Erkältung: Was hilft gegen die Symptome?

Erkältungen sind zwar in der Regel nicht gefährlich, aber doch äußerst unangenehm. In Deutschland wird jeder Erwachsene durchschnittlich dreimal pro Jahr von einer Erkältung heimgesucht, Kinder erkranken sogar noch häufiger. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr im Winter – während der kalten Jahreszeit erkranken deutlich mehr Menschen an Erkältungen als im Sommer. Doch was hilft, wenn es im Hals kratzt oder die Nase nicht mehr aufhört zu laufen? Wir geben Ihnen 18 Tipps, wie Sie die lästigen Symptome einer Erkältung schnell wieder loswerden.

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Grundsätzliche Tipps gegen Erkältung

Mann mit Erkältung im Bett © iStock.com/dima_sidelnikov
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Egal ob Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder sogar Fieber – die folgenden Tipps sollten Sie bei einer Erkältung immer berücksichtigen:

  • Trinken Sie möglichst viel, denn dadurch wird festsitzendes Sekret verflüssigt und kann schneller abtransportiert werden. Gut geeignet sind beispielsweise Kräuterteemischungen mit Kamille, Lindenblüten, Salbei oder Thymian.
  • Damit sich der Körper voll und ganz auf den Kampf gegen die Krankheitserreger konzentrieren kann, ist es wichtig, sich körperlich zu schonen. Anstrengende Tätigkeiten sollten Sie also unbedingt vermeiden. Versuchen Sie außerdem so viel wie möglich zu schlafen, denn im Schlaf arbeitet unser Immunsystem auf Hochtouren.
  • Honig und Ingwer gelten als wahre Wunderwaffen im Kampf gegen Husten, Schnupfen & Co. Honig wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt, Ingwer soll das Immunsystem stimulieren. Gönnen Sie sich also öfters mal einen mit Honig gesüßten Ingwertee.

Im Folgenden finden Sie Tipps zur Behandlung der verschiedenen Symptome einer Erkältung.

Schnupfen

Frau mit Schnupfen schnäuzt sich in Taschentuch © iStock.com/Ljupco
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Die Nase ist verstopft und Sie werden von ständigen Niesattacken geplagt? Um lästigen Schnupfen so schnell wie möglich loszuwerden, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Inhalieren Sie regelmäßig, denn die heißen Dämpfe befreien die Atemwege. Geeignete Zusätze sind unter anderem Anis, Eukalyptus, Kamille und Salbei. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu heiß oder zu lange zu inhalieren.
  • Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung ist ein warmes Fußbad hilfreich: Lassen Sie dazu Wasser knöcheltief in die Badewanne oder einen großen Eimer ein. Beginnen Sie bei 34 Grad und steigern Sie die Temperatur langsam, bis das Thermometer 41 Grad anzeigt. Ziehen Sie sich anschließend dicke Socken an und ruhen Sie sich idealerweise eine halbe Stunde lang aus.
  • Ist die Nase verstopft, können Nasenspülungen helfen, angestautes Sekret zu entfernen und die Krankheitserreger von den Schleimhäuten zu spülen. Vorsichtig sollten Sie dagegen mit abschwellenden Nasensprays sein, denn diese können bei längerem Gebrauch die Nasenschleimhaut schädigen und abhängig machen.

Husten

Frau mit Husten © iStock.com/kzenon
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Bei Husten wird zwischen trockenem Husten (Reizhusten) und Husten mit Auswurf (produktiver Husten) unterschieden. Je nach Art des Hustens kommen verschiedene Hausmittel und Medikamente zum Einsatz.

  • Bei trockenem Husten sind pflanzliche Präparate mit Isländisch Moos, die den Hustenreiz lindern, empfehlenswert. Pharmazeutische Hustenstiller sollten dagegen nur sparsam eingesetzt und wenn abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
  • Zwiebelsirup ist bei festsitzendem Husten empfehlenswert, denn der Sirup kann dazu beitragen, den Husten zu lösen. Zubereitung: Schneiden Sie die eine große Zwiebel in kleine Stücke und übergießen Sie diese mit Honig. Lassen Sie die Zwiebel mindestens eine Stunde lang ruhen und nehmen Sie anschließend den gebildeten Saft teelöffelweise ein. Bewahren Sie die Zwiebel anschließend im Kühlschrank auf und nehmen Sie nach und nach den weiteren Saft ein.
  • Ein mit Honig gesüßtes Bier zählt zu den typischen Hausmitteln, die zur Behandlung von Husten eingesetzt werden. Zubereitung: Geben Sie einen halben Liter Bier in einen Topf und erwärmen Sie die Flüssigkeit langsam – das Bier sollte allerdings nicht zu heiß sein. Rühren Sie nach und nach je nach Belieben zwischen drei und fünf Teelöffeln Honig ein und genießen Sie das Hustenbier warm. Achtung: Da Alkohol das Immunsystem schwächt, verwenden Sie am besten alkoholfreies Bier. Vor allem bei Fieber ist Alkohol tabu.

Halsschmerzen

Frau mit Halsschmerzen © iStock.com/gbh007
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Oft beginnt eine Erkältung mit einem unangenehmen Kratzen im Hals. Damit Sie die Schmerzen im Hals so schnell wie möglich loswerden, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Gurgeln zählt zu den bewährtesten Methoden im Kampf gegen Halsschmerzen. Verwenden Sie am besten Salzwasser oder aber Tees wie Kamille oder Salbei. Gurgeln Sie bei Halsschmerzen mehrmals am Morgen und am Abend.
  • Lutschen Sie regelmäßig Bonbons, denn durch das Lutschen wird die Speichelproduktion angeregt und die trockenen, entzündeten Schleimhäute befeuchtet. Geeignet sind sowohl normale Halsbonbons als auch spezielle Hals-Pastillen gegen Halsschmerzen.
  • Salbeitee ist besonders gut zur Beruhigung der empfindlichen Schleimhäute im Hals geeignet. Zudem wirkt er einer weiteren Vermehrung der Krankheitserreger entgegen.

Fieber

Frau mit Fieber und Fieberthermometer © iStock.com/vadimguzhva
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Als normal gilt eine Körpertemperatur um 36,8 Grad Celsius, ab 37,5 Grad wird von erhöhter Temperatur, ab 38 Grad von Fieber gesprochen. Steigt die Temperatur über 39 Grad, gilt das Fieber als behandlungsbedürftig. Dann wird in der Regel auf fiebersenkende Schmerzmittel zurückgegriffen. Wir geben Ihnen Tipps, was Sie bei Fieber noch tun können:

  • Bei einer Körpertemperatur über 39 Grad ist es empfehlenswert, dem Körper über feuchte Wadenwickel Wärme zu entziehen. Tauchen Sie dafür ein Tuch in lauwarmes Wasser und wickeln Sie es anschließend um die Waden. Häufig sinkt die Temperatur bereits nach einer halben Stunde leicht ab.
  • Bei einem fiebrigen Infekt ist der Genuss von Teesorten wie Lindenblüten- oder Holundertee empfehlenswert. Sie bringen den Körper zum Schwitzen und unterstützen dadurch die Ausscheidung von Giftstoffen.
  • Eine heiße Hühnersuppe ist das Hausmittel schlechthin bei Erkältungen und fiebrigen Infekten. Bereiten Sie die Hühnersuppe jedoch unbedingt frisch zu. Bei einer fertigen Tütensuppe tritt – wenn überhaupt – nämlich nur ein abgeschwächter Effekt auf.

Gliederschmerzen

Frau mit Gliederschmerzen © iStock.com/AntonioGuillem
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Im Rahmen einer Grippe machen sich häufig unangenehme Gliederschmerzen bemerkbar. Die Schmerzen treten vor allem in den Armen und den Beinen auf und können je nach Stärke unseren Alltag erheblich beeinträchtigen.

  • Ein warmes Bad tut bei Gliederschmerzen immer gut. Besonders wohltuend ist es jedoch, wenn Sie dem Badewasser die richtigen Zusätze beimischen. Geeignet sind unter anderem Badezusätze in den Sorten Eukalyptus, Thymian, Menthol und Fichtennadel.
  • Leichte Massagen können bei Gliederschmerzen dazu beitragen, die verkrampfte Muskulatur zu lockern. Führen Sie die Massage jedoch nur durch, wenn Sie diese als angenehm empfinden. Verwenden Sie idealerweise ein Massageöl mit Rosmarin oder Latschenkiefer.
  • Wenn Sie unter besonders starken Gliederschmerzen leiden, können Sie auf Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure zurückgreifen. Alle drei Schmerzmittel wirken zudem fiebersenkend. Kindern sollten keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure verabreicht werden, da ansonsten das lebensbedrohliche Reye-Syndrom auftreten kann.

ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
J00-J06

Aktualisiert: 05.05.2021 - Autor: Kathrin Mehner, Medizinredakteurin