Schwitzen

Schwitzen (Transpiration, Diaphorese) dient dem Abkühlen des Körpers, wenn dieser durch äußere oder innere Faktoren mit großer Wärme konfrontiert wird. Ein jeder kennt es, wenn die bis zu vier Millionen Schweißdrüsen des eigenen Körpers in Wallung geraten. Ursachen für das Schwitzen sind vielfältig: Körperliche Anstrengung (z.B. Schwitzen beim Sport) sowie psychische Anstrengung, Nervosität, scharf gewürzte Speisen, warmes Raumklima, unvorteilhafte Bekleidung sind nur einige Beispiele. Die Reaktion des Körpers hierauf ist Schwitzen, um die Körpertemperatur entsprechend zu regulieren. Schweißhände (Hyperhidrosis palmaris) und Schweißbildung im Bereich der Achseln sind keine Seltenheit. Auch Schwitzen im Gesicht (Hyperhidrosis facialis), Schwitzen beim Schlafen oder auch Schwitzen in der Nacht betrifft eine Vielzahl von Menschen.

Schwitzen als Krankheit

Krankhafte Ursachen von Schwitzen können vorliegen, wenn aus "normalem" Schwitzen verstärkt auftretendes oder dauerhaft übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) wird und diese Schweißbildung mit starker Geruchsentwicklung einhergeht. Weniger verbreitet, aber für Betroffene besonders unangenehm ist das Schwitzen am Po, das oftmals den Eindruck der Inkontinenz entstehen lässt. Übermäßiges Schwitzen kann symptomatisch sein für beispielsweise Hormon- und Stoffwechselstörungen, starkes Übergewicht, Überreaktion des Nervensystems, psychische Störungen, zu niedriger bzw. zu hoher Blutdruck oder Nebenwirkungen durch Medikamente. Ob letztlich eine krankhafte Form des Schwitzens vorliegt, kann nur durch eine gesicherte Diagnose eines Dermatologen erfolgen.