Warum schwitzen wir?

Schwitzende Frau © rawpixel

Hitze, Angst oder körperliche Anstrengung: wird der Mensch gefordert, bricht ihm unweigerlich der Schweiß aus. Zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen sind in der Haut verteilt und sondern – auch bei völliger Ruhe und in gleichmäßigem Klima – täglich zwischen einem halben und einem Liter Schweiß ab. Dabei ist die Dichte der Schweißdrüsen an den Fußsohlen mit 620 Drüsen pro cm2 am höchsten, an den Unterschenkeln mit etwa 120 Drüsen pro cm2 am geringsten.

Im Schweiße des Angesichts

Hauptaufgabe des Schwitzens ist die Kühlung unseres Körpers. Doch auch zur Bekämpfung schädlicher Keime oder zum Aufbau des Säureschutzmantels der Haut leistet das Sekret der Schweißdrüsen wertvolle Dienste. Übrigens: Schweiß besteht zu 99 % aus geruchlosem Wasser. Dass der Schweiß bisweilen riecht, liegt an Hunderten von Stoffwechselprodukten wie Sexualhormonen, Fettsäuren und vielen anderen Mikroorganismen. Sie nämlich wandeln die geruchlosen Substanzen in Duftstoffe um.

Aufgaben

  • Kühlung: Verdunstet Schweiß, wird der Haut und den darin liegenden Blutgefäßen Wärme entzogen.
  • Mineralstoffhaushalt: Beim Schwitzen scheidet der Mensch Kochsalz, aber auch Stoffe wie Kalzium und Magnesium aus.
  • Immunabwehr: Bestimmte Immunglobuline im Drüsensekret bekämpfen schädliche Keime und neutralisieren deren Giftstoffe.
  • Säureschutzmantel: Schweiß erzeugt auf der Haut ein saures Milieu (ph-Wert um 5).Er hemmt das Wachstum von Mikroben.
  • Duftstoffproduktion: Neben den eigentlichen Schweißdrüsen sitzen an den Haarwurzeln spezielle Duftdrüsen. Sie sondern vor allem bei emotionaler Erregung wie Wut oder Angst Geruchsstoffe ab.

Aktualisiert: 06.03.2018

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