Migräne – Therapie

Bei den Akutmaßnahmen gegen Migräne steht die medikamentöse Therapie beziehungsweise Behandlung im Mittelpunkt, mit der möglichst frühzeitig begonnen werden sollte.

Medikamentöse Therapie bei Migräne

Häufig als Medikament bei der Behandlung gegen Migräne im Einsatz sind Triptane: Serotonin-Rezeptor-Agonisten, die dem Gehirn vorgaukeln, der Botenstoff Serotonin zu sein und damit dessen Wirkung entfalten. Bei der Therapie wirken sie bei einigen Betroffenen schneller, wenn sie mit einem heißen Getränk eingenommen werden.

Ausnahme sind Betroffene, die an einer Migräne mit Aura leiden: Sie sollten mit der Einnahme starker Mittel gegen Migräne wie Triptane oder Ergotamine warten, bis die Aura vorüber ist, da sonst möglicherweise das Schlaganfallrisiko erhöht ist.

Werden die Betroffenen auch von Übelkeit geplagt, empfiehlt es sich – idealerweise 15 bis 30 Minuten vor dem Triptan oder anderen Schmerzmitteln wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol – ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Metoclopramid (MCP) oder Domperidon einzunehmen. Dies fördert auch die Magen-Darm-Tätigkeit und damit die Aufnahme der anderen Medikamente während der Behandlung. Sobald dieses Antiemetikum wirkt, sollte viel getrunken werden – am besten stilles Mineralwasser.

Alternative Möglichkeiten der Schmerzlinderung

Manchen Betroffenen hilft gegen Migräne das Einreiben der Schläfen mit Pfefferminzöl, sobald sich eine Attacke anbahnt. Auch das Trinken von Kaffee kann einen positiven Effekt bei der Behandlung haben.

Viele Betroffene berichten zudem, dass das beidseitige Pressen von Akupressurpunkten hilft, die Anfälle von Migräne abzumildern: Zu den betroffenen Akupressurpunkten zählen die Mulden zwischen Daumen und Zeigefinger, zwischen Schläfen und Augenbrauenende und zwischen Augenbrauenanfang und Nasenwurzel.

Aktualisiert: 23.07.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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