Gesundheitliche Wirkung von Nüssen

Nüsse sind zwar äußerst kalorienreich, doch wer ab und zu eine Handvoll Nüsse nascht, tut sich damit etwas Gutes. Denn Nüsse enthalten viele Inhaltsstoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Besonders wertvoll sind die in Nüssen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken und somit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie beispielsweise Arteriosklerose vorbeugen können. Allergiker sollten beim Verzehr von Nüssen allerdings vorsichtig sein, denn besonders bei einer Birkenpollenallergie können bereits kleinste Spuren von Nüssen dafür sorgen, dass das Immunsystem verrücktspielt.

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Cashewnuss

Cashewnuss © istockphoto, serasker
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Nüsse enthalten allgemein relativ viel Fett, im Vergleich zu anderen Nussarten ist der Fettgehalt der Cashewnuss allerdings eher gering: 100 Gramm bringen es nämlich "nur" auf 42 Gramm Fett. Die mild schmeckenden Nüsse werden häufig in asiatischen Gerichten verwendet, gesalzen eignen sie sich aber auch als Knabberei.

Cashewnüsse sind eine gute Quelle für Mineralstoffe: Besonders Magnesium, das unter anderem für die Energiegewinnung sowie die Muskelkontraktion von Bedeutung ist, kommt in Cashewnüssen in größeren Mengen vor. Daneben eignen sich Cashewkerne aber auch prima als Nervennahrung, denn die in der Nuss enthaltenen B-Vitamine steigern die Konzentration und die Leistungsfähigkeit.

Auch soll der Verzehr von Cashewnüssen auch vor Krebs schützen, denn den Phenolsäuren der Nuss wird eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt.

Erdnuss

Erdnuss © istockphoto, Derkien
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Streng genommen handelt es sich bei der Erdnuss nicht um eine Nuss, sondern um eine Hülsenfrucht. Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Erdnuss, merkt man diese botanische Feinheit aber kaum: Zwar ist der Ballaststoffgehalt von Erdnüssen etwas höher, doch die für Nüsse typischen ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems auswirken, sind auch in Erdnüssen in größeren Mengen vorhanden.

Erdnüsse sind zudem reich an Tryptophan, das eine beruhigende Wirkung hat und für einen erholsamen und ruhigen Schlaf sorgt. Darüber hinaus ist in Erdnüssen auch Linolsäure enthalten. Die ungesättigte Fettsäure ist besonders für eine weiche und geschmeidige Haut von Bedeutung. Denn bei einem Linolsäure-Mangel wird die Haut rot, rau und schuppig.

Haselnuss

Haselnuss © istockphoto, fotoimagic
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Haselnüsse sind nicht umsonst als typische Nervennahrung bekannt. Denn der regelmäßige Verzehr der Nüsse wirkt sich aufgrund ihres hohen Lezithin-Gehaltes positiv auf unsere Nervenfunktion und das Gedächtnis aus. Neben wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor und Eisen sind in Haselnüsse zudem jede Menge Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die unsere Verdauung in Schwung bringen. Die hohe Vitamin E-Konzentration in den Nüssen schützt unsere Zellen darüber hinaus vor einer Schädigung durch freie Radikale.

Allergiker sollten beim Verzehr von Haselnüssen allerdings vorsichtig sein, denn diese können – genau wie andere Nüsse auch – Allergien auslösen. Besonders aufpassen sollten Menschen, die auf Birkenpollen empfindlich reagieren: Da in Haselnüssen und Birkenpollen ähnliche allergieauslösende Substanzen enthalten sind, kann es leicht zu einer Kreuzallergie kommen.

Macadamianuss

Macadamianuss © istockphoto, robynmac
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Die Macadamianuss – auch als Königin der Nüsse bekannt – hat mit 75 Prozent einen besonders hohen Fettgehalt. 80 Prozent der Fette sind allerdings ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf die Gesundheit unseres Herz-Kreislauf-Systems auswirken. So soll beispielsweise bereits der Verzehr von zehn Macadamianüssen täglich den Cholesterinspiegel innerhalb von vier Wochen deutlich absinken lassen. Aufgrund des hohen Fett- und Kaloriengehaltes – 100 Gramm bringen es auf gut 700 Kalorien – sollte man die Knabberei jedoch nur in Maßen genießen.

Neben dem hohen Fettgehalt sind Macadamianüsse außerdem reich an Eiweiß. Besonders die Aminosäure Arginin, die die Entspannung der Muskulatur der Blutgefäße fördert und somit zu einem gesunden Blutdruck beiträgt, ist in diesen Nüssen in größeren Mengen vorhanden.

Mandel

Mandeln © istockphoto, Elenathewise
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Mandeln sind nicht nur reich an Calcium und Magnesium, sondern enthalten auch größere Mengen an Folsäure, was sie besonders für Schwangere zu einem wertvollen Lebensmittel macht. Aber auch für alle anderen ist ein maßvoller Verzehr empfehlenswert, denn die in den Mandeln enthaltenen essentiellen Fettsäuren wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. So kann beispielsweise durch den täglichen Konsum von 20 Gramm Mandeln das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Auch der Cholesterinspiegel soll von einem regelmäßigen Mandelkonsum profitieren, denn Mandeln wird eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt. Mandeln, die langsam und gründlich gekaut werden, sollen darüber hinaus bei Sodbrennen helfen.

Paranuss

Paranuss © istockphoto, vladacanon
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Paranüsse sind besonders reich an dem Spurenelement Selen, das Schwermetalle binden und somit zu einer Entgiftung des Körpers beitragen kann. Da es zudem eine antioxidative Wirkung hat, schützt es uns vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirkt krebsvorbeugend. Als Eiweiß-Bestandteil ist Selen darüber hinaus auch für die Aktivierung der Schilddrüsenhormone von Bedeutung.

Die Paranuss ist besonders für Kinder ein wertvolles Lebensmittel, denn die in ihr enthaltenen Mineralstoffe Phosphor, Magnesium und Kalzium sorgen für starke Knochen und Zähne. Zu viele Paranüsse sollten allerdings weder klein noch groß naschen, denn 100 Gramm schlagen bereits mit 670 Kalorien zu Buche.

Pekannuss

Pekannuss © istockphoto, Liefvoort
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Pekannüsse gehören zur Familie der Walnüsse, schmecken allerdings süßer und aromatischer. Der süße Geschmack lässt jedoch auch den Kaloriengehalt der Nuss in die Höhe schnellen, 100 Gramm bringen es auf rund 700 Kalorien. Damit gehört die Pekannuss zu den kalorienreichsten Nüssen überhaupt und sollte nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Doch bereits eine Handvoll Pekannüsse reicht aus, um genügend der für das Herz-Kreislauf-System wichtigen ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Daneben sind Pekannüsse auch reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem enthalten sie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Besonders empfehlenswert sind Pekannüsse bei Diabetes und Bluthochdruck, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel sowie den Blutdruck auswirken.

Pistazie

Pistazie © istockphoto, stock2011
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Pistazien, die eigentlich zu den Steinfrüchten gehören, enthalten besonders viel Vitamin E, das freien Radikalen entgegenwirkt und somit dazu beiträgt, Krebserkrankungen vorzubeugen. Besonders das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, soll durch den regelmäßigen Verzehr von Pistazien gesenkt werden können.

Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe stärken Pistazien aber auch unser Immunsystem und können somit Krankheiten vorbeugen. Besonders empfehlenswert sind Pistazien für schwangere Frauen und stillende Mütter, da sie reich an Folsäure sind. Auch Bluthochdruckpatienten sollten sich ab und zu eine Handvoll Pistazien gönnen, denn das darin enthaltene Kalium trägt dazu bei, den Blutdruck zu regulieren.

Walnuss

Walnuss © istockphoto, ValentynVolkov
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Walnüsse sind eine gute Quelle für das Schlafhormon Melatonin, das aufgrund seiner antioxidativen Wirkung Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Krebs vorbeugen kann. Zudem sind die Nüsse reich an Omega-3-Fettsäuren, die sich ebenfalls positiv auf unsere Herzgesundheit auswirken. Darüber hinaus enthalten Walnüsse auch noch größere Mengen an Vitamin B6, das unsere Konzentration verbessert und uns vor Müdigkeit und Nervosität schützen kann. Da Walnüsse zudem einen hohen Zinkanteil haben, stärken sie auch unser Immunsystem.

Bei Walnüssen haben jedoch nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter positive gesundheitliche Wirkungen. So soll ein Tee aus Walnussblättern die Schweißbildung mindern und bestimmte Hauterkrankungen lindern. Braunen Haaren soll zudem eine Spülung mit dem Tee neue Kraft und strahlenden Glanz verleihen.

Aktualisiert: 05.05.2021 - Autor: Kathrin Mehner, Medizinredakteurin