Blasenentzündung durch Kälte

Frauen in der Kälte © istockphoto, miodrag ignjatovic

Wenn der Sommer sich verabschiedet, tröstet uns die Natur mit goldenen Herbsttagen. Doch die kalten Temperaturen der Nacht lassen schon erahnen, dass der Winter bald naht. In dieser sogenannten Übergangszeit haben Erkältungskrankheiten Hochkonjunktur. Besonders die Gefahr einer Blasenentzündung ist jetzt außergewöhnlich groß. Denn eine Unterkühlung kann schnell zu einer bakteriellen Blasenentzündung führen. Ständiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen sind die Folge.

Bei Frauen haben Erreger leichtes Spiel

Unterkühlung ist, neben zu geringer Blasendurchspülung und geschwächten Abwehrkräften, eine der Hauptursachen für diese Erkrankung. Frauen sind von den Bakterien-Attacken auf die Blase am häufigsten betroffen. Der Grund: Ihre Harnröhre ist kürzer als die der Männer. Darum haben die Erreger es leichter, an ihr Ziel zu gelangen. Nach neuesten Forschungen schwächen darüber hinaus Kälte und Stress die weiblichen Immunkräfte in dieser Körperregion. Als Vorbeugung hilft viel zu trinken und sich warm zu halten. Speziell Füße und Beckenpartie sollten immer gut eingepackt sein. Und natürlich sollte man es vermeiden, auf kaltem Untergrund zu sitzen.

Bloß nicht gleich zur chemischen Keule greifen

Wen trotzdem eine Blasenentzündung ereilt, der sollte nicht gleich zu starken Medikamenten wie Antibiotika greifen. Sie belasten nicht nur den Körper, sondern können auch bei zu häufiger Einnahme wirkungslos werden. Ernstere Erkrankungen sind dann nur schwer behandelbar. Bei leichten Harnwegsinfekten sind dagegen Präparate mit natürlichen Wirkstoffen ebenso wirksam, aber viel besser verträglich als Antibiotika. Bei den ersten Anzeichen einer verkühlten Blase können als Alternative Filmtabletten mit Extrakten aus Bärentraubenblättern eingenommen werden. Hauptinhaltsstoff dieses altbewährten Mittels ist das die Harnwege desinfizierende Arbutin.

Gut gespült ist halb geheilt

Auch wer sich für die Tabletten entscheidet, sollte nicht vergessen, viel zu trinken. Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag. Dadurch werden die Bakterien aus der Blase gespült und der Heilungsprozess gefördert. Um die Durchspülung zu fördern, kann zudem zum bekannten Nieren- und Blasentee gegriffen werden. Blasen- und Nierentees enthalten beispielsweise Birkenblätter, Goldrutenkraut und Orthosiphonblätter, die diuretisch wirken, also die Harnbildung anregen. Und ganz wichtig: Wenn bei der Blasenentzündung Fieber auftritt oder sich Blut in den Urin mischt, ist die Zeit der Heilkräuter überschritten und ein Arztbesuch unbedingt erforderlich.

So helfen Sie Ihrer Blase über die Winterzeit

  • Nicht auf kalten Boden, Bänke, Mauern setzen oder nur mit Iso-Unterlage
  • Pullover und Jacken, die über die Hüften reichen, sowie warmes Schuhwerk bevorzugen
  • Bei Neigung zu Blasenentzündung: Kur Blasen- und Nierentee
  • Gegen leichte Harnwegsinfekte: Filmtabletten aus Bärentraubenblättern
  • Obst und Gemüse unterstützen die Heilung
  • Bei Fieber, Blut im Urin, häufigen Beschwerden: sofort zum Arzt!

Aktualisiert: 22.02.2017 – Autor: K & P Redaktionsbüro

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