Ist Ihre Haut winterfest?

Frau mit schöner Haut im Winter
© lightstargod

Kaum ein Organ wird im Winter so sehr strapaziert wie die Haut. Die trockene Luft in den Räumen setzt ihr ebenso zu wie frostige Winde. In den kalten Monaten muss man sie vor Wärme- und Feuchtigkeitsverlust schützen, sonst können Entzündungen und Ekzeme entstehen. Wenn einem der kalte Wind so richtig um die Ohren pfeift, leiden besonders Gesicht und Hände. Tipp: Ein Molkebad regeneriert strapazierte Winterhaut.

Haut bei Kälte anfälliger

Schon bei Außentemperaturen ab acht Grad plus wird die Haut empfindlicher, denn sie stellt bei niedrigen Temperaturen ihren Selbstschutz, die Talgproduktion, fast ganz ein. Ein natürlicher Schutzfilm entfällt. Gesicht und Hände leiden - die Haut spannt, wird rissig und ist anfällig für Hautkrankheiten wie Ekzeme, Schuppenflechte oder gar Neurodermitis; Viren und Pilze können sich ausbreiten.

Wechselt man von kalter zu warmer Luft, öffnen sich die Poren und die Haut gibt viel Feuchtigkeit ab. Die roten Wangen sind dann nicht etwa ein Zeichen von strahlender Gesundheit, sondern eine heftige Reaktion, nicht selten begleitet von Juckreiz.

Fettcreme schützt die Haut

Seit Jahrtausenden schützen die Menschen in den kalten Regionen der Erde ihre Haut mit Fett. Gut eingecremt können ihr Kälte, Wind und Trockenheit nicht mehr so viel anhaben. Besonders ältere Menschen, deren Haut wesentlich trockener als die von Kindern ist, brauchen diesen Schutz.

Frauen, die im Sommer auf eine feuchtigkeitsspendende Emulsion schwören, sollten unbedingt im Winter zu einer fetthaltigeren Creme wechseln. Alkohol- oder seifenhaltige Reinigungsprodukte sind aggressiv, besser eignen sich seifenfreie Waschlotionen.

Winterliche Hautpflege für empfindliche Haut

Nach jedem Waschen sollte man die Haut eincremen. Für empfindliche Haut sind Produkte, die den Inhaltsstoff Dexpanthenol enthalten, besonders geeignet, da sie die Regeneration der Haut beschleunigen. Gut geeignet sind auch Cremes, die Harnstoff enthalten: Harnstoff bindet die Hautfeuchtigkeit.

Gerbstoffhaltige Lotionen wiederum wirken gegen den Juckreiz. Hier sollte man sich mit seinem Arzt oder Apotheker beraten. Frauen brauchen auf Make-up nicht zu verzichten, denn ein gutes fetthaltiges Pflege-Make-up schützt die Haut.

Vorsicht beim Wintersport

Noch extremeren Bedingungen ist die Haut beim Wintersport ausgesetzt: Die an sich schon niedrigen Temperaturen werden beim schnellen Abfahrtslauf als noch kälter empfunden und der Fahrtwind senkt die Hauttemperatur weiter ab.

Hinzu kommt eine starke UV-Strahlung im Hochgebirge. Der Schnee wiederum reflektiert die Sonnenstrahlen. Hier sind ein starkes Sonnenschutzmittel (ab Sonnenschutzfaktor 16) oder gar ein UV-Blocker nötig. Wichtig ist auch der Schutz der Lippen mit einem Sunblocker.

Molke als natürliches Pflegemittel

Bäder aus Eselsmilch waren im alten Rom sehr beliebt. Der Legende nach hat auch Kleopatra darin gebadet. Wesentlich preiswerter sind Molkebäder, denn Molke eignet sich hervorragend zur Hautpflege. Regelmäßige Bäder und Waschungen mit Süßmolke sind natürliche Mittel für den ganzen Körper. Sauermolke ist ideal bei Ekzemen und Hautentzündungen. Die Milchsäure schützt als Bestandteil des Säureschutzmantels die äußere Hautschicht vor Bakterien und Keimen. Die Haut wird belebt, gereinigt und vor dem Austrocknen bewahrt, da die Milchsäure Wasser binden kann.

Zwei bis drei Liter Molke oder 300 g Molkenpulver reichen für ein Pflegebad mit einer Badetemperatur von ca. 37 Grad aus. Seife und Shampoo darf man dabei allerdings nicht benutzen. Nach dem Bad sollte der Molkefilm auf der Haut trocknen. Mit etwas reiner Molke auf einem Wattepad kann man auch die Gesichtshaut pflegen. Molkepulver und Bademischungen mit Molke bekommt man fertig in Apotheken und Reformhäusern.

Aktualisiert: 13.01.2017
Autor*in: bo

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?