Nebenwirkungen von Minoxidil

Nebenwirkungen von Minoxidil

Wird Minoxidil zur Behandlung von Haarausfall eingesetzt, ist die am häufigsten auftretende Nebenwirkung ein Juckreiz auf der Kopfhaut. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der verwendeten Lösung Alkohol enthalten ist, der die Kopfhaut austrocknet. Dies kann eine Schuppenbildung zur Folge haben. Neben Schuppen kann es auch passieren, dass sich auf der Kopfhaut Akne bildet.

Haarausfall kein schlechtes Zeichen

Zu Beginn der Behandlung kann es außerdem zu einem verstärkten Haarausfall kommen - allerdings muss dies kein schlechtes Zeichen sein. Langfristig wird es dadurch nämlich möglich, dass die Haare kräftiger nachwachsen können. All diese Nebenwirkungen treten lediglich bei einer äußerlichen Anwendung von Minoxidil auf. Treten schwere Hautreaktionen auf, sollte das Medikament abgesetzt werden.

Folgen einer Überdosierung

Wird Minoxidil in großen Mengen eingenommen, können ein niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen und Herzrasen auftreten. Ebenso kann es zu einem Kribbeln in den Händen, den Füßen oder im Gesicht kommen. In seltenen Fällen können durch die Einnahme von Minoxidil auch folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Blutarmut
  • Lungenveränderungen

Kontraindikatoren

Unter bestimmten Umständen dürfen Produkte mit dem Wirkstoff Minoxidil nicht eingenommen werden. So ist die Anwendung von Minoxidil beispielsweise während der Schwangerschaft und der Stillzeit verboten. Bei Kindern sollte der Wirkstoff nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet und nicht äußerlich aufgetragen werden.

Daneben darf Minoxidil auch nicht eingenommen werden, wenn

  • eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff vorliegt.
  • jemand ein Phäochromozytom hat. Unter einem Phäochromozytom ist ein Tumor zu verstehen, der in 85 Prozent aller Fälle im Nebennierenmark lokalisiert ist. Denn durch die Gabe von Minoxidil kann die Ausschüttung von Katecholaminen wie Adrenalin und Noradrenalin aus dem Tumorgewebe gefördert werden.
  • eine pulmonale Hypertonie vorliegt, die auf einen Herzklappenfehler (Mitralklappenstenose) zurückzuführen ist.
  • nur ein leichter Bluthochdruck vorliegt.

Bei Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, darf Minoxidil erst dann angewendet werden, wenn der Zustand des Patienten stabil ist.

Wird Minoxidil zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall verwendet, darf der Wirkstoff nicht eingesetzt werden, wenn

  • plötzlicher oder ungleichmäßiger Haarausfall auftritt.
  • andere Arzneimittel auf der Kopfhaut angewendet werden.
  • Haarausfall im Schläfenbereich vorliegt.

Wechselwirkungen mit Minoxidil

Wechselwirkungen mit Minoxidil können bei der gleichzeitigen Einnahme von Guanethidin oder Bethanidin sowie Alpha-Rezeptorenblockern auftreten. In der Folge kann es zu einem sehr starken und schnellen Abfall des Blutdruckes kommen. Ebenso kann auch die gleichzeitige Einnahme von Neuroleptika zu einem verstärkten Blutdruckabfall führen.

Werden gleichzeitig Betha-Rezeptorenblocker eingenommen, kann dies eine verstärkte Aktivität der Hormone, die den Blutdruck regulieren, zur Folge haben. Zudem ist durch die zeitgleiche Einnahme von Diuretika und Minoxidil ein vermehrter Wasser- und Mineralstoffverlust möglich.

Aktualisiert: 27.10.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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