Dengue-Fieber - Vorbeugung und Therapie

Schwere Komplikationen

In der Regel verlaufen Dengue-Infektionen nicht tödlich. Das Risiko dafür erhöht sich aber dramatisch, wenn man sich zeitgleich mit zwei verschiedenen Virustypen infiziert. Denn das Dengue-Virus, das die Erkrankung auslöst, kommt in verschiedenen Untertypen daher.

Und die erneute Infektion mit dem Virus einer anderen Untergruppe kann zum Hämorrhagischen Dengue-Fieber führen. Neben einem schnellen Fieberanstieg und starken Kopfschmerzen kommt es hier 2 bis 6 Tage nach Krankheitsbeginn zu schweren Blutungen der inneren Organe, die zum Tod führen können. Auch Anzeichen von Hirnhautentzündung können auftreten.

Therapie von Dengue-Fieber

Dengue-Fieber kann nur symptomatisch behandelt werden, also werden nur Mittel gegen Fieber und Schmerzen gegeben. Dabei scheidet Acetylsalicylsäure als Wirkstoff aus, weil es die verstärkte Blutungsneigung, die bei dieser Erkrankung auftreten kann, unterstützt. Beim hämorrhagischen Dengue-Fieber muss außerdem der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgeglichen werden.

Wer im Tropen-Urlaub plötzlich an den Symptomen erkrankt, sollte auf gar keinen Fall ein Acetylsalicylsäure-Präparat einnehmen, sondern auf einen anderen fieber- und schmerzsenkenden Wirkstoff wie Ibuprofen oder Naproxen zurückgreifen. Beim Zusammenstellen der Reiseapotheke sollte dies berücksichtigt werden.

Vorbeugung durch Mückenschutz

Wer einmal an Dengue-Fieber erkrankt, ist lebenslang gegen den Untertyp des Virus immun, mit dem er infiziert wurde. Das Vorkommen der vier verschiedenen Untertypen macht jedoch eine erneute Ansteckung mit dem ursprünglichen Untertyp unwahrscheinlich.

Im Dezember 2015 wurde in Mexiko, auf den Philippinen und in Brasilien erstmal ein Impfstoff gegen Dengue-Fieber zugelassen. Da es in Deutschland aber noch keine zugelassene Impfung gegen das Virus gibt, bleibt zur Vorbeugung nur ein intensiver Mückenschutz, der Hautschutzmittel und stichfeste Kleidung einschließt. Auch eine detaillierte Reiseplanung, die die Regenzeit als Reisezeit möglichst ausklammert, kann das Infektionsrisiko eindämmen.

Dengue-Fakten in Kürze

  • Erreger: Flavivirus, vier Untertypen sind bekannt
  • Verbreitung: Tropen und Subtropen
  • Vektoren: Tag- und nachtaktive Stechmücken, meist Aedes-Arten
  • Inkubationszeit: zwei bis zehn Tage
  • Symptome: Fieber, Gliederschmerzen, selten Hämorrhagien oder Schock
  • Therapie: Symptomatisch, keine Acetylsalicylsäure
  • Prophylaxe: Schutz vor Mücken Tag und Nacht. Es gibt in Deutschland noch keine zugelassene Impfung.

Aktualisiert: 14.03.2016 - Autor: Susanne Köhler

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