Aubergine (Solanum melongena)

Auberginen © iStock.com/Magone

Die Aubergine, auch Solanum melongena oder Eierfrucht, ist ein Nachtschattengewächs und beliebter Bestandteil unserer Ernährung. Es gibt zahlreiche Rezepte mit Auberginen. Typisch für die mediterrane und orientalische Küche, ist die Verwendung von Auberginen sehr vielfältig und die Zubereitung relativ einfach. Doch auch für die Gesundheit kann die Aubergine eine Rolle spielen. Arm an Kalorien sind Auberginen allerdings meist nur vor der Zubereitung.

Aubergine: Gesundes Multitalent

Es gibt verschiedene Arten, Formen und Farben von Auberginen. Die bekannteste Aubergine ist dunkelviolett mit einer rundovalen Form. Auberginen schmecken nicht nur gut, ihnen wird auch eine heilende Wirkung nachgesagt.

Besonders das Fruchtwasser der Aubergine soll sich positiv auf Rheuma, Ischias und Nierenleiden sowie die Leberfunktion auswirken. Zudem soll dieses Gemüse die Verdauung fördern und aufgrund der enthaltenen Antioxidantien krebshemmende Effekte erzielen.

Nährwerte: Wie viele Kalorien haben Auberginen?

Die Aubergine an sich besteht zum größten Teil aus Wasser und ist daher sehr arm an Kalorien: Auf 100 Gramm kommen gerade mal 17 Kalorien. Nach der Zubereitung ist das anders: Die Aubergine ist bekannt dafür, viel Fett aufzunehmen. Daher ist ein sparsamer Umgang von Fetten und Öl bei der Zubereitung von Auberginen ratsam.

Auberginen kaufen

Auberginen brauchen viel Wärme, um zu wachsen. Daher importiert Deutschland Auberginen aus warmen Ländern. Auberginen werden meist unreif geerntet und reifen während des Transports aus. Beim Kaufen frischer Auberginen sollte man auf deren Beschaffenheit achten – als Voraussetzung für eine gelungene Zubereitung nach Rezept.

Frische Auberginen erkennt man an einer glänzenden, glatten Oberfläche. Der Stil riecht frisch. Drückt man leicht auf die Schale, gibt diese leicht nach. Unreife Früchte dagegen sind hart und geben dem Druck nicht nach. Diese sollte man meiden, da unreife Auberginen den Bitterstoff Solanin enthalten.

Bitterstoffe: Das ist bei der Zubereitung zu beachten

Der rohe Verzehr einer Aubergine ist wegen dieses Bitterstoffs nicht empfehlenswert, da dieser Beschwerden mit Magen und Darm hervorrufen kann. Längeres Erhitzen bei der Zubereitung der Auberginen lässt die Bitterstoffe verflüchtigen. Ebenso entzieht Salz dem Fruchtfleisch Bitterstoffe. Am besten die Aubergine in Scheiben schneiden, salzen und für 30 Minuten ziehen lassen.

Auberginen lassen sich roh und auch nach Zubereitung gut einfrieren.

Die Schale der Aubergine lässt sich ebenso so gut entfernen wie auch bei Tomaten oder Paprika. Entweder auf dem klassischen Weg des Schälens, durch Aufbrühen oder durch Grillen im Backofen. Grillen Sie dafür die Auberginen im Backofen bei 200 °C für 20 Minuten. Wenden Sie die Auberginen mehrfach, bis die Schale schwarz ist und sich leicht abziehen lässt.

Auberginen als Auflauf, Mus oder Creme

In der Zubereitung sind Auberginen sehr variabel. Es gibt Rezepte für Aubergine zum Braten sowie Grillen. Bekannt ist das Rezept für eine mit Hackfleisch gefüllte Aubergine. Auberginen lassen sich aber auch mariniert, gebacken oder gedünstet zubereiten. Ebenso schmackhaft sind Auberginen als Auflauf, mit Hackfleisch oder zusammen mit Zucchini als mediterrane Gemüse-Beilage.

In der italienischen Küche kommen Aubergine und Zucchini eingelegt in der Antipasti oder mit Tomaten als Ratatouille zur Geltung. Auberginen prägen den typischen Geschmack vom beliebtesten griechischen Auflauf, der Moussaka. Bekannt für die orientalische Küche sind eher Rezepte für Auberginenpaste oder Auberginencreme. Das cremige Mus passt gut zu Fleisch und Gemüse oder als Vorspeise mit Brot.

Auberginen sind wegen Ihrer Form und Beschaffenheit perfekt zum Füllen und Überbacken geeignet. Und die Zubereitung ist ganz einfach: Hackfleisch und/oder Gemüse (wie Tomaten, Zucchini, Zwiebeln) klein schneiden, mischen, würzen und im Ofen mit Käse überbacken.

Leckere Rezepte mit Auberginen

Auberginen lassen sich in zahlreichen leckeren Rezepten verarbeiten. Unten stehend finden Sie eine kleine Auswahl.

Auberginenpaste

Auberginenpaste eignet sich prima als Dip oder Brotaufstrich.

Zutaten:

  • 1 Aubergine
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150 Gramm Joghurt
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • Oregano, Salz

Für die Zubereitung einer Auberginenpaste eignet sich am besten das Fruchtfleisch von gegrillten Auberginen. Nach dem Grillen und Entfernen der Schale, die Auberginen mit den restlichen Zutaten pürieren. Anschließend würzen und genießen.

Auberginen vom Blech

Auberginen lassen sich wunderbar als Ofengemüse zubereiten.

Zutaten:

  • 1 Zucchini
  • 1 Aubergine
  • Gemüse nach Wahl (zum Beispiel Pilze, Paprika, Tomaten)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • Olivenöl

Auberginen und Zucchini sowie anderes Gemüse in dünne Scheiben schneiden. Im Öl den zerdrückten Knoblauch mit Oregano, Salz und Pfeffer mischen. Das Gemüse damit beträufeln und alles auf dem Blech für circa 20 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen.

Gratinierte Auberginen mit Ziegenkäse

Eine besondere Leckerei ist Auberginen-Gratin. Dabei wird das Gemüse mit Ziegenkäse überbacken.

Zutaten:

  • 2 Rollen Ziegenkäse (circa 300 Gramm)
  • 2 Auberginen
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl

Schichten Sie abwechselnd die Scheiben von gegarter Aubergine und Ziegenkäse übereinander. Mit zerdrücktem Knoblauch und Olivenöl würzen. Nach nur fünf Minuten Zubereitung im Backofen bei 200 Grad ist dieses Rezept ein Genuss für Augen und Geschmack.

Auberginen pflanzen

Auberginen lieben Licht und Wärme. Wer Auberginen also im eigenen Garten anbauen möchte, sollte sich dafür einen möglichst sonnigen und windgeschützten Platz aussuchen. Idealerweise pflanzt man eine Aubergine im Gewächshaus, aber bei den passenden Bedingungen ist auch ein Anbau im Freien möglich. Das Aussetzen der (im Zimmer vorgezogenen) Pflanzen kann ab Ende Mai erfolgen.

Auberginenpflanzen benötigen viel Wasser. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, beispielsweise, wenn die Pflanze im Topf kultiviert wird.
Ende Juli bis Anfang Oktober können die Auberginen geerntet werden. Wie im Supermarkt sollten auch die Auberginen an der Pflanze auf Druck mit dem Finger leicht nachgeben. Erst dann sind sie reif.

Aktualisiert: 02.09.2020 - Autor: Astrid Vogel, überarbeitet: Jasmin Rauch

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