Basilikum - Das königliche Gewürz

Basilikum © TesaPhotography

Das vermutlich aus Indien stammende Basilikum (Ocimum basilikum) gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler. In seinem Ursprungsland erfreute sich dieses Kraut schon Jahrtausende lang einer großen Wertschätzung, bevor es in den Mittelmeerraum gelangte. Sein Name stammt von den griechischen Worten „basileus“ und „ozein“ ab, was "König" und "riechen" bedeutet und wahrscheinlich auf den außerordentlich aromatischen Geruch dieser Pflanze zurückzuführen ist. Die deutsche Bezeichnung „Königskraut“ weist ebenfalls auf diesen Namensursprung hin. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Basilikum-Pflanze auch in Mitteleuropa bekannt. Daneben ist dieses Gewürz heute in ganz Asien, Mittel- und Südamerika (insbesondere Kalifornien) verbreitet.

Wirkstoffe und Heilwirkung von Basilikum

Hauptinhaltsstoffe von Basilikum sind ätherische Öle. Sie kommen innerhalb der verschiedenen Geruchsvarietäten in sehr unterschiedlicher Zusammensetzung vor. Die wichtigsten Aromastoffe sind Cineol, Linalool, Citral, Estragol, Eugenol und Methylcinnamat. Hinzu kommen noch Substanzen wie Kampfer, Ocimen, Geraniol, Methyleugenol und Zimtsäureester.

Das bei uns erhältliche Europäische Basilikum enthält vor allem Linalool und Cineol, während die osteuropäischen Sorten mehr Eugenol aufweisen. Nach Zitronen duftende Sorten enthalten vor allem Citral, und das Zimt-Basilikum verdankt sein Aroma einem in ihm enthaltenen Zimtsäureester. Stark estragolhaltige Sorten haben einen süßen Geschmack und Geruch nach Anis oder Lakritze (Thaibasilikum, Anisbasilikum, Neuguinea-Basilikum).

Basilikum: Gesund oder Krebs erregend?

Wie beim Estragon gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Verbrauchern den Rat, Basilikum nur zum Würzen zu verwenden, da das in Basilikum enthaltene Estragol und Methyleugenol in Tierversuchen eine erbgutschädigende und Krebs auslösende Wirkung hat. Allerdings weisen noch keine Untersuchungen auf eine Gesundheitsgefährdung des Menschen hin, und man hat herausgefunden, dass nur ein kleiner Teil der Aromastoffe in einen Tee-Aufguss gelangt. Das ätherische Basilikum-Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne.

Basilikum als Küchenkraut mit gesunder Wirkung

Das ganze Sommerhalbjahr hindurch kann man die frischen Blätter des Basilikums für die Küche ernten. Dazu sollte man die ganzen Triebspitzen abschneiden, damit die Pflanze nicht zu früh blüht und sich besser verzweigt. Basilikum wirkt appetitanregend, fördert die Fettverdauung und hilft bei Magenverstimmungen. Wegen seines scharfen, pfefferartigen Geschmacks sollte Basilikum nur sparsam dosiert werden.

Es passt zu Fisch, Kräutersaucen, Fleisch, Geflügel, Rührei und Kartoffeln. Vor allem der Geschmack von Gemüsesuppen und Salaten wird durch die Zugabe von frischem Basilikum verfeinert, und es wird zur Herstellung vieler Kräuteröle und Essigsorten genutzt. In der italienischen Küche findet man Basilikum vor allem als unverzichtbaren Bestandteil des Pesto und von Tomatengerichten. Darüber hinaus eignet sich Basilikum als diätetisches Gewürz, da es das Salz ersetzen kann.

Basilikum pflanzen und anbauen

Ab Juni öffnen sich an den Triebspitzen der Basilikum-Pflanze die in Scheinquirlen angeordneten weißen bis rosa Blüten. Die Mannigfaltigkeit des Basilikums ist sehr groß. Es gibt 60 Varietäten von unterschiedlicher Pflanzen- und Blattgröße, Farbe (grün- und rotlaubig) und Aroma. Grundsätzlich sind die grünen, großblättrigen Sorten robuster und für unser Klima besser geeignet, während die zierlicheren Sorten ein feineres Aroma besitzen.

Basilikum braucht im Garten eine geschützte Stelle in humusreichem Boden, die nicht austrocknet. Diese Pflanze ist sehr kälteempfindlich, weshalb man dieses Gewürz in kalten, verregneten Sommern besser auf die Fensterbank stellt. Der beste Erntezeitpunkt des Basilikums liegt kurz vor der Blüte. Am besten konserviert man die Blätter durch Einfrieren, denn das Trocknen ist mit großen Einbußen im Aroma verbunden.

Aktualisiert: 18.11.2014 – Autor: Anke Dorl, Überarbeitet: Kristina Klement

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