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Kreislaufprobleme

Frau hat Kreislaufprobleme © istockphoto, arekmalang

Die Umgebung scheint sich zu drehen, kalter Schweiß bricht auf der Haut aus und Sternchen tanzen vor den Augen: Kreislaufprobleme sind ein weit verbreitetes Symptom, das oft gemeinsam mit Beschwerden wie Schwindel oder Übelkeit auftritt. Meist werden die Beschwerden durch einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) hervorgerufen. Daneben gibt es aber noch weitere Ursachen, die hinter Kreislaufproblemen stecken können. Wir informieren Sie umfassend über das Thema und geben Tipps, was Sie gegen Kreislaufprobleme tun können.

Mögliche Ursachen von Kreislaufproblemen

Kreislaufprobleme werden häufig durch einen zu niedrigen Blutdruck ausgelöst. Von einem niedrigen Blutdruck spricht man, wenn ein Wert von 105 zu 60 mmHG unterschritten wird. Durch den niedrigen Blutdruck kann es passieren, dass das Gehirn nicht mehr mit genügend Blut und somit genügend Sauerstoff versorgt wird. Dies kann zu Symptomen wie Schwindel, Schweißausbrüchen oder Schwarzwerden vor Augen führen.

Neben einem niedrigen Blutdruck können Kreislaufprobleme jedoch noch eine Reihe weiterer Ursachen haben. Dazu gehören:

Daneben können Kreislaufprobleme aber auch durch hohen Blutverlust, starke Unterkühlung, Vergiftungen sowie durch Drogenmissbrauch hervorgerufen werden.

Niedriger Blutdruck als Ursache

Je nachdem ob bekannt ist, welche Ursache hinter dem niedrigen Blutdruck steckt, unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Hypotonie.

Bei einer primären Hypotonie sind die Ursachen des in der Regel dauerhaft niedrigen Blutdrucks nicht bekannt. Besonders häufig leiden junge, schlanke Frauen an einer solchen primären Hypotonie – sie bekommen unter anderem bei hohen Temperaturen, großen Temperaturschwankungen oder bei längerer Bettlägerigkeit Kreislaufprobleme.

Bei einer sekundären Hypotonie weiß man dagegen, wodurch diese ausgelöst wird. In Frage kommen in erster Linie Erkrankungen des Herzens, der Gefäße oder des Nervensystems sowie Hormonstörungen. Solche Erkrankungen können dafür sorgen, dass der Rückstrom des Blutes zum Herzen gestört oder die Herzleistung vermindert ist. Daneben können auch bestimmte Medikamente zu einem Absinken des Blutdrucks und damit verbunden zu Kreislaufproblemen führen.

Kreislaufprobleme als Symptom eines niedrigen Blutdrucks

Ein niedriger Blutdruck kann entweder akut auftreten oder chronisch sein. Symptome, die mit einem chronisch niedrigen Blutdruck einhergehen, sind Antriebslosigkeit, schnelle Ermüdbarkeit, Schwindel und Appetitlosigkeit. Weiterhin können sich Wetterfühligkeit, innere Unruhe, ein gesteigertes Schlafbedürfnis, eine erhöhte Reizbarkeit sowie depressive Verstimmungen bemerkbar machen.

Eine akute Hypotonie wird durch einen plötzlichen, starken Blutdruckabfall ausgelöst. Typische Symptome für eine akute Hypotonie sind Schweißausbrüche, Schwindel, Augenflimmern und Ohnmacht. Ein solcher akuter Blutdruckabfall kann beispielsweise durch eine orthostatische Hypotonie verursacht werden.

Orthostatische Hypotonie

Bei der orthostatischen Hypotonie – auch als orthostatische Dysregulation bezeichnet – ist die Anpassungsfähigkeit des Blutdrucks an die aufrechte Körperposition gestört. Dadurch kann es beim schnellen Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen zu Kreislaufproblemen kommen. Eine Ursache der Beschwerden ist eine Störung der Venenklappen in den Beinen, die beim gesunden Menschen den Rückfluss des Blutes zum Herzen unterstützen.

Eine orthostatische Hypotonie kann jedoch nicht nur beim Aufstehen, sondern auch in anderen Situationen zu Kreislaufproblemen führen. Dies ist beispielsweise beim Stehen in großen Menschenmengen oder in der prallen Sonne der Fall. Dann kann es zu Symptomen wie

  • Übelkeit
  • Blässe
  • Ohrensausen
  • Schwindel
  • Schweißausbrüchen
  • Gangunsicherheit
  • verschwommenes Sehen

Im schlimmsten Fall ist ein Kreislaufkollaps (Ohnmacht) die Folge des Blutdruckabfalls.

Bei häufigen Kreislaufproblemen zum Arzt

Gelegentliche Kreislaufprobleme, die durch einen niedrigen Blutdruck verursacht werden, sind in der Regel harmlos. Wenn es jedoch häufiger zu Kreislaufbeschwerden kommt oder diese besonders heftig ausfallen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen – unter Umständen steckt eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinter den Beschwerden.

Aktualisiert: 09.08.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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