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Sport und Ernährung: Nahrungsergänzung und Getränke

Hanteln und Nahrungsergänzungsmittel © Steve Buissinne

Nahrungsergänzungsmittel – nur für Hochleistungssportler

Unter Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) versteht man Lebensmittel, die in für Lebensmittel untypischer Form angeboten werden, beispielsweise als Brause-, Lutsch-, Kau-Tabletten, Kapseln, Dragees, Flocken, Pulver, Granulat, Saft oder Kleie. Nahrungsergänzungsmittel enthalten eine oder mehrere Substanzen in konzentrierter Form, zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe, essenzielle Fettsäuren und bestimmte Eiweiße beziehungsweise Aminosäuren. Anders als Arzneimittel, die auf ihre Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft werden, bedürfen sie keiner Zulassung oder Registrierung.

Nahrungsergänzungsmittel – Gefahr durch Überdosierung?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) ist eine solche Nahrungsergänzung bei einem gesundheitsorientierten Fitness-Training in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und sogar bei gemäßigtem Leistungssport nicht notwendig.

Man sollte außerdem beachten, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestimmte Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln empfiehlt.

Einzig für Hochleistungssportler, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen und intensiv trainieren und dabei mehr als 2000 Kilokalorien pro Tag verbrauchen, kann eine Nahrungsergänzung notwendig werden, die aber mit einem Arzt abgesprochen werden sollte.

Getränke – immer dabei

Wer Sport treibt, schwitzt. Und mit der Flüssigkeit werden auch Mineralien ausgeschieden, die für den Körper wichtig sind und die möglichst rasch ersetzt werden müssen. Je nach Anstrengungsgrad der sportlichen Betätigung können 1 bis 1,5 Liter pro Stunde zusätzlich ausgeschwitzt werden. Der Körper holt sich diese Flüssigkeit aus dem Blut und dem Gewebe zurück, mit dem Ergebnis, dass das Blut regelrecht "eindickt". Es fließt dadurch langsamer, die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen verschlechtert sich und die Gefahr von Muskelkrämpfen und -zerrungen steigt.

Flüssigkeitsverluste von nur zwei Prozent des Körpergewichtes vermindern die Leistungsfähigkeit, ein allgemeiner Leistungsknick ist die Folge und es kann zu Schwindel und Übelkeit bis hin zum Kreislaufzusammenbruch kommen.

Richtig den Durst löschen

  • Neben Wasser beziehungsweise Mineralwasser eignet sich besonders gut die sogenannte Sport-Schorle, die aus Mineralwasser gemischt mit Fruchtsäften (Verhältnis 1:3 bis 1:1) besteht. Außerdem eignen sich Kräuter- oder Früchtetees und verdünnte Gemüsesäfte sowie fettarme Gemüsebrühe.
  • Isotonische Getränke bringen im Breitensport keinen entscheidenden Vorteil. Sie wurden eigentlich für den Hochleistungssport konzipiert, da deren Konzentration an Mineralstoffen denen des Blutes ähnlich ist und die Inhaltsstoffe deshalb schnell in den Blutkreislauf gelangen.
  • Grundsätzlich sollten die Getränke nicht zu kalt sein und möglichst wenig Zucker und Kohlensäure enthalten. Ungeeignet sind alkoholische und koffeinhaltige Getränke.

Wenn der Durst kommt, ist es meistens schon zu spät. Deshalb sollte prinzipiell getrunken werden, bevor der Körper Bedarf signalisiert, also am besten schon einige Zeit vor der körperlichen Betätigung. Auch während der sportlichen Belastung sollten möglichst keine größeren Flüssigkeitsdefizite entstehen.

Dauert das Training länger als 60 Minuten an, sollte man auch währenddessen immer mal wieder etwas trinken, und zwar am besten nicht zu große Mengen auf einmal, sondern verteilt auf kleine Schlucke etwa alle 15 bis 30 Minuten.

Aktualisiert: 13.04.2018 – Autor: Ina Mersch / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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