22 Tipps zur richtigen Nagelpflege

Pflege der Fingernägel © rawpixel

Viele Menschen schauen bei ihren Mitmenschen zuerst auf die Hände und Fingernägel. Umso wichtiger ist es, seine Nägel regelmäßig zu pflegen. Hier finden Sie 22 wertvolle Tipps zur Hand- und Nagelpflege. Mit diesen Tipps sind Sie auf dem neusten Stand, wie man seine Fingernägel richtig pflegen und reinigen kann.

1. Feilen statt schneiden

Schneidet man seine Fingernägel mit einer Schere, brechen sie leichter ab. Schonender ist es, die Nägel regelmäßig zu feilen. Möchte man dennoch lieber die Nägel schneiden, dann besser nicht mit einer Nagelschere, sondern mit einem Nagelknipser (Nagelclip) oder einer speziellen Nagelzange.

2. Metallfeilen meiden

Auch wenn Metallfeilen sehr lange halten, sollte man sie nur bei sehr harten Nägeln verwenden. Denn das Metall schleift die gekürzten Nägel nicht glatt, sondern raut sie auf – die Bruch- und Splittergefahr steigt.

3. Brüchige Nägel schonend feilen

Wenn man brüchige und splitternde Nägel hat, sollte eine weiche Feile verwendet werden, wie zum Beispiel eine Sandblattfeile, eine Mineralfeile oder eine Glasfeile. Nachteil: Sandblattfeilen halten nur für wenige Maniküren. Dabei gilt: Je feiner die Körnung des Feilblattes, desto schonender wird der Nagel gekürzt.

Zudem ist es ratsam, die Feile immer nur in eine Richtung zu bewegen, um den Nagel nicht aufzurauen.

4. Breite Nägel schmal feilen

Breite Fingernägel kann man optisch verschmälern, indem man sie in eine ovale Form feilt. Diese streckt den Nagel, sodass er schmaler wirkt.

5. Den Nagel und das Nagelbett richtig pflegen

Für gesunde Nägel kann man regelmäßig Nagelöl oder eine Nagelcreme mit kreisenden Bewegungen auf den Nagel und um das Nagelbett einreiben. Dies schützt den Nagel und die Nagelhaut vor dem Austrocknen und Einreißen.

6. Hausmittel für eine natürliche Hand- und Nagelpflege

Wer eine günstige Alternative zu teuren Pflegeprodukten oder zu einer kostspieligen Maniküre sucht, kann sich einfach selbst helfen. Denn für die Pflege der Hände und Fingernägel gibt es praktische Hausmittel:

  • Zitronensaft: Der Saft einer Zitrone wirkt nicht nur gegen verfärbte Nägel. Das Einreiben der Hände mit der Innenseite einer Zitronenschale macht zudem die Hände weicher und wirkt hautreinigend. Achtung: Die saure Flüssigkeit nur in geringen Dosen auftragen.
  • Vaseline, Olivenöl oder Glycerin: Für mehr Glanz der Fingernägel und für eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr der Hände diese morgens und abends mit einem der genannten Produkte einreiben.
  • Rizinusöl: Weichen und brüchigen Fingernägeln können Sie mit einem Teelöffel Rizinusöl vorbeugen. Das Öl mit etwas Zitronensaft vermischen und auf die Finger sowie das Nagelbett auftragen. Die Nägel werden dadurch fester.
  • Gummihandschuhe beim Putzen: Um raue Haut und brüchige Nägel durch chemikalienhaltige Reinigungsmittel zu vermeiden, sollten Sie beim Putzen immer Gummihandschuhe tragen.

7. Weiche Nägel

Weichen Nägeln kann man mit einem Nagelhärter entgegenwirken. Dieser härtet die Nägel, schützt und versiegelt sie durch pflegende Inhaltsstoffe. Die Flüssigkeit jedoch nur auf den vorderen Teil des Nagels auftragen, damit der untere Nagel seine Elastizität behält.

8. Nagelhaut richtig zurückschieben

Die Nagelhaut sollte nur mit einem Watte- oder einem Rosenholzstäbchen vorsichtig und sanft nach hinten geschoben werden. Auf keinen Fall sollte die man Nagelhaut mit einer Schere schneiden, da das zu Verletzungen und Entzündungen führen kann.

Tipp: Weicht man die Fingernägel zuvor mit Wasser oder einem Nagelhautentferner ein, lässt sich die Nagelhaut leichter zurückschieben.

9. Vor dem Lackieren

Es ist ratsam, vor dem Lackieren der Nägel weder baden zu gehen noch sich die Hände einzucremen. Denn die Nägel quellen durch Wasser auf und ziehen sich beim Trockenwerden wieder zusammen, wodurch der aufgetragene Lack schnell wieder abblättert.

Auch sollte man die Nägel entfetten, da der Lack sonst nicht haften bleibt. Dazu eignen sich Lackentferner oder Alkohol. Zudem sollte man mögliche Nagellackreste erst vollständig entfernen, bevor man neuen Lack aufträgt.

10. Schadet Nagellack?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Einige behaupten, Nagellack bewahrt den Nagel vor dem Austrocknen und schützt vor äußeren Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Putzmitteln oder anderen Chemikalien.

Andere sind hingegen der Meinung, dass sich durch das häufige Auftragen von Nagellack die Nägel gelblich verfärben, da keine Luft an diese kommt. Zudem ist nachgewiesen, dass einige Nagellacke krebserregende Schadstoffe oder allergieauslösende Zusatzstoffe enthalten.

Verwendet man jedoch in Maßen Nagellack aus qualitätsgeprüfter, zertifizierter Naturkosmetik, besteht keine Gefahr für die Gesundheit der Nägel.

11. Nagellack richtig entfernen

Beim Entfernen von Nagellack ist es wichtig, den Lack stets vom Nagelbett ausgehend nach oben zur Nagelspitze zu entfernen und nicht andersherum. Denn sonst können Reste vom Lack unter die Nagelhaut gelangen und Entzündungen hervorrufen.

Darüber hinaus sollte man Nagellack immer bei geöffnetem Fenster entfernen. So ziehen die Dämpfe der Lösemittel besser ab.

Zudem empfiehlt es sich, kleinflächig zu arbeiten. Das bedeutet, dass man Nagellackentferner wirklich nur auf dem Nagel anwenden und die umliegende Haut aussparen sollte.

12. Gibt es einen pflegenden/ schonenden Nagellackentferner?

Dass acetonhaltige Nagellackentferner den Nägeln schaden, ist bekannt. Doch auch acetonfreie Entferner sind keine Pflegeprodukte. Sie alle enthalten Lösemittel, die den Nagel und die Haut entfetten. Daher ist es ratsam, sich nach dem Nagellackentfernen immer die Hände mit einer fettenden Creme einzureiben.

13. Was tun bei Rillen in den Nägeln?

Längs- oder Querrillen im Nagel treten häufig besonders an den Füßen auf, können aber auch bei Fingernägeln vorkommen. Bewährt hat sich in diesem Fall neben zusätzlicher Pflege ein sogenannter Ridge-Filler (Rillenfüller).

Dieser ist eine Art Nagellack, der in unebene Stellen im Nagel hineinfließt und sie somit optisch ebnet. Viele Rillenfüller enthalten pflegende Nährstoffe.

14. Unterlack als Nagelgrundierung

Bevor man Nagellack aufträgt, sollte man einen Unterlack oder einen Rillenfüller auftragen. Beide Methoden sorgen für eine ebenmäßige Nageloberfläche, sodass der Lack sich gleichmäßiger verteilen kann und besser hält.

Darüber hinaus schützt ein Unterlack vor Verfärbungen der Nägel durch den Lack. Zu beachten ist jedoch, dass der Unterlack beziehungsweise der Rillenfüller erst vollständig getrocknet sein muss, bevor der eigentliche Nagellack aufgetragen werden kann.

15. Mit dem Daumen beginnen

Beim Lackieren der Nägel ist es vorteilhaft, immer zuerst den Daumen zu lackieren, da er aufgrund seiner großen Fläche am längsten zum Trocknen braucht.

16. Wie man Nagellack am besten aufbewahrt

Damit Nagellack nicht austrocknet, sollte man ihn nach dem Gebrauch fest verschließen. Wichtig ist jedoch, den Verschluss gut zu säubern, da er sonst verkleben kann und sich dann schwer öffnen lässt.

Als Aufbewahrungsort eigenen sich dunkle und kühle Räume. Damit ist aber keineswegs der Kühlschrank gemeint! Dort kühlt der Lack zu stark aus, er wird zähflüssig und splittert frühzeitig wieder ab.

17. Was tun, wenn der Verschluss des Nagellacks verklebt ist?

Ist das Gewinde oder der Verschluss eines Nagellacks verklebt, kann man ihn unter fließend heißes Wasser halten. Danach lässt er sich wieder leicht öffnen. Besser ist es natürlich, den Verschluss nach jedem Gebrauch mit Nagellackentferner zu säubern.

18. Was hilft bei zähflüssigem Nagellack?

Dickflüssig gewordenen Nagellack kann man mit einem Lackverdünner wieder verflüssigen. Auch das Beimischen von dünnflüssigem Klarlack kann den Nagellack wieder in einen flüssigen Zustand versetzen.

Auf keinen Fall eignet sich dazu Nagellackentferner, da dieser die Struktur des Lacks zerstört und so die Qualität erheblich mindert.

19. Schnelles Trocknen für Eilige

Lackierte Nägel trocknen nicht schneller, wenn man sie anhaucht und anpustet – im Gegenteil: Durch die Feuchtigkeit im Atem trocknet der Lack schlechter. Auch vom Föhnen der Nägel oder Herumwedeln der Hände ist abzuraten, da die Luftstöße Wellen im Lack verursachen.

Für schnelles Trocknen eignen sich:

  • extra schnell trocknender Sekunden-Nagellack
  • spezielle Trockensprays
  • Schnelltrockner-Tropfen

20. Schlanke Nägel

Breite Fingernägel wirken optisch schmaler, wenn beim Lackieren ein dünner Streifen an den äußeren Seiten des Nagels ausgespart wird.

21. Sind künstliche Nägel schädlich?

Egal ob Gelnägel oder Kunststoffblenden – den echten Fingernägeln tun diese künstlichen Exemplare auf Dauer nicht gut. Denn wenn kein Sauerstoff mehr an den Nagel gelangt, wird dieser immer weicher und poröser und kann das Nagelbett nicht mehr vor Keimen schützen.

Darüber hinaus können sich zwischen echtem und künstlichem Nagel Hohlräume bilden, in die Pilze und Bakterien eindringen können. Diese können Nagelpilz, Verfärbungen oder Infektionen des Nagels beziehungsweise des Nagelbettes hervorrufen.

Auch kann eine Kontaktallergie auftreten, die durch eine rötliche, juckende und Bläschen bildende Haut um den Nagel gekennzeichnet ist.

22. Pflege für Nägel bei Nägelkauen

Einige Menschen kauen bei Stress oder Nervosität an den Fingernägeln. Das sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern kann auch zu Verletzungen und Entzündungen führen.

Das Auftragen einer speziellen, mit Bitterstoffen versetzten Flüssigkeit aus der Apotheke kann hier Abhilfe schaffen. Durch den bitteren Geschmack wird man sich seiner schlechten Angewohnheit bewusst und hört mit dem Kauen auf.

Aktualisiert: 08.02.2018 – Autor: Nadja Weber

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