Tuberkulose: Zink verringert Einsatz von Medikamenten

Die Lunge ist eines unser leistungsfähigsten Organe, andererseits ist sie durch den ständigen "Atem"- Kontakt mit der Umwelt auch besonders gefährdet. Lungenkrankheiten nehmen immer noch weltweit zu. Die Tuberkulose, im Volksmund "Schwindsucht" genannt, ist noch immer die weltweit häufigste Infektionskrankheit, an der laut Robert-Koch-Institut (RKI) neun Millionen Menschen pro Jahr erkranken und etwa drei Millionen sterben. Insbesondere Entwicklungsländer sind betroffen, aber auch in Osteuropa breitet sich die Seuche weiter aus.

Mangelernährung ein häufiges Problem bei Tuberkulose

Neben Vitamin A spielt das Spurenelement Zink eine wichtige Rolle im Immunsystem. Typisches Merkmal eines Zinkmangels ist die Infektanfälligkeit, da es bei einem Mangel an diesem Mikronährstoff zu einer Herabsetzung der Immunabwehr kommt. Häufige Erkältungen und grippale Infekte sind entsprechend die Folgen.

Empfohlene Tagesdosis von 13 mg sind in folgenden Lebensmittel enthalten:

  • 60 g Roggenkeime
  • 100 g Weizenkeime
  • 150 g Kalbsleber
  • 200 g Corned Beef
  • 250 g Nüsse
  • 250 g Hartkäse
  • 300 g Haferflocken
  • 350 g Weizen
  • 350 g Fleisch

Zink stärkt die Abwehrleistungen des Körpers

Zink greift direkt und indirekt in die Abwehrleistungen des Körpers ein. Es ist an der Herstellung von Abwehrzellen beteiligt. Wie eine Studie in Entwicklungsländern zeigt, kann das Spurenelement Zink zusammen mit Vitamin A den Einsatz von Tuberkulosemedikamenten verringern und den Ernährungsstatus verbessern. Besonders Senioren leiden durch schlechte Ernährung und chronische Krankheiten häufig an einem Zinkmangel. Aber auch Personen, die sich vegetarisch ernähren, sind betroffen, da das Spurenelement hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten ist. Auch bei Lungenentzündung und weiteren Infektionen der Atemwege kann eine zusätzliche Gabe Zink den Infekt eindämmen: In einer ebenfalls aktuellen Studie profitierten Kleinkinder mit Lungenentzündung oder anderen akuten Atemwegsinfekten von einer Nahrungsergänzung mit Zink. Besonders gut vom Körper zu verwerten und gleichzeitig magenschonend ist die Kombination von Zink mit dem Eiweißbestandteil Aspartat, z. B. Zink-Aspartat.

Aktualisiert: 23.06.2015 – Autor: K & P Redaktionsbüro

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