Was sind Hühneraugen?

Hühnerauge am Fuß © istockphoto, Suze777

Nein, bei einem Hühnerauge (Klavus oder Clavus) handelt sich nicht um ein drittes Auge, das plötzlich auf der Hand oder dem Fuß wächst. Vielmehr sind Hühneraugen zapfenförmige Verdickungen der Hornhaut, die nach innen wachsen. Im Zentrum dieser runden Hornhautwucherung befindet sich meist ein gelblicher Hornkeil, der glasig durchscheint und so wie die Pupille eines kleinen Auges aussieht.

Hühneraugen selbst entfernen?

Je tiefer der Hornkeil ins Gewebe reicht, desto schmerzhafter ist das Hühnerauge. Da die Hornhaut bei einem Hühnerauge mit der Zeit immer tiefer ins Gewebe wächst, sollte die Wucherung so früh wie möglich behandelt werden. Grundsätzlich sollten Menschen, die zu Hühneraugen neigen, vorbeugend auf eine gute Fußpflege achten und regelmäßig die Hornhaut entfernen. Dazu zählen Diabetiker oder Personen, die an Durchblutungsstörungen, Arthrose oder Senk- und Spreizfuß leiden.

Kommt es dennoch zu Hühneraugen, reicht in frühen Stadien meist eine Behandlung mit Hühneraugenpflastern oder Tinkturen aus der Apotheke, die Salicylsäure enthalten. Ist das Hühnerauge bereits tief ins Gewebe eingedrungen, ist oft ein Arztbesuch, manchmal sogar ein chirurgischer Eingriff, unumgänglich. Um Hühneraugen zu behandeln, eignen sich auch Hausmittel wie Zitronensaft, Zwiebelscheiben und Essig.  

Wie entstehen Hühneraugen?

Da sich Hühneraugen aus Hornhaut entwickeln, entstehen sie meist an Stellen, an denen Knochen oder fester Stoff gegen die Haut reiben, also seitlich an den Zehen, an den Zehengelenken und den Fingergelenken. Durch zu enges oder falsches Schuhwerk und mangelhafte Fußpflege kann die Hornhaut immer dicker werden und so zu Hühneraugen wuchern. Abhilfe schafft meist schon das regelmäßige Entfernen der Hornhaut mit einem Bimsstein oder bei der professionellen Fußpflege.

Hühnerauge oder Warze?

Hühneraugen werden oft mit Warzen verwechselt. Dabei ist die Unterscheidung eigentlich ganz einfach: Hühneraugen haben meist eine glatte Oberfläche, da sie eher in die Tiefe des Gewebes wachsen. Außerdem schmerzen Sie meist auf Druck. Warzen hingegen wachsen in der Regel nach oben und zeigen sich als deutliche Erhebung auf der Haut. Warzen verursachen teils gar keinen, teils einen juckenden Schmerz. Im Gegensatz zu Hühneraugen haben Warzen keine „Pupille“, also keinen gelben, durchscheinenden Kern.

Auch in der Entstehungsform unterscheiden sich Warzen und Hühneraugen deutlich: Während Warzen durch Virusinfektionen hervorgerufen werden, entstehen Hühneraugen durch Reibung und Hornhautverdickung.

Aktualisiert: 06.03.2018

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