Hautkrankheiten erkennen durch Bilder

Hautkrankheiten anhand ihrer spezifischen Symptome zu erkennen, ist oft gar nicht so einfach. Rötungen, Flecken oder juckender Ausschlag sind Anzeichen für viele verschiedene Erkrankungen der Haut. Dennoch können hinter ähnlich aussehenden Symptomen vollkommen unterschiedliche Ursachen stecken. So können Hautkrankheiten beispielsweise durch psychische Probleme, Krankheitserreger, Pilze oder Allergien ausgelöst werden, aber auch durch zahlreiche andere Ursachen.

Unsere Fotostrecke soll Ihnen dabei helfen, häufige Hautkrankheiten wie Nesselsucht, Krätze, Neurodermitis oder Rosacea anhand von Bildern zu erkennen und voneinander zu unterscheiden. Diese Fotos liefern jedoch lediglich eine erste Orientierung. Liegt eine Hauterkrankung vor, sollte immer ein Facharzt zurate gezogen werden. Nur er kann die richtige Diagnose stellen und die passende Therapie anordnen.

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Gürtelrose (Herpes Zoster)

Gürtelrose am Bauch © iStock.com/franciscodiazpagador
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Die Infektionskrankheit Gürtelrose, ausgelöst durch das Varizella-Zoster-Virus, wird häufig zunächst für eine Hautkrankheit gehalten. Sie zeigt sich mit ganz unterschiedlichen Symptomen. Neben Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit treten brennende und stechende Schmerzen auf. Den typischen, gefüllten Bläschen auf der Haut gehen oftmals juckende Ausschläge voraus Diese treten gehäuft an einer Stelle auf.

Gürtelrose kann am ganzen Körper auftreten. Am häufigsten vom Ausschlag und Bläschenbildung betroffen sind jedoch Rumpf, Beine, Arme, Gesicht oder Hals. Meist breitet sich der Hautausschlag gürtelförmig um den Oberkörper aus.

Akne vulgaris

Frau mit Akne © iStock.com/Obencem
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Akne vulgaris gehört zu einer der häufigsten Hautkrankheiten des Gesichts. Sie kann allerdings auch an anderen Körperstellen wie Hals, Dekolletee oder Rücken auftreten. Typisch für Akne sind, je nach Form der Hautkrankheit, Mitesser, harte, rote oder rot-weiße entzündete Pusteln oder tief gehende, ein paar Zentimeter große Knoten, die entzündlich (eitrig) und schmerzhaft sein und nach deren Abklingen Narben zurückbleiben können.

Hormonell bedingt tritt Akne in der Regel das erste Mal in der Pubertät auf und klingt bis zum 30. Lebensjahr ab. Sie wird dadurch ausgelöst, dass Talgdrüsen vermehrt Sekret abgeben oder Haarfollikel verhornen. Dies bildet den Nährboden für Bakterien, die wiederum Rötungen und Entzündungen verursachen.

Couperose

Frau mit Couperose © iStock.com/Svetlana Dolgova
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Anzeichen für Couperose sind fein verästelte Rötungen im Gesicht. Diese treten vor allem an Wangen und Nase auf und entstehen durch erweiterte Äderchen, in denen sich Blut staut. Couperose ist eher ein kosmetisches Problem und keine Krankheit. Sie kann jedoch eine Vorstufe der Hautkrankheit Rosacea darstellen.

Rosacea

Frau mit Rosacea © iStock.com/Lipowski
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Rosacea (auch Rosazea oder Kupferrose) tritt als Hautkrankheit im Gesicht auf. Je nach Schweregrad kann sich Rosacea mit folgenden Hautveränderungen bemerkbar machen: bleibende Rötungen, die sich in Form von fein verästelten Blutgefäßen zeigen, sowie Pusteln, Knötchen und Schwellungen.

Beim Schweregrad III wuchern Bindegewebe und Talgdrüsen. Typisches Anzeichen ist beispielsweise die sogenannte "Knollennase".

Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte am Bein © iStock.com/helivideo
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Bei der Hautkrankheit Schuppenflechte ist die Haut gerötet und schuppt sich. Diese Symptome werden durch Entzündungen der Haut und eine beschleunigte Neubildung der obersten Hautschicht ausgelöst. Erneuert sich diese normalerweise etwa einmal im Monat, geschieht dies bei Schuppenflechte circa jeden vierten Tag.

Rötung und Schuppung der Haut sind auf einige Entzündungsherde beschränkt. Diese können sich in der Größe unterscheiden. Im Gegensatz zur Neurodermitis ist der gerötete Herd von der restlichen Haut optisch deutlich abgegrenzt. Bei den meisten Betroffenen werden zusätzlich silbrige Hautschuppen sichtbar. Die von Schuppenflechte befallenen Stellen können jucken und brennen.

Melasma

Melasma © Getty Images/yuuurin
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Ein Melasma, veraltet auch als Chloasma bezeichnet, ist eine Pigmentstörung der Haut. Die Hyperpigmentierung zeigt sich in Form von scharf begrenzten, unregelmäßig geformten Flecken, die dunkelgelb bis braun gefärbt sind. Meistens tritt ein Melasma im Gesicht auf.

Ein Melasma kann durch UV-Strahlung sowie durch östrogenhaltige Medikamente oder andere hormonelle Veränderungen (beispielsweise Schwangerschaft) ausgelöst werden. Deshalb kommt es vor allem bei Frauen vor. Es hat keinen Krankheitswert, sondern ist ein rein kosmetisches Problem. Häufig bildet sich ein Melasma von selbst zurück, dies kann jedoch einige Monate bis Jahre dauern.

Impetigo contagiosa

Kind mit Impetigo contagiosa © iStock.com/Helin Loik-Tomson
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Die auch als Grindelflechte bekannte Impetigo contagiosa tritt besonders häufig bei Kindern und Säuglingen auf. Die Hautkrankheit betrifft dabei vor allem das Gesicht sowie die Hände. Es treten unterschiedlich große Bläschen auf, die schließlich aufplatzen. In der Folge entstehen scharf umgrenzte Entzündungsherde mit goldgelber Krustenbildung.

Die Hauterkrankung wird durch Bakterien ausgelöst und kann mittels Schmierinfektion sehr schnell übertragen werden.

Hautpilz

Hautpilz © iStock.com/frank600
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Es gibt einige unterschiedliche Arten von Pilzen, die Hautpilze verursachen können, sodass ein Erkennen dieser Hautkrankheit anhand von Bildern nicht immer eindeutig möglich ist. Für viele Hautpilzarten typische Symptome sind jedoch runde, gerötete Hautstellen, die einige Zentimeter groß werden können. Vor allem am Rand dieser Hautstellen bilden sich zudem Schuppen.

Hautveränderungen durch Pilze können am ganzen Körper auftreten und breiten sich unbehandelt immer weiter aus. Oftmals kommen sie jedoch vermehrt an feuchten und warmen Hautstellen auf, zum Beispiel in Hautfalten unter der Brust oder den Achseln.

Nummuläres Ekzem

Nummuläres Ekzem © Dermatology11/Shutterstock.com
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Nummuläre Ekzeme zeigen sich durch klar begrenzte, kreisförmige und rötliche Entzündungsherde auf der Haut, die teilweise nässen und schuppen können. Sie treten besonders häufig an Armen und Beinen auf.

Die Ursachen für diese Form von Ekzemen sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass bakterielle Auslöser, wie Staphylokokken, oder Umwelteinflüsse, wie trockenes und kaltes Klima, die Entstehung begünstigen könnten.

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Frau mit Vitiligo © iStock.com/MarijaRadovic
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Bei der Hautkrankheit Vitiligo können die dafür zuständigen Hautzellen (Melanozyten) an bestimmten Stellen keine Pigmente bilden. Dadurch entstehen weiße, unpigmentierte Flecken auf der Haut, die sich von den pigmentierten Bereichen abgrenzen. Vitiligo entsteht meist als erstes an Händen und Füßen, kann sich aber über den gesamten Körper ausbreiten.

Für die Gesundheit stellt Vitiligo kein Problem dar, kann aber auch mit anderen Hauterkrankungen verwechselt werden.

Atherom (Grützbeutel)

Atherom © Getty Images/jarabee123
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Atherome, umgangssprachlich auch Grützbeutel genannt, sind gutartige Zysten, die mit Hautzellen und Talg gefüllt sind. Sie treten in der Unterhaut auf, häufig im Bereich von Haarfollikeln. Atherome sind vor allem auf der Kopfhaut, im Gesicht, im Intimbereich sowie auf dem Oberkörper zu finden.

Unbehandelt können Atherome bis zur Größe eines Tischtennisballs anwachsen. Auch wenn sie keinen Krankheitswert haben, sind sie für viele Betroffene störend und ein ästhetisches Problem. In seltenen Fällen können sich die ansonsten schmerzfreien Grützbeutel auch entzünden. Atherome können durch fachärztliches Personal entfernt werden.

Nesselsucht

Nesselsucht © iStock.com/areeya_ann
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Die Hautkrankheit Urtikaria, auch als Nesselsucht oder Nesselfieber bezeichnet, geht mit äußerst starkem Juckreiz einher. Rötliche, begrenzte Schwellungen der Haut (sogenannte Quaddeln) sind darüber hinaus ein häufiges Symptom von Nesselsucht. Diese können am ganzen Körper auftreten und auch "wandern" – das heißt, sie verschwinden an einer Stelle des Körpers und tauchen an einer anderen wieder auf.

Senile Hämangiome (Kirschangiom)

Senile Hämangiome (Kirschangiom) © iStock.com/Obencem
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Senile Hämangiome (auch Kirschangiome oder Rubinflecken genannt) kommen nicht nur bei älteren Menschen vor, treten aber meist erst im mittleren Alter auf. Es handelt sich dabei um ungefährliche Tumoren der Haut. Sie zeigen sich als kleine, hell- bis dunkelrote Knoten, die vor allem am Oberkörper auftreten.

Für manche Betroffene sind sie ein ästhetisches Problem, sie stellen jedoch kein gesundheitliches Risiko dar.

Altersflecken (Lentigines seniles)

Hände mit Altersflecken © Getty Images/Science Photo Library
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Altersflecken (Lentigines seniles) treten in der Regel ab dem 40. Lebensjahr auf. Bei Altersflecken handelt es sich um gutartige Pigmentstörungen der Haut, die durch langjährige Sonnenbestrahlung ausgelöst werden. Genetische Faktoren und der Besuch von Solarien sowie Alkohol- und Zigarettenkonsum können die Entstehung begünstigen.

Da sie durch UV-Strahlung ausgelöst werden, treten Altersflecken vor allem an den Händen, den Armen, im Gesicht oder Dekolleté auf. Sie sind hell- bis dunkelbraun gefärbt, scharf begrenzt und in der Regel nicht erhaben. Ihre Form kann ganz unterschiedlich ausfallen. Die Größe der Flecken reicht von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern.

Altersflecken sind nicht gefährlich, in wenigen Fällen können sie sich jedoch zu einer Lentigo maligna, einer bestimmten Hautkrebsart, weiterentwickeln. Sie sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Lippenherpes

Lippenherpes © iStock.com/LeventKonuk
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Diese Haukrankheit zeigt sich durch die typischen schmerzhaften, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen im und am Mund. Meist ist nur die Lippe betroffen, der Herpes kann sich jedoch auch auf die den Mund umgebende Haut, die Nase oder die Mundhöhle ausbreiten. Bei Bewegung der betroffenen Gesichtspartie können die Bläschen einreißen und nässen.

Der Entstehung der Bläschen vorangehen können Juckreiz sowie schmerzende und kribbelnde Haut. Lippenherpes wird durch die Herpes-simplex-Viren ausgelöst. Viren aus derselben Familie sind auch die Auslöser von Genitalherpes.

Neurodermitis

Neurodermitis am Arm © iStock.com/tofumax
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Bei Neurodermitis (auch bekannt als atopische Dermatitis) unterscheiden sich die Symptome je nachdem, in welchem Stadium sich diese Hautkrankheit befindet. Häufige Anzeichen sind juckende, gerötete Hautstellen, an denen sich bisweilen Bläschen bilden. Im späteren Verlauf wird die Haut häufig rissig und trocken.

Während Säuglinge vor allem unter Neurodermitis an Wangen, Beinen und Armen leiden, tritt sie bei Kindern und Erwachsenen vermehrt im Nacken, in den Armbeugen und Kniekehlen auf. Genauere Informationen und Bilder zu den verschiedenen Erscheinungsformen der Neurodermitis finden Sie in unserer Fotostrecke.

Purpura

Purpura in Form von Petechien auf der Haut © Getty Images/bozhdb
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Als Purpura werden Einblutungen in die Haut bezeichnet, die in unterschiedlicher Ausprägung vorkommen können. Je nach Größe der Einblutung unterscheidet sich auch die Bezeichnung. Zu unterscheiden ist die Purpura zudem vom Bluterguss (Hämatom), der als Reaktion auf ein Trauma wie einen Stoß oder Sturz auftritt.

Petechien fallen unter den Sammelbegriff der Purpura. Petechien sind punktförmig, ihr Durchmesser beträgt in der Regel weniger als einen Zentimeter. Zudem kommt die Purpura zudem als kleine und flächige Einblutung vor, die etwa so groß wie eine Münze werden kann. In diesem Fall spricht man von einer Sugillation. Großflächige Einblutungen sind sogenannte Suffusionen (Ekchymosen).

Bei der Purpura kann es sich um ein eigenes Krankheitsbild (beispielsweise Purpura Schoenlein-Henoch) handeln. Die Einblutungen können aber auch ein Symptom für verschiedene Erkrankungen wie beispielsweise eine Gerinnungsstörung oder eine Thrombozytopenie sein.

Warzen

Warze am Finger © iStock.com/Dmitry Epov
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Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die nach einer Infektion mit Humanen Papillomviren entstehen können. Man unterscheidet zwischen planen Warzen, Pinselwarzen, vulgären Warzen (Stachelwarzen), Feigwarzen und Dornwarzen. Dellwarzen, Stielwarzen und Alterswarzen gehören nicht zur Gruppe der echten Warzen.

Im Aussehen sind Warzen vielfältig: Sie zeigen sich oft als kleine, scharf abgegrenzte Erhebungen auf der Haut, die glatt oder rau, spitz oder abgerundet sein können. Zudem können sie sowohl Schmerzen verursachen als auch ohne Schmerzen auftreten.

Warzen entstehen häufig an Hautstellen, die viel mit dem Sonnenlicht in Kontakt kommen, beispielsweise an den Händen. Dornwarzen hingegen treten ausschließlich an den Füßen auf.

Knötchenflechte (Lichen ruber planus)

Knötchenflechte (Lichen ruber planus) © Dermatology11/Shutterstock
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Als Flechte werden viele verschiedene Formen von Hautkrankheiten bezeichnet. Die Knötchenflechte ist eine häufig vorkommende Form. Typische Symptome sind kleine, hellrote und wachsartige Knoten auf der Haut, die leicht erhaben hervorstehen und sich oftmals zu Gruppen oder Platten zusammenschließen. Häufig sind sie mit starkem Juckreiz verbunden.

Charakteristisch ist zudem, dass die Knötchen häufig feine weiße Punkte oder ein feines Netz aus weißen Linien aufweisen.  Diese sogenannten "Wickham-Streifen" sind zum Teil jedoch so schwach ausgeprägt, dass sie lediglich mithilfe einer Lupe oder eines Auflichtmikroskops erkennbar sind. Häufig tritt die Hauterkrankung zuerst an den Innenseiten der Arme und Handgelenke auf, kann sich aber auch auf die Beine sowie den Rumpf und Genitalbereich ausbreiten.

Feuermal

Feuermal © iStock.com/greg801
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Ein Feuermal, auch Naevus flammeus genannt, ist eine angeborene, gutartige Hautveränderung. Sie zeigt sich durch eher flächige, rote Flecken, die am ganzen Körper auftreten können. Mit zunehmendem Alter kann das Feuermal eine dunkelrote bis bläuliche Färbung annehmen und sich vergrößern. Es entsteht durch eine Erweiterung der Blutgefäße. Eine Sonderform ist der sogenannte Storchenbiss, der im Laufe des Lebens verblassen kann.

Krätze (Scabies)

Frau mit Krätze © iStock.com/exxplosion
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Die Hautkrankheit Krätze, medizinisch auch Scabies genannt, wird durch Krätzemilben (Scabiesmilben) ausgelöst. Diese Milben werden nur etwa 0,5 Millimeter groß. Um ihre Eier abzulegen, bohren sie sich in die obere Hautschicht ein. Unentdeckt können die Milben dort etwa vier bis acht Wochen überleben.

Die Exkremente der Milben lösen nach zwei bis fünf Wochen die typischen Symptome Juckreiz und Brennen aus. Nach einiger Zeit können zudem kleine Bläschen sowie gerötete Knötchen oder Pusteln entstehen. Besonders häufig befallen sind die Zwischenräume von Fingern und Zehen, die Achseln, Hand- und Fußgelenke, Ellenbogen, Brustwarzen und die Genitalien.

Quaddeln (Urtica)

Nesselsucht an den Beinen © iStock.com/Wera52
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Quaddeln können eine weiße oder rötliche Färbung annehmen. Sie treten als leichte Verdickung der Haut auf und können in der Größe stark variieren – punktgroße Quaddeln sind genauso möglich wie fast handtellergroße. Es können sowohl einzelne als auch mehrere Quaddeln gleichzeitig auftreten, bisweilen auch in Verbindung mit Juckreiz.

Häufig entstehen Quaddeln durch die Bildung der Gewebshormone Histamin oder Serotonin im Körper. Ausgelöst wird dies beispielsweise durch Insekten- oder Pflanzengifte, also zum Beispiel nach einem Insektenstich oder dem Kontakt mit einer Brennnessel. Auch mechanische Reizungen, wie Reibung, oder Stress können Quaddeln auslösen.

In der Regel verschwinden Quaddeln spätestens innerhalb weniger Stunden von selbst. Ist dies nicht der Fall, können sie Symptom einer Hautkrankheit, wie zum Beispiel der Nesselsucht, sein.

Aphthen

Aphthen an der Lippe © iStock.com/epifan_vn
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Aphthen (häufig falsch geschrieben als "Aphten") sind schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut, des Zahnfleisches, der Lippen oder der Zunge. Sie treten als weiße, scharf rot umrandete Bläschen auf, die bei Berührung äußerst schmerzhaft sein können. Aphthen sind deshalb oft störend beim Essen oder Sprechen. In der Regel sind sie nur wenige Millimeter groß, in Ausnahmefällen können sie aber sogar einige Zentimeter groß werden.

Die Auslöser für Aphthen können sehr unterschiedlich sein. So können sie unter anderem als Reaktion auf Stress, als Nebenwirkung von Medikamenten oder aufgrund von Herpesviren auftreten.

Wanderröte

Wanderröte © iStock.com/HeikeKampe
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Als Wanderröte bezeichnet man eine kreisförmige Rötung der Haut, die als Symptom von Lyme-Borreliose nach einem Zeckenbiss auftreten kann. Die Rötung breitet sich dabei im Laufe der Erkrankung zunehmend aus. Die Stelle des Zeckenbisses ist dabei häufig als blasse Aussparung sichtbar. Eine Wanderröte muss nicht bei jeder Infektion mit Lyme-Borreliose auftreten. Etwa 10 bis 20 Prozent der Erkrankungen verlaufen ohne dieses Symptom. Auch eine atypische, also blassere und streifenförmige Wanderröte ist möglich.

Hitzepickel (Miliaria cristallina)

Kind mit Hitzepickeln © iStock.com/Korneeva_Kristina
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Hitzepickel, auch als Hitzeblattern oder unter dem medizinischen Fachbegriff Miliaria bekannt, entstehen durch starkes Schwitzen.

Eine vor allem bei Kindern häufige Form dieser Hauterkrankung ist die Miliaria cristallina, bei der die Schweißdrüsen verstopfen. Diese Hitzepickel treten meistens auf der Brust, in den Achselhöhlen oder an Schultern und Rücken auf. Sie sind in der Regel nicht entzündet und deshalb auch nicht gerötet. Sie sind aber mit Flüssigkeit gefüllt, die bei Berührung austreten kann.

Hitzepickel (Miliaria rubra)

Hitzepickel © iStock.com/ARISA THEPBANCHORNCHAI
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Diese Form der Hitzepickel ist auch als "roter Hund" bekannt. Eine Miliaria rubra entsteht wie die Miliaria cristallina als Reaktion auf starkes Schwitzen und dadurch verstopfte Schweißdrüsen. Die Pickel sind gerötet und treten häufig zusammen mit Schwellungen der Haut, Schmerzen und starkem Juckreiz auf. Sie sind vor allem am Rumpf zu finden.

Basalzellkarzinom

Basalzellkarzinom © Getty Images/Science Photo Library - DR. P. MARAZZI
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Das Basalzellkarzinom ist eine Form des hellen beziehungsweise weißen Hautkrebs. Da es insbesondere auf intensive Sonnenbestrahlung zurückzuführen ist, tritt es vor allem am Kopf und Hals auf, aber auch an Armen, Beinen und dem Rumpf kann es vorkommen.

Das Aussehen des Basalzellkarzinoms kann sehr unterschiedlich sein. Häufig ist es hautfarben oder rötlich mit kleinen Blutgefäßen, die an der Oberfläche sichtbar werden. Die Form ist oft knotig, auch ein Saum aus kleineren Knötchen, die sich wie Perlen am Karzinom entlangziehen, kann vorhanden sein. Mehr zur Unterscheidung und Erkennung von Hautkrebs erfahren Sie in unserer Fotostrecke.

Pusteln

Pusteln © pepifoto/E+ via Getty Images
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Unter Pusteln versteht man mit Eiter gefüllte, erhabene Bläschen mit rotem Entzündungsrand. Die Ursachen können vielfältig sein. Pusteln im Gesicht stehen häufig im Zusammenhang mit Akne vulgaris oder Rosacea. Treten juckende Pusteln auf, können diese auch auf einen Befall mit Scabiesmilben (Krätze) hindeuten. Dabei sind vor allem Finger und Zehen, die Achseln, Hand- und Fußgelenke, Ellenbogen, Brustwarzen sowie die Genitalien betroffen. Auch bakterielle Infektionen der Haut können Pusteln auslösen.

Eine Sonderform sind die subkornealen Pusteln (subkorneale pustulöse Dermatose). Diese kommen vor allem an den Beugeseiten von Armen und Beinen sowie am Rumpf vor und breiten sich in Gruppen ringförmig aus. Im Zusammenhang mit subkornealen Pusteln treten Juckreiz und Schuppenbildung auf.

Weiches Fibrom (Stielwarze)

weiches Fibrom (Stielwarze) © iStock.com/SDecha
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Das weiche Fibrom, im allgemeinen Sprachgebrauch häufig auch "Stielwarze" genannt (obwohl es sich eigentlich nicht um eine Warze handelt), ist eine gutartige Bindegewebswucherung auf der Haut. Ihre Entstehung kann genetisch bedingt sein, aber auch ein schwaches Immunsystem oder Übergewicht können die Bildung solcher Fibrome begünstigen.

Weiche Fibrome sind kleine, wenige Millimeter große Geschwulste. Sie sind hautfarben und stehen oft stielförmig von der Haut ab. Am häufigsten entstehen sie in der Brustfalte, im Hals- und Achselbereich sowie im Gesicht.

Hartes Fibrom

Hartes Fibrom © iStock.com/Voyagerix
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Das harte Fibrom ist eine gutartige Geschwulst aus Bindegewebe. Die Bildung von Fibromen kann sowohl durch genetische Faktoren begünstigt werden als auch durch Übergewicht oder ein geschwächtes Immunsystem.

Harte Fibrome sind dunkel und knöchtchenförmig. Sie sind in der Regel wenige Millimeter groß, können aber auch bis zu einem Zentimeter groß werden. Im Gegensatz zum weichen Fibrom steht das harte Fibrom nicht so stark aus der Haut hervor und lässt sich weniger leicht zusammendrücken.

Milien (Grießkörner)

Frau mit Milien im Gesicht © iStock.com/LeventKonuk
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Milien, umgangssprachlich auch als Grießkörner bekannt, bilden sich an Haarfollikeln oder Ausgängen von Schweißdrüsen. Sie bestehen aus Ansammlungen des Proteins Keratin, das beispielsweise in Haut und Haaren enthalten ist.

Milien sind circa einen bis drei Millimeter groß und fühlen sich hart an. Sie sind von gelblich-weißer Farbe und zeigen sich als kleine, punktförmige Erhebungen auf der Haut. Rund um die Augen treten sie besonders häufig auf, aber auch der restliche Körper kann betroffen sein. Milien haben keinen Krankheitswert, können aber ein optisches Problem sein. Man sollte Milien jedoch niemals selbst ausdrücken, sondern immer durch einen Hautarzt oder Kosmetiker entfernen lassen, um Narbenbildung zu vermeiden.

Akne inversa

Akne inversa © iStock.com/energyy
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Im Gegensatz zur Akne vulgaris tritt diese Hautkrankheit typischerweise nicht im Gesicht auf. Die Akne inversa kommt am häufigsten in den Achseln, an der Leistengegend, im Genitalbereich oder an Brust- und Bauchfalten auf.

Akne inversa zeigt sich durch tiefgehende, eiternde und entzündete Knoten, die äußerst schmerzhaft sein können. Durch den Zusammenschluss mehrerer Knoten können auch größere Abszesse und Fisteln entstehen.

Dyshidrotisches Ekzem (Dyshidrose)

Dyshidrotisches Ekzem © iStock.com/Carmen Jost
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Die Hautkrankheit wurde früher irrtümlich mit einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen in Verbindung gebracht. Davon zeugt auch ihr Name: "Dys" steht für "fehl", "Hidrose" für "Schweiß".

Mittlerweile gilt eine allergische Reaktion als häufigster Auslöser für ein Dyshidrotisches Ekzem. In der Regel zeigt es sich in Form von kleinen, mit Lymphflüssigkeit gefüllten Bläschen, mit denen ein starker Juckreiz einhergeht. Platzen die Bläschen auf, kann die Haut an den betroffenen Stellen rissig und trocken werden.

Ein Dyshidrotisches Ekzem tritt meist an Fingern und Handflächen auf. Aber auch die Fußsohlen können betroffen sein.

Dornwarze (Plantarwarze)

Dornwarze an der Ferse © iStock.com/Andreas Nilsson
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Dornwarzen treten in der Regel an der Fußsohle auf, vor allem an Ferse oder Fußballen. Diese Hautkrankheit wird durch humane Papillomaviren ausgelöst. Die Warzen zeigen sich als kleine flächige Punkte, die verhornen und eine raue, knötchenartige und feste Form annehmen können.

Auch wenn sie grundsätzlich harmlos sind, können Dornwarzen Schmerzen verursachen, da sie bis ins Gewebe hineinwachsen und bei Belastung des Fußes auf die Nerven drücken können. Ist dies der Fall, können die Warzen beispielsweise mit Salicylsäure oder durch Vereisung behandelt werden.

Hühnerauge (Klavus)

Hühneraugen © iStock.com/Stanislav Sablin
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Hühneraugen bestehen aus verdickter Hornhaut. Sie bilden sich vor allem an Stellen, die häufiger Belastung oder Reibung ausgesetzt sind, also beispielsweise an der Fußsohle, den Zehen oder den Handflächen. Wachsen Hühneraugen bis in die unteren Hautschichten hinein, können sie bei Druck Schmerzen verursachen. Hühneraugen ähneln äußerlich stark Dornwarzen. Letztere weisen jedoch oft kleine, dunkle Punkte auf, die durch leichte Einblutungen entstehen.

Spezielle Pflaster können dabei helfen, Hühneraugen zu entfernen. Eine Entlastung der betroffenen Hautpartie, zum Beispiel durch weniger enge Schuhe, kann die Behandlung außerdem unterstützen.

Furunkel

Furunkel © iStock.com/happyfoto
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Ein Furunkel ist ein geröteter, eitriger Hautknoten. Vom Aussehen her gleicht es einem sehr großen Eiterpickel. Da es tiefere Hautschichten betrifft, ruft es aber deutlich heftigere Schmerzen hervor.

Bei einem Furunkel sind das Haarfollikel sowie das umliegende Bindegewebe entzündet. Hervorgerufen wird diese Entzündung meist durch Bakterien. Ein Furunkel kann grundsätzlich überall dort auftreten, wo Haare wachsen. Am häufigsten kommt es jedoch am Po, an Brust, Nacken, Oberschenkel, in der Leistengegend, in der Nase und an den Achselhöhlen vor.

Abszess

Abszess auf der Haut © Getty Images/Lukassek
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Unter einem Abszess versteht man einen mit Eiter gefüllten Hohlraum im Gewebe. Meist kommt es im Zuge einer bakteriellen Infektion zu einem Abszess. Er kann im gesamten Körper entstehen, beispielsweise im Bauchraum oder der Leber. Am häufigsten kommt ein Abszess aber auf der Haut vor, da diese besonders oft mit Bakterien in Kontakt kommt. Typische Anzeichen eines Abszesses sind Rötungen und Schwellungen. Die betroffene Stelle schmerzt und reagiert empfindlich auf Druck.

Meist heilt ein Abszess von selbst wieder aus. Bei Abszessen im Gesicht sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da in seltenen Fällen Bakterien vom Abszess ins Gehirn wandern und dort eine Entzündung oder Blutgerinnsel auslösen können. Auch wenn gleichzeitig mit dem Abszess Fieber auftritt, sollte man einen Arzt konsultieren.

Alterswarzen (seborrhoische Keratose)

Alterswarze © Getty Images/eyepark
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Alterswarzen, medizinisch auch als seborrhoische Keratose oder Basalzellpapillome bezeichnet, sind gutartige Veränderungen der Haut, die vermehrt ab dem 40. Lebensjahr auftreten können. Am häufigsten kommen sie an den Vorderseiten der Arme, an den Händen, dem Oberkörper und im Gesicht vor. Alterswarzen sind hellbraun bis dunkelbraun gefärbt, ihr Durchmesser beträgt wenige Millimeter bis etwa zwei Zentimeter. Zur umgebenden Haut sind die Alterswarzen scharf begrenzt. Die Oberfläche ist erhaben und fühlt sich häufig leicht fettig an.

Alterswarzen sind nicht gefährlich, die Unterscheidung von einem bösartigen Hautkrebs ist für den Laien jedoch oft nicht leicht, weshalb Alterswarzen ärztlich kontrolliert werden sollten.

Polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie)

Sonnenallergie © Getty Images/Fajrul Islam
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Die Polymorphe Lichtdermatose wird umgangssprachlich auch als "Sonnenallergie" bezeichnet, da sie in der Regel beim Wechsel von geringer zu häufiger und stärkerer Sonneneinstrahlung (Winter zu Frühling) auftritt. Die Polymorphe Lichtdermatose ist die mit Abstand häufigste durch Sonnenlicht, genauer durch UV-Strahlung, ausgelöste allergische Hautreaktion.

Eine Polymorphe Lichtdermatose kann sich durch sehr unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Häufig beginnt die Reaktion mit flächigen, juckenden Rötungen. In einigen Fällen kommen Bläschen, Hautschwellungen oder kleine Knötchen hinzu. Diese Anzeichen müssen dabei nicht sofort auftreten, sondern können sich auch erst nach einigen Stunden oder Tagen zeigen. Besonders oft tritt die Sonnenallergie an Hautarealen auf, die bei steigenden Temperaturen vermehrt der Sonne ausgesetzt werden: an Armen, Beinen, dem Dekolleté, Nacken und Schultern.

Granuloma anulare

Granuloma anulare © Getty Images/Luca Piccini Basile
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Bei Granuloma anulare handelt es sich um Papeln, die sich ringförmig (anulär) auf der Haut ausbreiten. Die Papeln sind hautfarben bis rötlich. Besonders häufig sind Jugendliche von der Hautkrankheit betroffen. Granuloma anulare tritt vor allem an den Füßen, Händen, Fingern und Zehen auf, aber auch Arme, Beine, Gesicht und Gesäß können betroffen sein.

Die Papeln heilen in der Regel wieder problemlos aus. Bisweilen sind sie mit leichtem Juckreiz verbunden, ansonsten verursachen sie keine Beschwerden.

Mallorca-Akne (Acne aestivalis)

Frau mit Mallorca-Akne © Getty Images/Ivan-balvan
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Bei der sogenannten Mallorca-Akne handelt es sich eigentlich um eine Form der Sonnenallergie und nicht der Akne. Mallorca-Akne entsteht durch eine Wechselwirkung zwischen UV-A-Strahlen der Sonne und häufig in Sonnencreme enthaltenen Emulgatoren oder Fetten. Dabei bilden sich Lipidperoxide, also chemisch veränderte Fette, auf der Haut. Diese lösen die Hautreizung aus.

Vor allem tritt die Mallorca-Akne in Gesicht und Nacken, auf den Armen und dem Rücken auf. Sie ist durch circa zwei bis vier Millimeter große, leicht erhöhte Papeln gekennzeichnet. Die Haut ist entzündet und juckt. Anders als bei Akne kommt es nicht zur Bildung von Eiter oder zur Verstopfung von Poren (Komedone).

Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Hand-Mund-Fuß-Krankheit © Getty Images/lolostock
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Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit wird meist durch Enteroviren ausgelöst. Die Infektion betrifft häufig Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen vorkommen. Als erste Anzeichen treten Fieber und Halsschmerzen auf, nach ein bis zwei Tagen entstehen an Zahnfleisch, Mundschleimhaut und Zunge rote Flecken mit Bläschenbildung.

Darüber hinaus kommt es auf der Haut zu einem roten, nicht-juckenden Ausschlag, der erhaben oder eben sein kann. Auch hier können sich Bläschen bilden. Neben Fußsohlen und Handflächen können die roten Flecken auf der Haut auch an den Ellenbogen und Knien sowie am Po und im Genitalbereich auftreten.

Quellen

Aktualisiert: 03.09.2021 - Autor: Jasmin Rauch, Medizinredakteurin