Lupus erythematodes - Therapie

Medikamente gegen Lupus © JESHOOTS

So verschieden wie die Lupus-Symptome sind, so individuell wird die Therapie der Krankheit zugeschnitten. Die Therapie hängt von den Beschwerden und vom Verlauf des Lupus ab. Das bedeutet beispielsweise, dass im Blut festgestellte Antikörper allein noch keine Therapie gegen Lupus erythematodes bzw. SLE rechtfertigen. Zumal viele der eingesetzten Medikamente bei einer SLE zwar gut wirksam in der Therapie sind, aber eine Reihe teilweise auch schwerwiegender Nebenwirkungen haben können.

Lupus-Therapie beim SLE

Bei geringen Symptomen an der Haut werden nur diese mittels Hautcreme während einer Therapie behandelt. Insbesondere trifft dies für die Therapie des diskoiden Lupus zu. Beim systemischen Lupus (SLE) kommen prinzipiell vier Gruppen von Medikamenten in der Therapie zum Einsatz, die – je nach Ausmaß der Beschwerden und Organbeteiligung – stufenweise aufeinander aufbauen. Viele dieser Therapeutika werden nicht nur bei SLE, sondern auch bei Rheuma und anderen Autoimmunkrankheiten zur Behandlung verwendet:

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die vor allem gegen die bei Lupus entzündungsbedingten Schmerzen in Gelenken und Muskeln helfen
  • Basistherapie mit Chloroquin – ein Mittel, das auch bei Malaria eingesetzt wird
  • Kortisonpräparate wirken entzündungshemmend und werden oft mit Chloroquin kombiniert
  • Immunsuppressiva werden dann in der Therapie verwendet, wenn sich die Beschwerden mit den anderen Mitteln nicht bessern oder Organe beteiligt sind. Sie haben teilweise schwere Nebenwirkungen, weshalb ihr Einsatz gut abgewogen werden muss und unter enger Kontrolle steht. Der bei Lupus am häufigsten verwendete Wirkstoff ist Azathioprin; oft kommen auch Cyclosporin A und Mycophenolat-Mofetil zum Einsatz. Auch Zytostatika wie Cyclophosphamid oder Methotrexat werden beim SLE verwendet, ebenso Thalidomid.

Lupus: Therapie beim CDLE und SCLE

Beim diskoiden Lupus (CDLE) und beim subakut-kutanen Lupus erythematodes (SCLE) reicht in der Regel eine kurzfristige örtliche Salbenbehandlung mit Kortisonpräparaten (oft mit einem Verband über Nacht) als Maßnahme zur Therapie aus. In schwereren Fällen dieser Arten von Lupus wird das Mittel auch lokal eingespritzt. Daneben kann auch eine örtliche Behandlung mit flüssigem Stickstoff die Hautveränderungen zum Abheilen bringen. Reichen diese Methoden nicht aus, werden als Maßnahme innerhalb der Therapie zusätzlich Malariamittel gegeben.

Ergänzende Therapie bei Lupus

Betreffen die Entzündungen die Gelenke, helfen oft eine vorübergehende Ruhigstellung sowie eine lokale Kältebehandlung. Bei schweren Verläufen und drohender Bettlägerigkeit kommen übliche Maßnahmen zur Thrombose- und Embolieprophylaxe auch bei der Lupus-Therapie zum Einsatz.

Aktualisiert: 07.06.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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