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Was bedeutet das Wort "Vitamine"?

Der Name "Vitamin" wurde 1912 von dem polnischen Biochemiker Casimir Funk (1884 - 1967) geprägt. Vita kommt aus dem lateinischen und bedeutet Leben. Amine sind Derivate des Ammoniaks.

Skorbut - die Krankheit der Seefahrer

Schon im Mittelalter war die Krankheit Skorbut bekannt, die häufig bei Seeleuten in Erscheinung trat und die durch den Verzehr von Obst und Gemüse geheilt werden konnte. Demnach wusste man, dass es sich um eine ernährungsbedingte Krankheit handelte, aber das Wort Vitamine war damals noch ein Fremdwort.

Lebens-Amine

1886 wurde der holländische Arzt Christiaan Eijkman (1858 - 1930) nach Java, Indonesien geschickt, um dort eine Erkrankung zu studieren, die heute als Beri- Beri Krankheit bezeichnet wird. Eijkman vermutete richtig, dass es sich um eine Mangelerkrankung handelte, konnte aber nicht klären, welche Nahrungsbestandteile verantwortlich waren.

Später gelangten Casimir Funk und Frederick Cowland Hopkins (1861 - 1947) zu der Annahme, dass es sich sowohl bei Beri- Beri als auch bei Skorbut um einen Mangel an einem Nahrungsbestandteil handelt, der nur in geringen Mengen benötigt wird. Bei Beri- Beri ist die Ursache ein Mangel an Thiamin (Vitamin B1).

Funk gab diesen Nahrungsbestandteilen, von denen nur ganz geringe Mengen benötigt werden, den Namen Vitamine". Übersetzt "Lebens-Amine. Funk nahm an, dass es sich bei den Vitaminen um eine einheitliche Stoffgruppe handelt.

Englischer Perfektionismus

Da Vitamine aber keinesfalls eine homogene Stoffgruppe sind, wurde der Begriff - zumindest im englischen Sprachraum, umbenannt. Von "vitamines" zu "vitamins". Jetzt fehlt den Vitaminen im Englischen das "e". Zwar steht am Ende immer noch das Wort "Amin", doch deutet es so nicht mehr auf die Stoffgruppe der Amine hin.

Wir jedoch bleiben weiterhin bei unseren "Vitaminen". Bleibt zu hoffen, dass sie trotzdem noch wirken...

Aktualisiert: 30.04.2012

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