Migräne – mehr als nur Kopfschmerzen

Frau mit starker Migräne © istockphoto, arekmalang

Schätzungsweise jeder zehnte Einwohner Deutschlands kennt Symptome einer Migräne aus eigener Erfahrung. Damit bedeutet die Krankheit Migräne nicht nur eine enorme Einschränkung individueller Lebensqualität, sondern auch eine gewaltige Belastung für das Gesundheitssystem.

Migräne ein Überblick

Migräne ist mehr als "einfache" Kopfschmerzen, sondern geht meist mit weiteren Symptomen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und neurologischen Ausfällen einher. Migräne macht es Betroffenen Stunden bis Tage unmöglich, am Alltag teilzunehmen. Man geht davon aus, dass rund 6 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen an Migräne und deren Symptome leiden.

Migräne hat in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern massiv zugenommen: Immer mehr Menschen sind betroffen und die Migräne-Symptome beginnen immer früher. Amerikanische Studien zeigten einen Anstieg um mindestens 20 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts. 

Eine finnische Studie offenbarte, dass sich die Zahl der Migräne-Fälle bei Kindern unter sieben Jahre zwischen 1974 und 1992 verdreifacht hat – insbesondere in Gegenden mit sozial schwächeren Schichten. Auch in Deutschland leiden immer mehr Kinder (10 bis 20 Prozent) an Kopfschmerzen, von denen rund 12 Prozent als Migräne auftreten.

Unverträglichkeiten und ungesunde Ernährung als mögliche Ursache?

Nach wie vor ist unklar, wie Migräne entsteht und wieso es zu einer Zunahme der Fälle von Migräne kommt. Oft bestehen gleichzeitig Nahrungsmittelunverträglichkeiten; manche Experten machen die "moderne" kohlenhydratreiche Ernährung mit viel Fast-Food verantwortlich.

Bei Migräne müssen sowohl die akuten Attacken möglichst schnell behandelt als auch versucht werden, mittels verschiedener Maßnahmen Stärke und Frequenz der Anfälle zu minimieren.

Aktualisiert: 26.09.2017 – Autor: Dagmar Reiche

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?