Welches ist die härteste Substanz im menschlichen Körper?

Der Zahnschmelz - die oberste Schicht des Zahns - ist die härteste Substanz im menschlichen Körper. Diese dünne Schicht wird von speziellen Zellen, den Adamantoblasten, gebildet und überzieht die Zahnkrone. Der Schmelz besteht aus faserartigen Prismen des seltenen Minerals Hydroxylapatit. Während der Reifung des Zahns verliert der Schmelz Wasser und organische Bestandteile, stattdessen werden Mineralien wie z.B. Kalzium eingelagert. Fluoride verhärten den Schmelz weiter und erhöhen seine Widerstandskraft gegenüber Säuren.

Gefahr für den Zahnschmelz

  • Säuren, die von Bakterien abgesondert werden und sich im Zahnbelag befinden oder in feinen Rissen des Zahns festsetzen. Sie greifen den Zahn an und lösen Kalzium und Phosphate aus dem Mineralverband des Zahnschmelzes heraus. Der Schmelz wird dadurch porös, die Säuren können weiter eindringen und der Zahn wird auch in tieferen Schichten geschädigt. Es entsteht Karies, eine irreversible Zerstörung der Zahnsubstanz.
  • Häufiger Kontakt mit Säuren z. B. in Erfrischungsgetränken. Viele Erfrischungsgetränke enthalten Zitronensäure, die ebenfalls den Zahnschmelz angreift. In der Folge bilden sich Erosionen, Karies-ähnliche Zerstörungen des Zahns, die auch durch den Speichel und die darin enthaltenen Bestandteile nicht vollständig ausgeglichen werden können.
  • Überintensives Zähneputzen
  • Zahnschmelz kann beim Beißen auf feste Gegenständer zerspringen.
  • Da der Zahnschmelz nicht mehr neu gebildet werden kann, bleibt ein Verlust zeitlebens.

Vorsorge

Neben einer Umstellung der Ernährung können Erosions- oder Kariesschäden besonders im Entstehungsstadium durch die Verwendung z.B. einer fluoridhaltigen Zahncreme bekämpft werden. Wichtig ist aber auch eine richtige Zahnputztechnik. Wenn die Zähne nach dem Säureschub auch noch mit viel Kraft geschrubbt werden, verstärkt dies den Abrieb der oberen Zahnschichten, die durch die Säuren porös geworden sind. Stattdessen empfiehlt es sich, den Mund z.B. mit Wasser oder Milch auszuspülen, um die Säure zu verdünnen und den Ersatz der heraus gelösten Mineralien zu beschleunigen.

Aktualisiert: 06.11.2017

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