Was ist eine Refluxerkrankung?

Reflux kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückfluss. Gemeint ist damit meist der Rückfluss von Magensäure oder Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophageale Refluxerkrankung). Die rückfließende Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre. Das macht sich durch brennende Schmerzen hinter dem Brustbein bemerkbar, die auch als Sodbrennen bezeichnet werden, und bis zum Hals und Oberbauch ausstrahlen können. Es kann zu Entzündungen der Speiseröhre kommen. Als Ursache wird eine Funktionsstörung des Muskels angesehen, der die Speiseröhre im unteren Teil umgibt. Seine Aufgabe ist es, die Speiseröhre zwischen den Mahlzeiten zum Magen hin zu verschließen und somit den Rückfluss des Mageninhalts zu verhindern. Funktioniert dieser Schließmechanismus nicht richtig, gelangt Magensäure in die Speiseröhre – mit den eben beschriebenen Folgen.

Ernährung bei Refluxerkrankung

Eine Umstellung der Lebensgewohnheiten bewirkt meistens eine enorme Erleichterung. Leichte Symptome lassen sich in der Regel dadurch in den Griff bekommen, in den anderen Fällen vermindern sie die Beschwerden beträchtlich:

  • Vier bis sechs kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große. Das letzte Essen am Tag sollte knapp ausfallen und drei Stunden vor der Bettruhe eingenommen werden.
  • Kleine, eiweißreiche Mahlzeiten haben einen günstigen Einfluss auf den Schließmechanismus, wie zum Beispiel Naturjoghurt, Rührei oder magerer Fisch. Fett- und zuckerreiche Speisen hingegen beeinträchtigen den Schließmechanismus.
  • Betroffene sollten keinen Alkohol trinken, vor allem abends. Denn Alkohol schwächt den Speiseröhren-Muskel. Aus demselben Grund sind auch zu meiden: Süßigkeiten (besonders Schokolade), süße Getränke, Kaffee, schwarzer Tee, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte und Nikotin. Fettreiche Speisen, zum Beispiel fette Fleisch-, Fisch-, und Käsesorten, Frittiertes, Chips, Mayonnaise oder Sahnesoßen sollten durch die fettarmen Varianten ersetzt werden, beispielsweise durch mageres, gedünstetes Fleisch, fettarme Käsesorten und Milchprodukte und so weiter.
  • Menschen mit Übergewicht sollten versuchen, ihr Normalgewicht zu erreichen. Denn die überzähligen Pfunde erhöhen den Druck im Bauch – im Liegen kann das dazu führen, dass der Mageninhalt leichter nach oben "gedrückt" wird.

Stärkere oder länger anhaltende Beschwerden müssen ernst genommen und ärztlich behandelt werden. Denn es könnten sich Geschwüre bilden wie auch Narben, die die Speiseröhre verengen. Noch ein Tipp für die Nacht: Schlafen mit erhöhtem Oberkörper verhindert oder mindert den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre.

Aktualisiert: 25.09.2018 - Autor: efg

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