Sarkoidose Prognose

Frau mit Sarkoidose © istockphoto, GeorgeRudy

Die Sarkoidose ist eine Krankheit, die entweder von selbst abheilt oder nur symptomatisch therapiert werden kann. Unabhängig vom diagnostizierten Stadium der Sarkoidose sind regelmäßige Verlaufskontrollen angezeigt, deren Häufigkeit und Art allerdings je nach Therapie und Ausprägung variieren. Im Stadium I reichen halbjährliche Untersuchungen, ansonsten sind diese alle drei bis sechs Monate angezeigt. Die Augen sollten mindestens einmal jährlich untersucht werden, da bei Sarkoidose eine Beteiligung des Sehnervs zur Erblindung führen kann. Nach Beendigung der Sarkoidose-Therapie wird üblicherweise drei Jahre nachkontrolliert – tritt in dieser Zeit kein Rückfall auf, geht man von einer Heilung aus. Die Nachkontrolle sollte umso engmaschiger erfolgen, je intensiver die medikamentöse Therapie war.

Sarkoidose: Prognose

Die akute Sarkoidose im Stadium I und II heilt in den meisten Fällen; selbst mit chronischem Verlauf hat die Sarkoidose insgesamt eine günstige Prognose. Nur rund einer von 100 Betroffenen muss damit rechnen, an den Komplikationen wie einem Lungenversagen zu sterben. Auch wenn die Prognose prinzipiell umso besser ist, je jünger der Betroffene und je akuter die Form ist, lässt sich im Einzelfall der Verlauf der Sarkoidose kaum vorhersagen. Dies empfinden viele Betroffene als Belastung. Selbsthilfegruppen können dazu beitragen, die Krankheit zu bewältigen.

Da man die Ursachen der Sarkoidose nicht kennt, weiß man auch nicht, wie man ihr vorbeugen kann. Sind Erkrankungen in der Familie aufgetreten, sollte man sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.

Aktualisiert: 01.06.2012 – Autor: Dagmar Reiche

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