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Porree – vielseitig, aromatisch und gesund

Porree (Lauch) © istockphoto, wmaster890

Er ist der "Spargel des armen Mannes": der Porree, auch bekannt als Lauch. Das aromatische Gemüse mit dem langen weißen Schaft und den saftig grünen Blättern ist vielseitig verwendbar und in der Küche daher eine beliebte Zutat in Suppen, Eintöpfen oder als Gemüsebeilage. Doch Porree schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch einige gesundheitliche Vorteile zu bieten.

Inhaltsstoffe von Porree

Porree enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Besonders Vitamin C und K sowie Folsäure sind enthalten. Darüber hinaus ist der Gehalt der folgenden Mineralstoffen beachtlich:

Wie es sich für ein Zwiebelgewächs gehört, enthält Porree außerdem viele sekundäre Pflanzenstoffe, die für den intensiven Geschmack und Geruch verantwortlich sind. Besonders bedeutsam sind hierbei die Schwefelverbindungen, die auch antioxidativ und antibakteriell wirken.

Porree: Wirkung

Porree ist nicht nur als Lebensmittel interessant, sondern ihm werden traditionell heilende Wirkungen zugeschrieben. Besonders erfolgreich soll Lauch bei der Entschlackung sein: Er regt die Nierentätigkeit an und wirkt der Bildung von Nierensteinen entgegen.

Auch die Verdauungstätigkeit wird angeregt und der Gallenfluss beschleunigt. Außerdem wird Porree eine hilfreiche Funktion bei Bronchialerkrankungen zugeschrieben.

Vielseitiges Gemüse

Für den Hobbykoch ist die beste Eigenschaft aber die Vielseitigkeit des Gemüses. Porree dient als Gewürz, kann aber problemlos auch Hauptgemüse sein. Roh oder gekocht, überbacken oder angebraten – Porree schmeckt und gelingt immer.

Am wertvollsten ist die abwechslungsreiche Stange immer dann, wenn sie nur kurz erhitzt wurde und mit wenig Wasser in Berührung gekommen ist. Auch für Lauch bietet sich also das Dämpfen als schonendes Garverfahren an.

Porree ist das ganze Jahr über erhältlich

Das vitamin- und mineralstoffhaltige Gemüse wird das ganze Jahr über günstig angeboten – Angebot und Nachfrage regeln hier eindeutig den Preis.

Das Angebot ist recht groß: Porree wird im Frühjahr gesät. Ab Juni kann bereits der Sommerporree geerntet werden. Er hat einen längeren weißen Schaft als seine winterlichen Kollegen. Die Blätter sind hellgrün und haben eine weiche, lose Struktur.

Ab September wird der Herbstlauch geerntet, der dunkelgrüne Blätter hat und etwas kräftiger im Geschmack ist. Bis ins Frühjahr hinein lässt sich der Porree auf dem Feld oder im Lager halten.

Porree als historische Größe

Bereits die alten Ägypter, die Griechen und die Römer verzehrten das schmackhafte Gewächs. Der römische Kaiser Nero schätzte den Porree wegen seiner Senföle, die die Stimme pflegen sollen. Seine Verzehrgewohnheiten brachten ihm den Namen Porrophagus, Porreefresser, ein.

Vom Mittelmeer aus begann das Zwiebelgewächs seinen Siegeszug nach Nordeuropa.  Auch die Deutschen und Briten schätzten das Gemüse. Die "erlauchten" Herrscher von damals verwendeten das Gemüse sogar als Wappenzierde. Der britische Landesteil Wales trägt auch heute noch Porree in seinem Wappen.

Aktualisiert: 22.01.2019 – Autor: DGK

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