Schlaganfall - Ursachen und Risikofaktoren

Mann erleidet einen Schlaganfall © istockphoto, LightFieldStudios

Egal, welche der mögichen Ursachen zugrunde liegen: Prinzipiell resultiert ein Schlaganfall aus einem Missverhältnis zwischen Blut- bzw. Sauerstoffzufuhr und -bedarf. Das Gehirn ist sehr aktiv, wodurch es sehr empfindlich auf einen Sauerstoffmangel reagiert. Bereits nach wenigen Minuten wird Gehirngewebe zerstört. Dann kommt es zu entsprechenden, oft nicht reparablen Ausfällen.

Schlaganfall: Häufige Ursachen

Eindeutig häufigste Ursache sind plötzliche Durchblutungsstörungen – überwiegend bedingt durch eine Minderdurchblutung in zu engen Hirngefäßen, aber auch als Folge einer Einblutung ins Gewebe. Weitere Ursachen für einen Schlaganfall sind Verletzungen, Gehirnentzündungen oder Tumore.

Ursache akuter Minderdurchblutung ist – ähnlich wie bei einem Herzinfarkt – meist ein Gefäßverschluss als Folge einer langjährig fortschreitenden Arteriosklerose. Dies wird auch als ischämischer Hirninfarkt bezeichnet. Durch Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße werden diese immer enger, es gelangt zunehmend weniger Blut in die Gehirnareale und das Blut fließt langsamer. Deshalb bilden sich eher Blutgerinnsel, welche dann das Gefäß komplett verschließen (Thrombose), oder aus den Ablagerungen lösen sich kleine Partikel, welche mit dem Blutstrom weitergeschwemmt werden und ebenfalls zum Verschluss führen (Embolie).

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Außerdem führen bei derart vorgeschädigten Gefäßen auch Blutdruckabfälle zu Versorgungsschwierigkeiten, da nicht mehr ausreichend Blut durch unsere engen Gefäßstraßen gelangt. In rund 15–20% aller Fälle führt das plötzliche Zerreißen eines Gefäßes zu einer Blutung und damit folglich zu einem Gewebeuntergang samt dessen Symptome. Diese Form von Schlaganfall wird als intrazerebrale Massenblutung bezeichnet.

Das Risiko für einen Schlaganfall wird durch alle Faktoren erhöht, welche auch eine Arterienverkalkung begünstigen: vor allem Bluthochdruck, aber auch erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie Einnehmen der Antibabypille. Daneben ist auch das Vorhofflimmern ein bekannter Risikofaktor. Außerdem spielt auch eine erbliche Anfälligkeit eine Rolle – neben dem Alter einziger Faktor, welcher nicht beeinflusst werden kann.

Aktualisiert: 20.08.2012 – Autor: Dagmar Reiche

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