Warum knurrt der Magen bei Hunger?

Knurrender Magen © istockphoto, kaarsten

Der Mensch kann zwar rund einen Monat ohne Nahrung überleben, aber nur maximal fünf bis sieben Tage ohne zu trinken. Trotzdem meldet sich ein leerer Magen sehr schnell laut und hörbar. Wenn es ums Essen geht, redet der Magen also mit. Und: Er „redet" vor allem, wenn es nichts zu essen gibt.

Was passiert?

Die Nahrung kommt durch die Speiseröhre in den Magen. Dort wird sie mit Magensäften vermischt und zu einem Speisebrei verflüssigt. Immer und immer wieder wird sie von den kräftigen Magenmuskeln durchgeknetet, um die Nährstoffe herauszulösen und mit den Magensäften zu vermischen.

Ist der Magen nun so gut wie leer, zieht er sich zusammen und durch den Magenausgang wird Luft in den Darm gepresst. Dies geht nicht ohne Geräusche vor sich – der Magen knurrt. Das Magenknurren ist ein meist deutlich zu vernehmendes brummelndes Geräusch aus der Bauchgegend.

Obwohl man von Magenknurren spricht, können diese Geräusche nicht nur im Magen, sondern auch im Dünndarm oder tiefer gelegenen Darmabschnitten entstehen.

Enterales Nervensystem

Der Magen-Darm-Trakt besitzt ein eigenständiges Nervensystem, das so genannte enterale Nervensystem. Dieses steuert die typischen Bewegungen – nämlich die Kontraktionen in der Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Deshalb kann auch ein voller Magen mit lautem Grummeln melden. Denn es handelt sich – genau genommen – um Darmgeräusche, die von der Darmbewegung und der Verarbeitung des Speisebreis herrühren.

Das bedeutet: Magenknurren und Darmgrummeln sind völlig natürliche und normale Ereignisse.

Aktualisiert: 06.03.2018

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