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Champagner

Champagner-Gläser © DanielReche

Champagner ist weltweit der Inbegriff für schäumenden Wein der Extraklasse. Das kostbare Geränk stammt immer aus einer Region in Frankreich. Erfahren Sie mehr über das einzigartige, moussierende Getränk, das nicht nur gekrönte Häupter, Dichter, Literaten, Feinschmecker oder Nachtschwärmer begeistert.

Die Herkunft des Champagners

Champagner stammt immer aus Frankreich. Sein Herkunftsgebiet, die "Champagne", liegt etwa 150 km nordöstlich von Paris. Reims, die Krönungsstadt der französischen Könige, ist die offizielle Hauptstadt der Champagne. Hier sowie in Epernay befinden sich die (Kreide-)-Keller vieler Champagnerhäuser.

Die Rebfläche der Champagne ist durch ein Gesetz von 1927 auf 34.000 ha begrenzt. Die Produktionsmenge liegt bei etwa 240 Mio. Flaschen (1/1 = 0,75 l) pro Jahr. Nur ca. 35% des Champagners werden im Ausland vermarktet. Die Franzosen selbst sind die größten Champagnergenießer.

Die Besonderheiten des Champagners

Sorten und Boden: In der Champagne ist nur die Lese der Trauben mit der Hand erlaubt. Einzig die Burgunder-Rebsorten, der rote "Pinot Noir" (Blauer Spätburgunder) und der rote "Pinot Meunier" (Schwarzriesling) sowie der weiße "Chardonnay" dürfen zur Champagnerherstellung verwendet werden. Obwohl drei Viertel der Rebfläche mit roten Sorten bepflanzt sind, wird Champagner grundsätzlich "hellgekeltert", das heißt, er ist in der Farbe "weiß", zum geringen Teil "rose", aber niemals "rot".

Die vorherrschenden Böden im Gebiet der Champagne sind Kreideböden, die einerseits dem Champagner Fülle geben und andererseits als hervorragende Weinlagerstätten dienen. Das kühlere, gemäßigte Klima an der Nordgrenze des Weinbaues führt dazu, dass die Grundweine eine angenehme, frische Säure besitzen.

Champagner ist nicht nur ein Schaumwein aus einer bestimmten Herkunftsregion. Er unterliegt auch festen Produktionsregeln. Bei der Kelterung (Pressen der Trauben) darf nur die erste Pressung (2050 Liter Most von 4000 kg Trauben) für Champagner verwendet werden, um die Reintönigkeit des Weines zu optimieren. Champagner "reift" bei der zweiten Gärung ausschließlich in der Flasche. Er muss laut Gesetz mindestens ein Jahr bzw. für Jahrgangschampagner drei Jahre auf der Hefe reifen. Diese langsame Reifung bewirkt auch die feien Perlung des Champagners.

Zur "Methode Champenoise" gehört ferner das Rütteln der Flasche ("Remuage"), damit das Hefe-Depot in den Flaschenhals gelangt. Nach einem Eisbad wird dieses entfernt ("Degorgement"). Die Versanddosage bestimmt die Geschmacksrichtung des Champagners. Schließlich wird er mit einem Naturkorken mit einem Drahtgestell ("Agraffe") versehen.

Champagner genießen

Champagner sollte nicht lange gelagert werden. Trinken Sie ihn kühl. Bei 7 bis 9 Grad Celsius entfaltet er am besten seinen Duft und Geschmack. Benutzen Sie einen Champagnerkühler. Hohe, tulpenförmige Champagnergläser steigern den Genuss. Testen Sie die unterschiedlichen Champagner, insbesondere als Essensbegleiter. Denken sie daran: Champagner ist das einzige Getränk, das als Aperitif, zu allen Speisen und als Digestiv passt.

Aktualisiert: 31.08.2016 – Autor: Sandra Baumann

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