So bleiben Ihre Gefäße gesund und elastisch

Blut fließt durch Gefäße (Arterien) © Qimono

Die Arteriosklerose, also die Verkalkung der Blutgefäße, ist eigentlich ein normaler Alterungsprozess, der aber durch einen ungesunden Lebensstil krankhaft beschleunigt werden kann. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig seine Blutgefäße zu stärken. Welche Faktoren zur Entstehung einer Arteriosklerose beitragen können und was Sie selbst für gesunde, elastische Gefäße tun können, erfahren Sie hier.

Gefäßprobleme sind verbreitet

Probleme mit den Gefäßen sind keine Seltenheit:

  • Jeder dritte Deutsche über vierzig Jahre hat "verkalkte" Gefäße.
  • 80 Prozent haben erhöhte Cholesterinwerte.
  • Jeweils 50 Prozent leiden unter erhöhtem Blutdruck und Übergewicht.

Kommen mehrere Faktoren zusammen, steigt die Gefahr fürs Herz-Kreislauf-System dramatisch an. Denn: Risikofaktoren addieren sich nicht, sie multiplizieren sich.

Auch wenn äußerlich am Gefäß alles vollkommen ruhig erscheint – innen schlummert ein Vulkan, der jederzeit ausbrechen kann. Der Grund: Eine Arteriosklerose entwickelt sich über einen sehr langen Zeitraum von etwa 20 bis 30 Jahren und verursacht zunächst keine Beschwerden.

Risikofaktoren für Arteriosklerose

Welche Risikofaktoren führen nun besonders zur Verkalkung der Blutgefäße? Das sind:

Arteriosklerose ist ein multifaktorieller Prozess: Das Zusammenspiel von unterschiedlichen Verhaltensweisen sowie Risikofaktoren, insbesondere wenn sie zusammen vorkommen und sich gegenseitig verstärken, bewirkt die Entstehung von Gefäßschäden. Zu nennen sind hier in erster Linie wenig Bewegung, eine falsche Ernährungsweise sowie genetische Veranlagungen.

Ist der Prozess einmal in Gang gesetzt und werden keine Gegenmaßnahmen unternommen, ist es nur eine Frage der Zeit, wenn die Gefäße sozusagen "dicht" machen.

Was macht Gefäßschäden so gefährlich?

Grundsätzlich kann jedes Gefäß des Körpers durch die Arteriosklerose betroffen werden. Allerdings sind Herzkranzgefäße, Hauptschlagader und Gehirnarterien – also lebenswichtige Gefäße – am häufigsten betroffen.

Eine andere Gefahr arteriosklerotischer Gefäße: Teile einer verkalkten Gefäßwand können sich ablösen, werden mit dem Blutstrom weitertransportiert und können dann kleinere Gefäße komplett verstopfen.

Eine Gefäßverkalkung kann verschiedene Folgen haben, dazu zählen beispielsweise:

Was passiert, wenn die Gefäße verengt sind?

Gesunde Arterien sind frei von Ablagerungen (Plaques), flexibel und elastisch. Durch Fettablagerungen am Endothel – das ist die innerste Gefäßwand der Gefäße – werden sie enger und verhärten, die Gefäßwand verdickt. Dann spricht man von Arteriosklerose. Allmählich verlieren die Arterien ihre Elastizität und können den Blutstrom nicht mehr optimal regulieren.

Das Herz muss kräftiger pumpen, damit der Blutfluss trotz "Fahrbahnverengung" alle Körperzellen erreicht und versorgen kann. Der "Druck" erhöht sich – die Schäden an der Gefäßwand nehmen immer massivere Formen an.

Gefäßwände stärken – so geht's!

Die gute Nachricht ist: Man kann etwas dagegen tun – mit einem gesünderen Lebensstil, also mehr Bewegung und einer ausreichenden Versorgung mit bioaktiven, sprich gesundheitsfördernden Nährstoffen. Im Frühstadium lässt sich die "Einbahnstraße" des arteriosklerotischen Prozesses oft noch umkehren. Aber was ist gut für die Gefäße?

Die Möglichkeiten, das Herz und die Gefäße fit zu halten, sind im Prinzip denkbar einfach und bilden das Einmaleins einer gesunden Lebensweise. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  1. Rauchstopp
  2. auf den Blutdruck achten
  3. regelmäßige Bewegung
  4. gesunde Ernährung

1. Rauchstopp für gesunde Gefäße

An den gesundheitsschädigenden Wirkungen des Tabakrauchens kann heute nicht mehr gezweifelt werden. Zigarettenrauchen ist – neben erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Cholesterin – einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Zigarettenrauchen erhöht die Gefahr, an einem Herzinfarkt zu sterben, auf das Mehrfache, ebenso das Risiko, einen Schlaganfall und Durchblutungsstörungen an den Beinen zu erleiden.

Je höher dabei der Zigarettenkonsum, desto größer das Risiko. Aber auch das Rauchen von "nur" drei bis fünf Zigaretten pro Tag steigert das Herzinfarktrisiko erheblich – bei Frauen deutlicher als bei Männern, so das Ergebnis einer dänischen Studie.

2. Blutdruck überprüfen

Einen hohen Blutdruck spürt man in der Regel nicht, deshalb fühlt man sich auch nicht krank. Im Gegenteil, Menschen mit hohem Blutdruck fühlen sich häufig besonders wohl.

Allerdings darf nicht übersehen werden, dass ein erhöhter Blutdruck eine gefährliche Krankheit ist, die langfristig die Gefäße zerstört und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich erhöht. Ein zusätzliches Problem: Bluthochdruck kann einerseits durch Schädigung der Gefäßwand zur Entstehung der Arteriosklerose beitragen und andererseits einen bestehenden Bluthochdruck verstärken, da die Gefäße an Elastizität verlieren.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu überprüfen, denn je früher ein Bluthochdruck erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, dass Langzeitschäden vermieden werden können. Wer unter Bluthochdruck leidet, muss meistens sein Leben lang Tabletten einnehmen. Es empfiehlt sich außerdem die Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes, um einen regelmäßigen Check machen zu können.

3. Regelmäßige körperliche Aktivitäten

Eine wichtige Maßnahme ist auch die körperliche Bewegung. Hier gilt: besser 3-mal die Woche eine halbe Stunde als einmal die Woche 3 Stunden.

Ein weiterer Vorteil: Regelmäßige Bewegung verhindert überflüssige Pfunde. Übergewicht wiederum kann zu einer Reihe weitere Komplikationen führen: Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder hohe Cholesterinwerte sind die Folge. Schon geringe Körperanstrengungen senken das Risiko einer späteren Gefäß- beziehungsweise Herzerkrankung deutlich.

Gute Ausdauersportarten sind zum Beispiel Radfahren, Schwimmen oder Laufen. Ältere Personen, die zuvor nicht aktiv waren, sollten täglich mit leichten Übungen, wie zum Beispiel Gehen und Radfahren, beginnen.

4. Gesunde Ernährung beugt Gefäßerkrankungen vor

In den Mittelmeerländern, wo viel Pflanzenöl verwendet, öfter mal Fisch gegessen wird und das tägliche Gläschen Rotwein fester Bestandteil der Esskultur ist, tritt Arteriosklerose seltener auf als bei uns. Zu empfehlen ist eine Ernährung mit:

  • viel Obst, Gemüse und Salat
  • weniger als 300 mg Gesamtcholesterin pro Tag
  • möglichst vielen Ballaststoffen (> 30 g pro Tag)
  • wenig Zucker

Statt Salz sollte man besser Kräuter oder Gewürze, statt tierischen besser pflanzliche Fette verwenden.

Besonders positiv wirken sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf die Blutfettwerte aus und senken das "böse" LDL-Cholesterin. Omega-3-Fettsäuren helfen außerdem, die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, sodass die Arterien elastisch bleiben und wirken auch entzündungshemmend. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren und Rotwein-Phenole als Schutzfaktoren für gesunde Gefäße haben sich einzeln längst bewährt.

Beides in Kombination gibt es auch als ergänzende bilanzierte Diät zur diätetischen Behandlung von Arteriosklerose (zum Beispiel als Kapseln wie TUIM® arteria aus der Apotheke).

Aktualisiert: 02.01.2020

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