Gefährliche Nasendusche: Deshalb sollten Sie kein Leitungswasser verwenden

Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist gut, in den meisten Regionen kann Wasser bedenkenlos direkt aus dem Hahn getrunken werden. Doch was zum Durststillen geeignet ist, hat in der Nase nichts zu suchen: Amöben aus dem Wasserhahn können über die Nase aufgenommen zum Tod führen. Dieses Wasser eignet sich für die Nasendusche!

Frau verwendet eine Nasendusche
© Getty Images/AndreyPopov

Die Nasendusche ist ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältung und eine verstopfte Nase. Das Nasensekret kann dank der Spülung richtig abfließen, zudem werden die Schleimhäute angefeuchtet. Die meisten verwenden als Spüllösung lauwarmes Leitungswasser und Kochsalz, doch das kann verheerende Folgen haben.

Amöben im Wasserhahn: Hirnhautentzündung

Leitungswasser eignet sich zum Trinken und ist von besonders guter Qualität. Steril ist es jedoch nicht. Restkeime werden beim Trinken vom sauren Magensaft zerstört. Auf den Schleimhäuten der Nase ist dieser Schutz allerdings nicht gegeben, Erreger können so in den Körper gelangen, sich dort vermehren und großen Schaden anrichten.

Besonders groß ist die Gefahr bei Nasenduschen. Im Bakterienfilm in Rohren und Wasserhähnen finden sich gefährliche Erreger, sogenannte Amöben. Der Keim "Naegleria fowleri" kann eine Hirnhautentzündung auslösen.

Symptome sind hierbei:

Im Verlauf können Betroffene dann ins Koma fallen. Die von den Amöben ausgelöste Hirnhautentzündung führt häufig zum Tod.

Kein Leitungswasser für die Nasendusche

Wer der gefährlichen Hirnhautentzündung vorbeugen will, benutzt kein Wasser aus der Leitung oder kocht dieses zumindest vor der Nasenspülung einige Minuten lang ab. Der Keim ist nicht hitzebeständig. Auch kann eine Spüllösung oder destilliertes Wasser aus der Apotheke für die Nasendusche verwendet werden. Zudem kann ein Kohlenwasserstofffilter das Wasser von den gefährlichen Amöben befreien.

Aktualisiert: 04.11.2021
Autor*in: Olivia Romano, Medizinredakteurin