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Spannungskopfschmerz oder Migräne? Machen Sie den Test!

Um die Kopfschmerzen richtig behandeln zu können, ist es wichtig zu wissen, um welche Form der Kopfschmerzen es sich handelt: Spannungskopfschmerzen oder Migräne? Der folgende Kopfschmerz-Test hilft, die eigenen Beschwerden besser einzuordnen.

Kopfschmerz-Test

Der folgende Test kann einen Hinweis darauf geben, ob es sich bei Ihrem Kopfschmerz um Spannungskopfschmerz oder Migräne handelt. Er ersetzt jedoch nicht die Diagnose durch einen Arzt oder Neurologen.

Bitte lesen Sie die Aussagen zu Spannungskopfschmerzen und Migräne aufmerksam durch und notieren Sie sich, welche der Aussagen Sie mit Ja und welche mit Nein beantworten würden.

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Symptome-Tabelle

Kopfschmerz vom Spannungstyp Migräne
Der Kopfschmerz ist beidseitig zu spüren und umfasst den ganzen Kopf. Der Kopfschmerz ist vorwiegend einseitig zu spüren.
Der Kopfschmerz fühlt sich dumpf-drückend an. Der Kopfschmerz fühlt sich pochend-pulsierend an.
Der Kopfschmerz bessert sich bei Bewegung oder an der frischen Luft. Der Kopfschmerz wird durch Bewegung schlimmer. Der Alltag wird behindert.
Der Kopfschmerz ist leicht bis mittelstark. Der Kopfschmerz ist mäßig bis sehr stark.
Der Kopfschmerz wird nicht von Übelkeit oder Erbrechen begleitet. Licht- oder Lärmempfindlichkeit (nicht beides) sind möglich. Der Kopfschmerz ist von Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet, evtl. auch Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen.

Auswertung zum Kopfschmerz-Test

Mindestens zwei Ja-Antworten pro Spalte machen die jeweilige Diagnose wahrscheinlich. Im Folgenden erhalten Sie Hinweise zur Auswertung.

Testergebnis: Spannungskopfschmerzen

Bei zwei oder mehr Ja-Antworten zu den Spannungskopfschmerz-Aussagen leiden Sie wahrscheinlich unter diesem Typ Kopfschmerz.

Für die Selbstbehandlung empfehlen Experten eine Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein als Mittel der ersten Wahl. Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker darüber.

Testergebnis: Migräne

Bei zwei oder mehr Ja-Antworten in der Migräne-Spalte leiden Sie sehr wahrscheinlich an Migräne. Diese neurologische Erkrankung sollte vom Arzt behandelt werden.

Während leichte bis mäßig starke Schmerzen wirksam mit Kombinationspräparaten aus ASS, Paracetamol und Koffein therapiert werden können, sollten starke bis sehr starke Schmerzen mit verschreibungspflichtigen Triptanen behandelt werden.

Testergebnis: Beide Kopfschmerzformen

Haben Sie in beiden Rubriken mehrere Kästchen mit Ja beantwortet, sollten Sie mit einem Arzt über Ihre Kopfschmerzen sprechen. Es ist möglich, dass Sie an beiden Kopfschmerzformen leiden.

Testergebnis: Kein Kopfschmerztyp

Haben Sie weniger als zwei Kästchen mit Ja beantwortet, sind Sie kein typischer Migräne- oder Spannungskopfschmerztyp. Bei gelegentlichen Beschwerden können Ausdauersport oder Entspannungsübungen helfen. Das gilt übrigens für alle Betroffenen.

Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch?

Folgende Fragen nach Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel können Ihnen helfen, einzuschätzen, ob Ihre Kopfschmerzen möglicherweise durch Medikamentenübergebrauch verursacht werden:

  • Nehmen Sie an mehr als 10 Tagen pro Monat Medikamente zur Akutbehandlung Ihrer Kopfschmerzen ein?
  • Treten Kopfschmerzen an mehr als 15 Tagen pro Monat auf?
  • Nehmen die Kopfschmerzen in ihrer Häufigkeit immer mehr zu?

Wenn Sie mindestens zwei der Fragen mit "Ja" beantworten können, macht dies die Diagnose wahrscheinlich. Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Aktualisiert: 10.01.2019 – Autor: Deutsches Grünes Kreuz, DAK; überarbeitet: Silke Hamann

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