Zwetschge – das gesunde Obst im Spätsommer

Die Zwetschge schmeckt besonders im Spätsommer – in Süßspeisen, Chutneys oder als leckere Konfitüren, und auch in Saucen oder als Füllung eignet sich das Obst perfekt. Die Zwetschge wird im späten August und an warmen Septembertagen geerntet und ist meist im Zwetschgenkuchen oder "Zwetschgendatschi" an warmen Herbsttagen zu genießen.

Zwetschgen im Korb
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Das Obst ist nicht nur sehr lecker, es sorgt für einen gesunden Nebeneffekt und unterstützt den Körper besonders bei Verdauungsbeschwerden. Darum sollten Zwetschgen im Altweibersommer nicht fehlen.

Zwetschge – das gesunde Steinobst

Das blaue Steinobst mit der oval-länglichen Form und dem spitzen Kern kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken und bei Verdauungsbeschwerden unterstützen. So gesund ist die Zwetschge:

  • Die gesunde Frucht bei Verstopfung: Zwetschgen enthalten besonders viel Sorbit (Zuckeralkohol) und den löslichen Ballaststoff Pektin. Beide wirken verdauungsfördernd und helfen besonders bei Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. Gedörrte Zwetschgen in Kombination mit viel Wasser oder Pflaumensaft am Morgen helfen, die Darmwand zu stimulieren und Verdauungsbeschwerden zu reduzieren.
  • Zwetschge – der blaue Entzündungshemmer: Die Pflanzenfarbstoffe der Zwetschge, auch Flavonoide genannt, können Entzündungen wie Osteoporose oder Rheuma verbeugen. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken zudem antioxidativ und können so vorbeugend gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken.
  • Immunbooster im Spätsommer und Herbst: Die Zwetschge versorgt den Körper mit Vitamin C und dem Spurenelement Zink. Beide unterstützen das Immunsystem und können die Abwehrkräfte stärken. Vitamin C bindet freie Radikale und kann Entzündungen lindern. Zink kann den Körper zudem bei der Wundheilung unterstützen. Zwetschgen oder Zwetschgensaft sind ein beliebtes Hausmittel im Herbst, um das Immunsystem auf natürlichem Weg zu stärken.
  • Knochen-, Muskel- und Nervenfreund: Die Vitamine A, B, C und E sowie die wichtigen Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium unterstützen Muskel- und Nervenzellen und können Knochen und Blutgefäße sowie die Zellen stärken.

Das Steinobst ist zudem ein echter Herbstsnack. Mit nur 49 Kilokalorien pro 100 Gramm ist die Zwetschge eine süß-saure Abwechslung.

Vorsicht: Der übermäßige Verzehr kann auch abführend wirken und Durchfall verursachen, es wird empfohlen nicht mehr als 150 Gramm Zwetschgen pro Tag zu essen.

Zwetschge oder Pflaume? – Das ist der Unterschied

Zwetschgen haben eine längliche Form und sind meist kleiner als Pflaumen, das Fleisch der Zwetschgen ist fester und eignet sich daher perfekt zum Kochen und Backen. Während Zwetschgen meist im Spätsommer und Herbst Erntezeit haben, sind Pflaumen bereits im Sommer reif. Die Pflaume ist meist rundlich-oval, besitzt ein Fruchtnaht und ist süßer, saftiger und weicher als die Zwetschge.

Aktualisiert: 13.09.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin