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Was bedeutet eigentlich Orthopädie?

Orthopädie setzt sich aus den beiden Wortteilen "ortho" sowie "pädie" zusammen, was soviel bedeutet wie "aufrecht" und "erziehen". Nach dem Wortsinn ist Orthopädie also die Erziehung zum aufrechten Gang. Die Orthopädie bezeichnet das Gebiet der Medizin, das sich mit dem Stütz- und Bewegungsapparat befasst – der Teil unseres Körpers, der uns erst den aufrechten Gang ermöglicht.

Der Stütz- und Bewegungsapparat

Zum Stütz- und Bewegungsapparat gehören im Wesentlichen das Skelett bzw. die Knochen, die Gelenke, die Sehnen und die Muskeln.

Dieser Stütz- und Bewegungsapparat ist ein erstaunliches Gebilde: Die Knochen sind hart wie Stahl aber leicht wie Aluminium. Auf sie entfallen nur etwa 12 Prozent des Körpergewichtes. Interessanterweise bauen die Knochen sich ständig um. Das bedeutet, Knochenmasse wird ständig ab- und neue wieder aufgebaut. Während in der Jugend der Aufbau dominiert, überwiegt mit zunehmendem Alter der Abbau der Knochenmasse.

Entwicklung der Knochenmasse in den verschiedenen Lebensabschnitten

Hier sehen Sie, wie sich die Knochenmasse in den verschiedenen Lebensabschnitten entwickelt:

  • 0 bis 25 Jahre: Aufbau von Knochenmasse. Maximum ist mit etwa 25 Jahren erreicht
  • 25 bis 35 Jahre: Knochenmasse bleibt konstant
  • 35 bis etwa 45 Jahre: Abbau von etwa 0,5 – 1 % Knochenmasse/Jahr
  • Ab etwa 45 Jahre: Abbau von etwa 1 bis 2 % Knochenmasse/ Jahr

Unser Stütz- und Bewegungsapparat umfasst mehr als 100 Gelenke, 206 Knochen und 656 Muskeln. Die Gelenke schaffen eine bewegliche Verbindung zwischen den Knochen. Ihre Konstruktion, mit all den Zwischenscheiben, Membranen, Schleimbeuteln und der automatisch gesteuerten Absonderung von Gelenkschmiere, lässt einen unwillkürlich an eine High-Tech-Konstruktion denken. Die Muskeln liefern die Kraft zur Bewegung der Gelenke, und starke Sehnen übernehmen sie Kraftanstrengung.

Aktualisiert: 09.09.2016

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