Geschlechtsorgane - Was unsere Geschlechtsorgane leisten

Pärchen / Geschlechtsorgane
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Unsere inneren und äußeren Geschlechtsorgane verändern sich durch den Einfluss der Hormone in den unterschiedlichen Lebensphasen und haben verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Erfahren Sie, welche Aufgaben das sind, welche Rolle die Hormone dabei spielen und welche Erkrankungen an den Geschlechtsorganen auftreten können.

Was zählt zu den Geschlechtsorganen?

Wir alle haben äußere und innere Geschlechtsorgane, die wir für die geschlechtliche Vereinigung und Fortpflanzung benötigen. Die Geschlechtsorgane produzieren unter Hormoneinfluss die Samen- und Eizellen, bilden Sexualhormone und stellen Sekrete her, um die Fortpflanzung positiv zu beeinflussen. Bei den Geschlechtsorganen unterscheidet man einen inneren und einen äußeren Teil.

Zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen zählen Scheide, Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke und Bartholin-Drüsen, zu den äußeren zählt der Schamhügel, die Schamlippen, der Kitzler und der Scheideneingang.

Zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen zählen Hoden und Nebenhoden, Samenleiter und Samenstrang sowie die Vorsteherdrüse , die Samenbläschen und die Cowper-Drüsen. Die äußeren Geschlechtsorgane sind Hodensack und Penis.

Die Geschlechtsorgane bilden die primären Geschlechtsmerkmale, zu den sekundären Merkmalen zählen die Veränderungen, die sich während der Pubertät entwickeln, wie Bartwuchs und die ausgeprägte Veränderung der Stimmlage beim Mann sowie das Wachstum der Brüste bei der Frau. Als tertiäre Geschlechtsmerkmale werden die Unterschiede des weiblichen und männlichen Körperbaus und der Körpergröße, aber auch die verschiedenen geschlechtstypischen Verhaltensweisen bezeichnet.

Welche Funktion haben die Geschlechtsorgane?

Die Geschlechtsorgane werden sowohl für die geschlechtliche Vereinigung als auch für die Fortpflanzung benötigt. Über die genaue Funktion der Geschlechtsorgane herrschte lange Ungewissheit: Bis ins 17. Jahrhundert gab es einerseits die Theorie, dass sich ein Embryo aus einem weiblichen Ei entwickelt und durch das männliche Sperma nur stimuliert wird, und die andere These, dass sich das Embryo aus dem Samenfaden des Mannes entwickelt und das weibliche Ei nur ein Nahrungsdepot darstellt. Erst im 19. Jahrhundert wurden die Chromosomen als Überträger der Erbinformationen und die genauen Abläufe des Befruchtung entdeckt.

Funktion der Geschlechtsorgane bei der Frau

In den Eierstöcken sind schon vor der Geburt die Eizellen in einer unfertigen Form vorhanden. Ab der Pubertät reifen monatlich einige Zellen über Zwischenstufen zu wenigstens einer befruchtungsfähigen Eizelle heran, die dann über die Eileiter in die Gebärmutter transportiert wird, wo sie sich im Falle einer Befruchtung einnistet.

Die Gebärmutter besteht aus kräftiger Muskulatur, ist normalerweise pflaumengroß und innen mit einer Schleimhautschicht ausgekleidet. Sie umgibt während einer Schwangerschaft das wachsende Kind, bildet den Mutterkuchen und kann Kürbisgröße erreichen.

Die Gebärmutter ragt mit ihrem Hals in die Scheide hinein – diese ist die Verbindung zwischen inneren und äußeren Geschlechtsorganen. Ihre Drüsen produzieren Sekrete, die eine Ausbreitung von Krankheitskeimen erschweren und beim Geschlechtsverkehr zur Gleitfähigkeit der Geschlechtsorgane beitragen.

Das äußere weibliche Genitale spielt mit seinen erogenen Zonen, der Klitoris und seinen Drüsen eine wichtige Rolle bei der sexuellen Stimulation, die auf eine geschlechtliche Vereinigung hinzielt.

Funktion der Geschlechtsorgane beim Mann

In den Hoden und ihnen aufgelagerten Nebenhoden finden die Entwicklung, Reifung und Speicherung der Samenzellen (Spermien) statt. Während eines Samenergusses (einer Ejakulation) werden die Spermien über den muskulären Samenleiter in die Harnröhre geschleudert.

Kurz vor der Mündung des Samenleiters in die Harnröhre wird den Samenzellen ein Sekret aus Prostata (Vorsteherdrüse), Samenbläschen und Cowper-Drüsen hinzugefügt, das die Beweglichkeit der Spermien verbessert und ihnen einen gewissen Schutz vor dem Scheidensekret bietet. Diese Samenflüssigkeit, das Sperma, wird während eines Samenergusses abgegeben und kann bis zu 500 Millionen Spermien enthalten.

Bei sexueller Erregung füllen sich die Schwellkörper des Penis mit Blut, so dass eine Erektion eintritt. Meist findet ein Samenerguss als Höhepunkt sexueller Erregung statt, dabei wird das Sperma durch unwillkürliche Kontraktionen der Muskeln von Samenleiter, Harnröhre und des Penis aus dem männlichen Körper transportiert.

Aktualisiert: 07.10.2015
Autor*in: Nathalie Blanck

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