Wichtige Nährstoffe für Knorpelaufbau und Schmerzlinderung

Knie: Nährstoffe für Knorpelaufbau © istockphoto, JPStrickler

Der Gelenkknorpel besteht aus vier grundlegenden Substanzen: Collagen, Knorpelgewebe, Chondrozyten (Knorpelzellen) und Wasser. Zu den Knorpelaufbaustoffen werden Collagen-Hydrolysat , Glucosamin und Chondroitin gezählt. Allesamt sind sie auch natürlicher Bestandteil des Knorpelgewebes. Collagen stellt im Gelenkknorpel das strukturelle Stützgerüst dar. Glucosamin und Chondroitin bilden als Proteoglykane (Zucker-Eiweiß-Bausteine) das Knorpelgewebe und zeichnen sich durch ihre hohe Wasserbindungsfähigkeit aus.

Belastbarkeit und Beweglichkeit der Gelenke

Alle drei Stoffe tragen zur Belastbarkeit und Beweglichkeit der Gelenke bei: Glucosamin, Chondroitin und Collagen-Hydrolysat dienen der Reparatur und dem Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und der Wirbelsäule.

  • Collagen-Hydrolysat: Collagen-Hydrolysat ist ein reines Eiweiß, das wichtige Aminosäuren für den Knorpelaufbau liefert. Zur Erneuerung und Festigung der Collagenstrukturen werden täglich 10 Gramm Collagen-Hydrolysat  empfohlen. Studien bestätigen die schmerz¬lindernde Wirkung dieser Dosierung bereits nach wenigen Wochen.
  • Glucosamin: Die bioaktive Form von Glucosamin ist das Glucosaminsulfat, das die Viskosität der Gelenkflüssigkeit und somit die "Gelenkschmiere" verbessert. Zudem stimuliert es anabole Prozesse im Gelenkknorpel und kann einer Gelenkspaltverengung entgegenwirken. Glucosaminsulfat  hat analgetische und entzündungshemmende Eigenschaften.
  • Chondroitin: Chondroitin ist ebenfalls nur in sulfatierter Form als Chondroitinsulfat bioverfügbar. Chondroitinsulfat zeichnet sich durch seine hohe Wasserbindungsfähigkeit aus. Auf diese Weise wird die Elastizität sowie die elementare Funktion des Gelenkknorpels aufrechterhalten. Darüber hinaus dient die Wasserbindungsfähigkeit der Ernährung der Chondrozyten im nicht durchbluteten Knorpelgewebe. Mit abnehmender Elastizität kann der Knorpel seine Stoßdämpferfunktion nicht mehr sicherstellen.

Beeinflussung von Gelenkentzündungen

Häufig werden alters- und belastungsbedingte Verschleißerscheinungen von Entzündungsreaktionen begleitet. Langkettige Omega-3-Fettsäuren, wie die Eicosapentaen- und Docosahexaensäure, haben die Eigenschaft, regulativ in den Entzündungsprozess einzugreifen. Die entzündungshemmende Wirkung hat einen lindernden Einfluss auf die entzündlich-rheumatischen Beschwerden.

Bedeutung von Antioxidantien

Während einer Entzündungsreaktion werden unter anderem Substanzen gebildet, die als Freie Radikale bezeichnet werden. Diese verstärken die Entzündung durch Schädigung der Zellmembranen. Vitamin E wirkt als Schutz vor Radikalen in den Zellmembranen. Vitamin C unterstützt die Wirkung von Vitamin E und ist zudem am Kollagenstoffwechsel des Stützgewebes beteiligt.

Aufgrund ihrer verschiedenen Funktionen im Knorpel verbessern diese Gelenknährstoffe in ihrer Gesamtheit sowohl die Knorpelstruktur als auch Schmerzempfinden, Belastbarkeit und Beweglichkeit der Gelenke. Diese Gelenknährstoffe verbessern die Knorpelstruktur, lindern das Schmerzempfinden und stärken die Belastbarkeit und Beweglichkeit der Gelenke.

Aktualisiert: 08.10.2015

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