Herz-Check: Wann zum Arzt?

Frau greift sich an Herz © istockphoto, tharakorn

Ein gesunder Lebensstil kann das Herzinfarkt-Risiko deutlich verringern. Wichtig sind vor allem eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und möglichst wenig Stress. Gefäßkiller Nr. 1 ist hierbei das Rauchen!

Selbsttest: Wie gesund ist mein Herz?

Um einen ersten Hinweis zu bekommen, wie gesund Ihr Herz ist, beantworten Sie die folgenden Fragen mit "Ja" oder "Nein".

  1. Stehen Sie häufig unter Stress und/oder Leistungsdruck?
  2. Sind Sie oft größeren körperlichen Belastungen ausgesetzt?
  3. Sind Sie Raucher?
  4. Leiden Sie unter Bluthochdruck (im Ruhezustand dauerhaft >140/90 mm Hg)?
  5. Sind Sie übergewichtig (BMI >25)?
  6. Sind Sie über 40 Jahre alt?
  7. Treiben Sie weniger als einmal die Woche Sport?
  8. Trinken Sie täglich mehr als ein Glas Alkohol?
  9. Sind Ihre Blutzuckerwerte erhöht (nüchtern höher als 120 mg/dl)?
  10. Gibt es in Ihrer Familie Herzinfarkt- und/oder Schlaganfall-Patienten?

Sie haben bei mehr als fünf Fragen mit "Ja" beantwortet? Dann sollten Sie auf jeden Fall mehr für Ihre Gesundheit tun und sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Um vorliegende Herzerkrankungen aufzudecken, ist immer eine umfassende ärztliche Untersuchung notwendig.

Kontrolle ist die beste Vorsorge für Ihr Herz!

Achten Sie auf Ihren Blutdruck, die Blutfettwerte sowie Ihre Blutzuckerwerte; lassen Sie diese regelmäßig beim Arzt kontrollieren. Diese drei Faktoren sind zusammen mit dem Gewicht die wichtigsten Einflussgrößen für das Herz – sind sie erhöht, spricht man vom tödlichen Quartett, welches das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung massiv in die Höhe schnellen lässt.

Faktor Blutdruck

Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bluthochdruck (Hypertonie). Bei einem gesunden Erwachsenen liegt der Blutdruck in Ruhe bei 120/80 mm Hg; ab 140/90 mm Hg wird von Bluthochdruck gesprochen.

Das Herz muss dann dauerhaft gegen den zu hohen Druck Blut in die Gefäße pumpen. Dadurch steigt der Sauerstoffbedarf des Herzens an, und es kann zu einer Unterversorgung kommen, die zu einem Herzinfarkt führen kann.

Faktor Cholesterin und Blutfette

Ein zu hoher Cholesterinspiegel wird – neben Veranlagung und Bewegungsmangel – vor allem durch die Auswahl und Menge fetthaltiger Lebensmittel bestimmt.

Erhöhte Blutfettwerte rufen zwar keine unmittelbaren Beschwerden hervor, können jedoch langfristig zu schweren gesundheitlichen Schäden führen: Fett und Cholesterin lagern sich an den Gefäßwänden ab, verengen die Blutgefäße (Plaques) und erhöhen damit das Arteriosklerose-Risiko. Hierbei spielt vor allem das LDL-Cholesterin eine große Rolle.

Faktor Blutzucker

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Diabetes mellitus) schädigt ebenfalls die Blutgefäße und begünstigt die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Um diese und andere Folgeerkrankungen zu verhindern, sollten Diabetes-Patienten auf eine korrekte Einstellung ihres Blutzuckers achten.

Als normal für den Nüchternblutzucker gelten Werte bis 110 mg/dl. Übergewichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Aktualisiert: 23.10.2018 – Autor: medipresse / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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