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Lymphsystem - Erkrankungen

Erkrankungen des Lymphsystems

Zu den Erkrankungen der Lymphgefäße gehören die Lymphangitis und das Lymphödem. Nach einer Operation in einem Gebiet, in dem viele Lymphbahnen verlaufen, kann eine Lymphfistel auftreten – dabei tritt über verletzte Lymphgefäße verstärkt Lymphflüssigkeit aus und fließt über die Wunde ab.

Lymphknotenschwellung als Symptom

Daneben können bei den verschiedensten Erkrankungen die Lymphknoten mitreagieren und anschwellen – sei es im Rahmen einer Entzündung oder bei Krebserkrankungen wie Leukämien und Hodgkin-Lymphom, die sich vorrangig in den lymphatischen Organen abspielen. Gerade wegen ihrer Filterfunktion setzen sich in den Lymphknoten auch Tumorzellen fest, die mit der Lymphe vom Primärtumor weggetragen werden. Lymphknoten zeigen deshalb bei vielen Krebserkrankungen an, wie stark sich das Krebsgeschehen bereits im Körper ausgebreitet hat.

Symptome von Erkrankungen des Lymphsystems

Eine Lymphangitis, also die Entzündung eines Lymphgefäßes, tritt häufig an den oberflächlich verlaufenden Lymphbahnen auf und wird im Volksmund gern als Blutvergiftung bezeichnet, weil sich ein roter Strang vom Entzündungsherd Richtung Körpermitte ausbreitet. Die entzündete Lymphbahn mitsamt ihrer Umgebung ist gerötet, oft schmerzhaft und etwas geschwollen – auch Fieber kann auftreten.

Beim Lymphödem ist der Abfluss der Lymphe gestört – es kommt also zu einem Anstau von Flüssigkeit im Körpergewebe. Ein Lymphödem tritt meist an den Extremitäten auf, die betroffene Körperregion ist geschwollen und die Konsistenz des Unterhautfettgewebes verändert sich, sie wird teigig. Beim Lymphödem unterscheidet man eine angeborene Form von einer durch Krankheit erworbenen. Da die Symptome identisch sein können, muss die Anamnese Aufschluss darüber geben, welche Art Lymphödem vorliegt.

Die Schwellung des Körperteils ist nicht nur ästhetisch unschön, sondern führt zu einer zunehmenden Funktionseinschränkung der betroffenen Extremität mit der Gefahr von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen. Je länger ein Lymphödem besteht, desto weniger kann man dagegen tun. Die Schwellungen werden stärker, verhärten sich und vor allem sprechen sie auf mögliche Behandlungsmaßnahmen weniger an.

Sobald Lymphknoten am Krankheitsprozess beteiligt sind, schwellen diese häufig an, was man am Hals, unter den Achseln oder in den Leisten auch fühlen kann. Bei Entzündungen sind diese Berührungen schmerzhaft, bei chronischen Erkrankungen kann man die Lymphknoten als Verhärtungen tasten.

Aktualisiert: 20.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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