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Ist Zucker wirklich ein Nährstoffräuber?

Zucker-Würfel © istockphoto, YelenaYemchuk

Zuckerhaltige Lebensmittel sollte man in Maßen genießen, denn Zucker liefert zwar viele Kalorien, aber keine lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Häufig hört man die Behauptung, dass Zucker darüber hinaus dem Körper Vitamine und Mineralstoffe entzieht.

Aber stimmt das wirklich?

Insbesondere Vitamin B1 und Calcium sollen bei hohem Zuckerkonsum vermehrt verbraucht werden. Tatsächlich ist Vitamin B1 im Stoffwechsel am Zuckerabbau beteiligt. Es wirkt als Coenzym katalytisch, das heißt, es wird dabei nicht verbraucht, sondern steht nach der Regeneration erneut für den Energiestoffwechsel zur Verfügung. Dabei hat es keine Bedeutung, ob die Zuckerbausteine aus normalem Haushaltszucker stammen oder aus den Kohlenhydraten des Brotes.

Auch das Gerücht, Zucker führe zu einer Entkalkung der Knochen, ist nicht haltbar. Untersuchungen konnten belegen, dass der Konsum von Zucker nicht zu einem Mangel bestimmter Vitamine und Mineralstoffe führt. Von einer übermäßigen Zufuhr zuckerreicher Speisen wird dennoch abgeraten. Stehen zu viele Süßigkeiten auf dem Speiseplan, ist für Gesundes möglicherweise kein Platz mehr.

Tipps

  • Genießen Sie Süßigkeiten und Zucker in Maßen. Insbesondere Süßigkeiten, die gleichzeitig einen hohen Fettgehalt aufweisen (z. B. Schokolade) sollten nur in kleinen Mengen verzehrt werden.
  • Naschen Sie mit Genuss, aber nur eine kleine Portion pro Tag (z. B. ein Riegel Schokolade, ein kleines Gebäckstückchen).
  • Für die Lust auf Süßes bieten sich auch folgende Lebensmittel an: getrocknete Früchte (Rosinen, Apfelringe, Bananenchips, Feigen, etc.) und frische süße Früchte (Ananas, Papaya, Mango, Erdbeeren, Weintrauben, Mandarinen).
  • Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich mit einem hohen Anteil pflanzlicher Kost. So erhalten Sie alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge.

Aktualisiert: 18.05.2012

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