Hautflecken bei Kindern - Ausschlag richtig erkennen

Wie erkenne ich die Erkrankung an dem Hautausschlag?

Hautausschlag wird medizinisch Exanthem genannt und bei genauer Betrachtung des Ausschlags erkennt man Unterschiede in Ausbreitung, Schuppung und Schmerzhaftigkeit – zusammen mit den Begleitumständen wie Fieber, Krankheitsgefühl oder Kontakt zu anderen Personen mit einer ansteckenden Krankheit kann das große Spektrum der Krankheiten mit Exanthem vom Fachmann bereits eingeschränkt werden.

  • Das Masernexanthem wird meist von hohem Fieber begleitet, es ist großfleckig, beginnt hinter den Ohren und betrifft dann den ganzen Körper. Es tritt erst nach einigen Tagen auf, an denen das Kind bereits mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt ist. Wenn das Exanthem abblasst, löst sich die obere Hautschicht mit kleinen Schuppen ab.
  • Bei Röteln hingegen wirkt das Kind meist weniger krank, der Ausschlag beginnt im Gesicht und ist blasser und kleinfleckiger.
  • Das Scharlachexanthem lässt das Gesicht aus, das Kind ist ca. einen Tag schwer krank, bevor ein kleinfleckiger, sehr dicht wirkenden Ausschlag erscheint, der bei leichteren Verläufen auch schon nach einigen Stunden wieder verschwinden kann.
  • Bei Windpocken tauchen nach einer kurzen Phase mit allgemeinem Krankheitsgefühl viele, stark juckende Flecken überall am Körper auf, die sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen verwandeln. Häufig kommen alle Stadien der Windpocken nebeneinander vor, die Bläschen sind infektiös und platzen leicht. Dagegen ist das Dreitagefieber eine leichtere Erkrankung, das Exanthem befällt mehr den Körper, weniger das Gesicht und verschwindet rasch wieder.
  • Die Krankheit Ringelröteln verdankt ihren Namen dem girlandenförmigen Ausschlag, der oft im Gesicht beginnt und sich dann über den Körper ausbreitet. Er kann über eine Woche bestehen bleiben.Impetigo contagiosa (Grindflechte) wird durch Bakterien verursacht, die auch Bestandteil der normalen Hautflora sind. Es bilden sich meist im Mundbereich örtlich begrenzt verkrustete Bläschen, die miteinander verschmelzen können.
  • Herpes simplex und Herpangina sind Viruserkrankungen, die bevorzugt Lippen und Mundschleimhaut befallen und dort zur Bläschenbildung führen. Allergien können zu äußerst unterschiedlichen Exanthemen führen. Während bei Kontaktallergien (z.B. auf Windelmaterial oder Bekleidung) Rötungen oft nur an den Körperstellen auftreten, die auch Kontakt zu dem auslösenden Allergen haben, kann das Exanthem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten am gesamten Körper oder Gesicht vorkommen. Außer Rötungen treten auch Bläschen, kleine Papeln und Schuppungen auf, der begleitende Juckreiz führt oft zu sekundären Entzündungen der geschädigten Haut.
  • Milchschorf (auf der behaarten Kopfhaut) und Neurodermitis sind oft mit Unverträglichkeiten gekoppelt, können aber auch ohne Allergieneigung auftreten. Die schuppige, gerötete Haut ist besonders empfindlich und pflegebedürftig.
  • Die Exantheme von Schuppenflechte und Neurodermitis unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lokalisation – während Schuppenflechteherde oft auf der Kopfhaut und den Streckseiten der Gelenke vorkommen, tritt Neurodermitis vermehrt in den Beugefalten auf.
  • Porphyrie und Pemphigus sind blasenbildende chronische Hautkrankheiten, die am ganzen Körper auftreten und eine dauerhafte Therapie erfordern.

Aktualisiert: 20.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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