Fußpilz (Tinea Pedis) – Therapie

Frau behandelt Fußpilz an ihrem Fuß © istockphoto, Zhenikeyev

Gehen Sie zum Arzt. Er wird zum einen das Erscheinungsbild von anderen schuppenden oder infektiösen Hauterkrankungen abgrenzen, zum anderen die Diagnose mit einer mikroskopischen Untersuchung von – mit dem Skalpell abgeschabten – Schuppen sichern. Sind Pilze unter dem Mikroskop sichtbar, werden diese ins Labor eingeschickt und dort auf einer Kultur gezüchtet. So lässt sich der genaue Erreger bestimmen und die Therapie darauf abstimmen.

Behandlung mit Medikamenten

In der Regel sind Medikamente notwendig. Meist reicht es, die betroffene Stelle mit einem Pilzmittel in Form von Creme, Paste oder Spray zu behandeln. Liegt eine starke Entzündung vor, wird diese zuvor mit Gerbstoffen in Form von Bädern oder feuchten Umschlägen zum Abklingen gebracht.

Bei massivem Pilzbefall oder Befall der Nägel kann auch eine sogenannte systemische Therapie notwendig sein, bei der die Pilzmittel als Tablette geschluckt werden und von innen wirken. Diese ist allerdings recht langwierig und mit potenziellen Nebenwirkungen behaftet. Liegt zusätzlich eine bakterielle Infektion vor, wird der Arzt eventuell auch Antibiotika verschreiben.

Behandlung mit Hausmitteln

Eine Behandlung ausschließlich mit Hausmitteln hilft wenig, unterstützend können sie durchaus zum Einsatz kommen:

  • Gegen die Entzündung helfen Spitzwegerich, Zinnkraut oder Huflattich. Diese Heilpflanzen sind in der Apotheke erhältlich und lassen sich mit Wasser zu einem Brei verrühren, mit dem Sie Umschläge machen können (zwei- bis dreimal täglich).
  • Entzündungshemmend wirkt auch die Ringelblume – als Salbe, Öl oder Essenz.
  • Falls Sie mit Schüßler-Salzen® etwas anfangen können: Nehmen Sie täglich je zehn Tabletten von Nr. 3, 8 und 9 sowie 20 Tabletten von Nr. 5.

Aktualisiert: 30.09.2020 - Autor: Dagmar Reiche

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