Hautkrebs: Symptome und Behandlung

Ärztin untersucht Frau auf Symptome von Hautkrebs
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Hautkrebs verursacht im Frühstadium oft keine Beschwerden und wird daher oft erst spät erkannt. Die Vorsorge beim Arzt ist daher umso wichtiger, um die Symptome rechtzeitig zu erkennen und eine frühzeitige Behandlung zu beginnen. Welche Anzeichen für Hautkrebs es gibt und wie die Therapie aussieht, erfahren Sie hier.

Symptome von Hautkrebs

Hautkrebs verursacht zunächst meist keine Beschwerden, allenfalls Juckreiz und Blutungen an der entsprechenden Stelle können Symptome oder Anzeichen für Hautkrebs sein. Das heißt, Hautkrebs fällt in der Regel nur durch die sichtbaren und eventuell tastbaren Hautveränderungen auf, nicht durch sonstige Symptome.

Erst im Spätstadium von Hautkrebs beziehungsweise einem Melanom kann es durch die Metastasierung zu Beschwerden und Anzeichen je nach betroffenen Organen kommen. Wichtig ist deshalb die Früherkennung von Hautkrebs, auch wenn es keine große Bandbreite Symptome von Hautkrebs gibt.

Wie sieht Hautkrebs aus?

Die sichtbaren Symptome von Hautkrebs sind abhängig von der Art des Krebses:

  • Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs): Meist handelt es sich um dunkle oder schwarze Flecken, wobei auch andere Farben möglich sind (zum Beispiel grau, rötlich oder bläulich-violett). Sie können sowohl flach sein als auch erhaben oder warzenartig knotig. Vielen Menschen fällt es schwer, schwarzen Hautkrebs von Leberflecken oder Muttermalen zu unterscheiden. Ein Hautarzt oder erfahrener Hausarzt kann den Unterschied jedoch mist erkennen.
  • Basaliom (auch Basalzellkarzinom): Diese Art des weißen Hautkrebs (auch: heller Hautkrebs) kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Oft handelt es sich um rötliche oder hautfarbene knotige Tumore, deren Rand wie eine Perlschnur erhaben sein kann und deren Mitte mit dem Fortschreiten des Hautkrebses einsinken kann. Häufig schimmern die kleinen Blutgefäße durch die Haut durch. Es können sich auch blutige Krusten bilden. Seltener kommt es nicht zu den typischen Hautknoten, sondern zu flachen, narbigen Hautveränderungen, die nur schwer als Tumor zu erkennen sind.
  • Spinaliom (auch Plattenepithelkarzinom): Im Anfangsstadium sieht diese Form des weißen Hautkrebs aus wie seine Vorstufe, die aktinische Keratose. Oft zeigt sich ein Spinaliom als verhornte, schuppige Stelle oder Knötchen. Im weiteren Verlauf ist die Stelle oft blutig und fest mit der Haut "verbacken".

Hautkrebs tritt häufig an Stellen auf, die viel der Sonne ausgesetzt sind, etwa am Kopf, den Armen, dem Rücken, der Brust oder den Beinen.

Hautkrebsvorsorge: Genau hinsehen, gründlich abtasten

Für alle Formen von Hautkrebs gilt: Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ab dem 35. Lebensjahr steht den Krankenversicherten in Deutschland alle drei Jahre ein Hautcheck zur Hautkrebsvorsorge zu, um Hautkrebs vorbeugen zu können. Doch besser ist es, wenn Sie zusätzlich selbst Ihre Haut und Symptome für Hautkrebs im Blick haben.

Auch Vorstufen von Hautkrebs lassen sich bereits erkennen und ertasten. Achten Sie auf Hautveränderungen, neue Leberflecken oder Veränderungen vorhandener Muttermale. Auch Juckreiz und Blutungen sind verdächtig für Hautkrebs. Begutachten Sie regelmäßig Ihre Haut, am besten bei Tageslicht und mithilfe eines Spiegels (oder Ihres Partners).

Hautkrebs: Zur Vorsorge die ABCDE-Regel

Gehen Sie bei der Einschätzung für einen verdächtigen Leberfleck nach der ABCDE-Regel vor:

  • Asymmetrie: Form, die nicht gleichmäßig länglich oder rund, sondern ungleichmäßig ist
  • Begrenzung: Ränder, die nicht scharf, sondern verwaschen und rau, wie ausgefranst sind
  • Colour: Farbe, die nicht gleichmäßig, sondern gefleckt ist (Rosa, Grau, Schwarz, gepunktet, krustige Auflagen)
  • Durchmesser: Größe, die an der breitesten Stelle 5 mm übersteigt
  • Erhabenheit: Flecken, die mehr als 1 mm über das Hautniveau herausragen oder eine raue, schuppige Oberfläche haben

Trifft mindestens einer dieser Punkte auf einen Leberfleck zu, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um einen bösartige Tumor oder Hautkrebs auszuschließen. Lieber einmal zu viel, als zu spät. Und als wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Hautkrebs gilt: Direkte und intensive Sonneneinstrahlung meiden und sich immer vor Sonnenbrand mit Sonnenschutzmitteln, Kopfbedeckung und Kleidung schützen! Dann hat Hautkrebs nur eine geringe Chance.

Weißer Hautkrebs: Behandlung und Therapie

Der weiße Hautkrebs entwickelt sich oft aus einer Vorstufe – der sogenannten aktinischen Keratose. Diese kann operativ entfernt (Exzision), vereist (Kryotherapie), mittels Cremes oder Gels (Solaraze®, Aldara®) therapiert oder mit Licht-Bestrahlung behandelt (photodynamische Therapie) werden. Ein Basaliom bildet so gut wie nie Tochtergeschwülste (Metastasen), ein Spinaliom nur sehr selten.

Die Tumore können aber unbehandelt in das umliegende Gewebe einwachsen und dieses zerstören. Deshalb reicht beim weißen Hautkrebs in der Regel eine kleine, möglichst frühzeitige Operation, bei der die betroffene Partie der Haut herausgeschnitten wird, um den Hautkrebs-Patienten zu heilen. Frühstadien an der Oberfläche können eventuell auch mittels Creme oder photodynamischer Therapie behandelt werden. Ist keine Operation möglich, kommen auch Chemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie zum Einsatz.

Behandlung: Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist gefährlicher, da diese Form von Hautkrebs rasch über die Lymph- oder Blutgefäße Tochtergeschwülste in den gesamten Körper streuen kann. Therapeutisch wird auch der Tumor in einer Operation entfernt; allerdings können sich aufgrund der Metastasen oft weitere Therapieformen bei diesem Hautkrebs anschließen: Immuntherapie, Chemotherapie, Bestrahlung. Diese Formen der Therapie kommen auch dann zum Einsatz, wenn eine OP nicht möglich oder sinnvoll ist.

ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
C44.-

Aktualisiert: 24.09.2020 - Autor: Dagmar Reiche; überarbeitet: Silke Hamann

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