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Themenspezial: Schlaf

In der Regel schlafen wir Menschen jede Nacht zwischen sechs und acht Stunden. Aber warum müssen wir überhaupt schlafen? Und was passiert während der Nacht mit uns? Noch sind nicht alle Geheimnisse des Schlafes gelöst, es steht jedoch fest, dass der Schlaf für uns Menschen eine lebenswichtige Funktion erfüllt.

Ist der Schlaf gestört, hat das meist unangenehme Folgen: Am nächsten Morgen fühlen wir uns müde und zerschlagen und sind nicht so leistungsfähig wie gewohnt. Langfristig können Schlafstörungen zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Magen-Darm-Problemen und Depressionen führen. Doch wodurch werden Schlafstörungen ausgelöst und was kann man gegen sie tun?

Wir haben in diesem Themenspezial verschiedenste Inhalte rund um das Thema Schlaf und Schlafstörungen für Sie zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Ist der beste Schlaf tatsächlich der vor Mitternacht?

"Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste!" lautet eine weit verbreitete Ansicht. Schlafforscher teilen diese nur bedingt. Auch wer nicht vor Mitternacht zur Ruhe kommt, braucht sich um einen gesunden Schlaf keine Sorgen zu machen. Wichtig ist nämlich nicht die Uhrzeit, sondern die Qualität des Schlafes. Tiefster Schlaf in der REM-Phase Nach dem jetzigen Stand der Schlafforschung ist der Schlaf in den ersten beiden Stunden, in der ersten REM-Phase (rapid eye movement), am tiefsten und intensivsten und hat somit die erholsamste Wirkung. Liegen diese zwei Stunden zeitlich vor Mitternacht ist der Schlaf tatsächlich am gesündesten. Wer dagegen erst um Mitternacht einschläft, erlebt den gesunden Schlaf nur später als die Lerchen, die früher das Licht löschen. Fazit Für das Erholungsgefühl am Morgen ist wohl die erste Hälfte des Nachtschlafes am wichtigsten, denn da hat man besonders viele Tiefschlafanteile. Ob diese erste Hälfte allerdings vor oder nach Mitternacht liegt, ist egal. Übrigens, wussten Sie schon… Wir verändern 20 bis 60 Mal während des Schlafes unsere Lage. Auch gute Schläfer wachen nachts auf. Etwa 30 Mal. Diese kurzen Wachepisoden beeinträchtigen den Erholungswert des Schlafes nicht. Die Deutschen schlafen - laut einer Studie - im Durchschnitt 7 Stunden und 8 Minuten. Der Wecker klingelt in der Regel um 6.23 Uhr 14 Prozent der Bundesbürger halten ein Mittagsschläfchen. 29 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Jeder Zehnte besitzt eine behandlungsbedürftige Schlafstörung. mehr

Darf man Schlafwandler aufwecken?

Schlafwandeln ist ein seltenes Phänomen. Etwa 15% der 5 bis 12-jährigen waren schon einmal vom Schlafwandel betroffen. Bis zur Pubertät sinkt der Anteil jedoch drastisch und im erwachsenen Alter kommt diese Form der Schlafstörung kaum noch vor. Was steckt dahinter und wie verhält man sich, wenn man einem Schlafwandler begegnet? Das Phänomen des Schlafwandelns gehört zu den so genannten Parasonien. Darunter versteht man abnormale Ereignisse während des Schlafs oder an der Schwelle zwischen Wachsein und Schlafen. Das Verhalten beim Schlafwandeln ist komplex. Ein einfaches Aufsitzen, was als "verwirrtes Aufwachen“ bezeichnet wird oder ein Gang durch die Wohnung können auftreten. Nach dem Aufwachen kann man sich meist an nichts mehr erinnern. Die "Schlafwandlerische Sicherheit" Landläufig besteht die Annahme, dass sich der Schlafwandelnde gut orientieren kann und sich in der Regel nicht selbst in Gefahr bringt. Forschungen belegen jedoch das Gegenteil. Die Koordination von Bewegungsabläufen ist äußerst schlecht. Häufig stolpert der Schlafwandler oder gerät ins Wanken. Das Geradeauslaufen stellt eine der größten Gefahren dar. Trotz geöffneter Augen, sieht der Schlafwandler nicht, ob sich etwas auf ihn zu bewegt. Hindernisse können ihm so Verletzungen zufügen. Außerdem besteht Absturzgefahr, da der Schlafwandler nicht bemerkt, wenn sein Weg endet. Wie sollte man sich verhalten, wenn man einem Schlafwandler begegnet? Ein Schlafwandler ist meistens nicht ansprechbar. Wenn er eine Antwort von sich gibt, artikuliert er sich schlecht. Man sollte versuchen, den Schlafwandler zurück in sein Bett zu lenken. Dabei muss unbedingt vermieden werden, ihn aufzuwecken. Er würde sich anderenfalls erschrecken und wäre verstört über seine aktuelle Situation. Bei Gefahr würde er voraussichtlich aus Schreck falsch reagieren. In den seltensten Fällen kommt es vor, dass ein Schlafwandler handgreiflich wird. Beim Zurückbringen des Schlafenden kommt es lediglich darauf an, ihn vor sich selbst zu schützen. Spielt der Mond beim Schlafwandel eine Rolle? Schlafwandeln wird auch als "Mondsüchtigkeit“ bezeichnet. Tatsächlich ist es so, dass der Schlafwandler dazu neigt, sich an einer Lichtquelle zu orientieren. Das kann der Mond sein oder ein beliebiges anderes Licht. Heute spielt der Mond vermutlich keine so große Rolle mehr, da er, in einer üblichen Wohngegend, ein Licht unter vielen ist. mehr