Asthma – Symptome und Diagnose

Meist beginnt Asthma bronchiale im Kindesalter. Typische Symptome sind immer wiederkehrende Attacken von Reizhusten ohne offensichtlichen Grund oder hartnäckiger Husten nach einer Bronchitis oder einem anderen Atemwegsinfekt – erste Anzeichen der Überempfindlichkeit der Bronchien.

Die Hustenanfälle treten besonders nachts auf; eventuell wird dabei ein zäher, glasiger Schleim abgehustet. Manchmal hört man auch bereits beim Ausatmen ein pfeifendes Geräusch (Giemen), eventuell hat der Betroffene ein Engegefühl über der Brust.

Asthma: Symptome und typische Beschwerden

Nicht selten sind diese ersten Symptome relativ gering ausgeprägt, sodass die Diagnose erst nach einem akuten Asthmaanfall gestellt wird. Dabei sind die oben beschriebenen Anzeichen weitaus deutlicher ausgeprägt. Symptome eines akuten Asthmaanfalls sind:

  • Atemnot oder Kurzatmigkeit (also schnellere Atmung)
  • erschwertes und verlängertes Ausatmen
  • keine Luft mehr zum Sprechen
  • Die Atmung erscheint dem Betroffenen leichter, wenn er vornüber gebeugt sitzt, sich auf die Arme stützt und die Schultern hochzieht
  • beim Atmen pfeifende Geräusche (Giemen) über dem Brustkorb
  • bläuliches Verfärben der Lippen, später der Haut aufgrund des Sauerstoffmangels im Blut
  • Engegefühl im Brustkorb
  • Herzjagen
  • Erschöpfung, Angst, Unruhe

Werden diese Symptome nicht oder nicht ausreichend behandelt, kann der Asthmaanfall lebensbedrohlich werden – ein sogenannter Status asthmaticus, der sich über Stunde bis Tage hinziehen kann. Dieser Status asthmaticus erfordert intensivmedizinische Betreuung.

Diagnose Asthma

Die Diagnostik dient zum einen dazu, überhaupt erst die Diagnose Asthma bronchiale zu stellen. Zum anderen wird mit ihr überprüft, ob und wie die Therapie bei Asthma anschlägt.

Bei der Erstdiagnostik wird der Arzt zunächst eine genaue Schilderung der Symptome, Anzeichen und Beschwerden erfragen. Dazu gehören zum Beispiel auch mögliche Auslöser beziehungsweise Abhängigkeiten von der Umgebungssituation, die Schilderung der persönlichen Fitness, die Frage nach Vorerkrankungen, Allergien, Rauchgewohnheiten und familiären Belastungen.

Danach schließt sich die körperliche Untersuchung vor allem mit dem Abhören der Lunge an, um letztlich eine Diagnose zu stellen.

Asthma: Untersuchungen notwendig

Gerade für Kinder werden eventuell weitere Untersuchungen durchgeführt; auch um andere Krankheiten wie die Mukoviszidose auszuschließen und das Asthma von einer spastischen Bronchitis abzugrenzen. Zu den Untersuchungen gehören Röntgen, Bluttests, Lungenfunktionsprüfungen (Spirometrie, Bodyplethysmographie) und Allergietests.

Mit dem Peak-Flow-Meter kann die maximale Strömungsgeschwindigkeit der Ausatemluft gemessen werden. Dies ist ein guter Parameter, um die Ausprägung von Asthma und damit auch die Wirksamkeit der Therapie zu überprüfen. Zudem lässt sich diese Untersuchung mit dem kleinen Gerät leicht selbst durchführen. Deshalb eignet sie sich gut für die Selbstmessung zu Hause.

Aktualisiert: 27.04.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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