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Schlaganfall

Notfall-Behandlung bei Schlaganfall © istockphoto, Wavebreakmedia

Noch immer gehört der Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen. Auch wenn er nicht immer tödlich verläuft, kann er für die Betroffenen doch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Häufig ist die Ursache eines solchen Infarkts im Gehirn eine plötzliche Durchblutungsstörung, oft infolge einer über Jahre entwickelten Arterienverkalkung. Im Folgenden erfahren Sie, an welchen Symptomen Sie einen Schlaganfall erkennen und wie er diagnostiziert und behandelt wird. Außerdem erklären wir, welche Risikofaktoren die Entstehung eines Schlaganfalls begünstigen und wie Sie einem solchen Anfall vorbeugen können.

Schlaganfall: Infarkt aus heiterem Himmel

Schlaganfall ist eine enorm häufige Erkrankung in den westlichen Industrienationen – weltweit steht er auf Platz zwei, in Deutschland nach Herzerkrankungen und bösartigen Tumorerkrankungen an dritter Stelle der Todesursachen. Oft führt Schlaganfall zu dauerhaften Behinderungen oder vorzeitiger Invalidität.

Pro Jahr erleiden rund 200.000 bis 250.000 Bundesbürger erstmalig oder erneut einen Schlaganfall, etwa eine Million Deutsche leben mit seinen Folgen. Mehr als 50 Prozent der Betroffenen leidet ein Jahr nach dem Schlaganfall noch an Einschränkungen im Alltag. Männer und Frauen sind ungefähr gleich häufig betroffen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall steigt mit dem Alter. Beim ersten Schlaganfall sind Frauen rund 75 Jahre, Männer durchschnittlich 70 Jahre alt.

Plötzlich auftretende Funktionsstörungen des Zentralnervensystems sind bedingt durch eine mangelnde Durchblutung im Gehirn. Symptome hängen von betroffenen Gehirnregionen ab – häufig treten Halbseitenlähmungen, Gang-, Seh- oder Sprechstörungen auf. Weitere geläufige Bezeichnungen für einen Schlaganfall sind "Hirnschlag" und – fachsprachlich – "Apoplexia cerebri", "Apoplexie" oder "zerebraler Insult".

Aktualisiert: 27.05.2016 – Autor: Dagmar Reiche

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