Adnexitis - Therapie und Vorbeugung

Welche Therapie gibt es?

Meist ist eine Krankenhausaufnahme erforderlich, in jedem Fall strikte Bettruhe. Im Mittelpunkt steht die Gabe eines Antibiotikums, dass gleichzeitig gegen eine ganze Reihe von Keimen wirkt und in vielen Fällen zunächst als Infusion verabreicht wird. Daneben kommen Schmerzmittel zum Einsatz, die auch entzündungshemmend wirken. Mit einem Handtuch umwickelte Eisbeutel auf dem Unterbauch lindern ebenfalls die Schmerzen und die Entzündung. Wichtig ist, viel zu trinken und Blase und Darm regelmäßig zu entleeren. Auf Geschlechtsverkehr sollten in der ersten Zeit verzichtet werden, der Partner muss ggf. mitbehandelt werden. Rauchen ist tabu.

Ist die akute Entzündung abgeklungen (was sich durch Blutuntersuchungen überprüfen lässt), kann sich eine Wärmetherapie mit warmen Sitzbädern, feuchtwarmen Wickeln und Kurzwellenbehandlung anschließen, die die Durchblutung verbessert und so die Heilung begünstigt. Betroffene sollten sich regelmäßig bei ihrem Arzt zur Nachsorge vorstellen. Bei chronischen Verläufen werden Anwendungen wie Moorbäder und Fangopackungen (am besten im Rahmen eines Kuraufenthaltes) empfohlen – die Therapie gestaltet sich allerdings oftmals schwierig und langwierig. Treten Komplikationen wie Eiteransammlungen oder ein Darmverschluss auf, muss evtl. punktiert oder offen operiert werden. Auch bei chronischen Verläufen, die keiner sonstigen Therapie zugänglich sind, kann eine Operation angezeigt sein, bei der z.B. Eileiter, Eierstöcke und/oder Gebärmutter entfernt werden.

Wie lässt sich vorbeugen?

Mit Abstand häufigste Ursache von Scheidenentzündung und Adnexitis sind Keime, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Deshalb ist der Gebrauch von Kondomen empfehlenswert, insbesondere bei häufig wechselnden Sexualpartnern. Auch alles, was einer Scheidenentzündung vorbeugt, ist sinnvoll - konsequente, aber nicht übertriebene Sexualhygiene. Wichtig ist, das Scheidenmilieu im Gleichgewicht zu halten (und z.B. auf übertriebenen Einsatz von Seife oder Intimsprays zu verzichten); neben gesunder Ernährung, viel Bewegung an frischer Luft und der Ausgewogenheit zwischen Arbeit und Freizeit ist auch der Verzicht auf Nikotin sinnvoll. Sinnvoll ist auch - speziell bei nasskaltem Wetter -, Füße und Unterleib warm zu halten und feuchte Kleidung sofort zu wechseln.

Aktualisiert: 05.01.2017
Autor*in: Dagmar Reiche

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