtzucker, der sich in großen Mengen ebenfalls negativ auf die Leber auswirken kann.

3. Hastig essen verringert die Durchblutung

Nehmen Sie sich unbedingt Zeit zum Essen. Denn wenn Sie schnell oder nur nebenbei essen, wird durch den Stress der Verdauungstrakt nicht richtig durchblutet. Davon ist auch die Leber betroffen. Wird das Organ nicht richtig durchblutet, kann es auch nicht reibungslos funktionieren und Probleme sind somit vorprogrammiert.

4. Zusatzstoffe behindern die Entgiftung der Leber

Beim Essen sollten Sie möglichst auf Lebensmittel mit Zusatzstoffen verzichten. Denn egal ob Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel – Zusatzstoffe sorgen dafür, dass sich der Entgiftungsprozess in der Leber verlängert. Neben Zusatzstoffen sollten auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel nur mit Vorsicht eingenommen werden. Einige der Produkte stehen nämlich in Verdacht, die Leber schädigen zu können.

5. Medikamente belasten die Leber

Medikamente, die in der Leber abgebaut werden, belasten das Organ. Ist die Leber gesund, stellt die maßvolle Einnahme von Wirkstoffen wie beispielsweise Paracetamol kein Problem dar. Beachten Sie allerdings immer die in der Packungsbeilage angegebenen Dosierung sowie die erlaubte Einnahmedauer. Denn auch vermeintlich harmlose Medikamente können, wenn sie zu lange oder zu hochdosiert eingenommen werden, einen Leberschaden hervorrufen.

Bei einer bereits vorliegenden Schädigung der Leber sollten Sie vor der Einnahme von Medikamenten, die in der Leber angebaut werden, mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Eventuell kann Ihnen dieser auch einen Ausweichwirkstoff empfehlen. Anstatt Paracetamol können Sie bei Kopfschmerzen beispielsweise auf Produkte mit Acetylsalicylsäure zurückgreifen. 

Aktualisiert: 03.04.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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