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Sind Menschen morgens länger als abends?

Menschen sind morgens tatsächlich minimal länger als abends. Das liegt an den Bandscheiben, die tagsüber etwas nachgeben, und sich nachts wieder ausdehnen. Im Laufe des Tages werden die Bandscheiben durch die Belastung "ausgequetscht" und flachen dadurch ab. Im Liegen saugen sich die Bandscheiben mit Wasser voll, wodurch sie dicker werden. Deshalb "wachsen wir über Nacht" und sind morgens bis zu zwei Zentimeter größer als abends.

Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen Wirbeln, die etwa ringartig aufgebaut sind. Sie liegen übereinander, getrennt durch sehr elastische Kissen. Diese Kissen sind die Bandscheiben. Sie bestehen aus einer gel-artigen Substanz, umgeben von faserigen Strängen und sind mit Bändern umgeben, die mit den Wirbelknochen verhaftet sind. Die Bandscheiben können sich, ähnlich wie Schwämme, mit Wasser vollsaugen.

Das "Loch" des Ringes ergibt in den übereinander aufgebauten Wirbeln den Kanal für den Hauptnervenstrang. Die Bandscheiben sind an der Formierung des Zwischenwirbelloches beteiligt, durch die die Nerven den Schutz der Wirbelsäule verlassen und zu anderen Teilen des Körpers gehen.

Was ist die Funktion der Bandscheibe?

Wie eine tragende Säule in der Mitte eines Gebäudes, so tragen die Wirbel und die Bandscheiben (also die Wirbelsäule) einen großen Teil des Körpergewichts. Das Gewicht wird natürlich von oben nach unten immer größer und deshalb werden auch die Wirbel und Bandscheiben von oben nach unten gesehen größer und stärker.

Die Bandscheiben ermöglichen es der Wirbelsäule, sich zu beugen und zu drehen - im Normalfall ohne Schmerzen. Ohne die Bandscheiben würden die Wirbelknochen aufeinander mahlen. Bandscheiben geben uns auch, im ganzen gesehen, mehr als 30 cm unserer Größe. Wenn der Mensch älter wird, scheint es, als ob er zusammenschrumpfe, da die Bandscheiben dünner werden.

Aktualisiert: 23.10.2015

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