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Omeprazol: Nebenwirkungen und Wirkung

Omeprazol gegen Magengeschwüre © istockphoto, champja

Omeprazol ist ein Wirkstoff, der bei Entzündungen und Geschwüren im Magen-Darm-Bereich eingesetzt wird. Dabei kann Omeprazol sowohl der Therapie, als auch der Vorbeugung dienen. Das Ziel ist in beiden Fällen: Die Produktion von Magensäure mittels Einnahme von Omeprazol zu verringern. Omeprazol kann in erster Linie dabei helfen, Schmerzen bei Entzündungen und Geschwüren in der Speiseröhre, im Magen oder Darm zu lindern und vorzubeugen, indem es die Magensäureproduktion hemmt. Als Protonenpumpenhemmer unterdrückt dieser Wirkstoff nämlich die Abgabe von Magensäure an den Magen. So wird die angegriffene Magenschleimhaut von der Säure verschont und kann sich erholen. Häufig wird Omeprazol auch zusammen mit Antibiotika verabreicht, um das Bakterium Helicobacter pylori zu bekämpfen. Dieses ist oft für Geschwüre in der Schleimhaut verantwortlich.

Nebenwirkungen von Omeprazol

Häufig treten Nebenwirkungen kurz nach Beginn der Einnahme von Omeprazol auf und ebben dann nach und nach ab. Die folgenden Nebenwirkungen können durch Omeprazol hervorgerufen werden:

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen (häufig)
  • Müdigkeit, Schwindel, Schlafstörungen, Kopfschmerzen (häufig)
  • Verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut (gelegentlich)
  • Hautrötungen, Hautausschlag, Juckreiz, Quaddeln (gelegentlich)
  • Verstärktes Schwitzen, verändertes Geschmacksempfinden, Haarausfall (gelegentlich)

Es empfiehlt sich aber in jedem Fall, vor der Einnahme den Beipackzettel des jeweiligen Medikaments zu studieren.

Omeprazol: Dosierung und Wechselwirkungen

Die Dosierung von Omeprazol sollte vorab mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Im Normalfall wird täglich eine magensaftresistente Tablette mit 20 mg Omeprazol eingenommen. Rezeptfreie Präparate sollten nicht länger als 14 Tage am Stück eingenommen werden. Sind die Beschwerden dann noch nicht verschwunden, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Schwangere und stillende Mütter sollten Omeprazol nach Möglichkeit nicht einnehmen, es sei denn, der Arzt sieht keine andere Behandlungsmöglichkeit.

Der Protonenpumpenhemmer Omeprazol verringert den ph-Wert im Darm. Daher kann er einerseits die Wirkung von Medikamenten, die vom ph-Wert abhängig sind, beeinträchtigen. Zu diesen Wirkstoffen zählen Ketoconazol und Itraconazol gegen Pilzerkrankungen. Andererseits gibt es auch Mittel, die die Wirkungsweise von Omeprazol einschränken, wie etwa Johanniskraut oder CYP3A4-Induktoren. Außerdem sollte Omeprazol nicht gleichzeitig mit Diazepam, Triazolam oder Flurazepam oder mit dem Blutverdünner Warfarin und dem Epilepsie-Mittel Phenytoin eingenommen werden, da das die Wirkungsweise dieser Medikamente verstärken kann.

Aktualisiert: 14.01.2016 – Autor: Kristina Klement

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