Gesundheitsbewusstes Verhalten - Was uns wirklich gut tut?

Gesundheitsbewusstes Verhalten soll zukünftig belohnt werden. Wer regelmäßig an Früherkennungsuntersuchungen oder Präventionsmaßnahmen teilnimmt, kann von seiner Krankenkasse künftig einen finanziellen Bonus erhalten. Die Frage ist also: Was ist eigentlich „Gesundheitsbewusstes Verhalten"? Fakt ist, gesundheitsbewusstes Verhalten muss trainiert werden. Vielfach sind fehlende Informationen und Unwissenheit, oft aber auch der berüchtigte innere "Schweinehund" der Grund für ungesundes Verhalten.

Essen

  • Diäten oder krasse einseitige Ernährung (z.B. bei Veganern) können Mangelerscheinungen zur Folge haben.
  • Übergewicht: Aus übergewichtigen Kindern werden oft auch dicke Erwachsene. Übergewicht bedeutet nicht nur, dass die Hose irgendwann nicht mehr passt; Übergewicht bedeutet ein erhöhtes Risiko z. B. Diabetes Bluthochdruck, Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu bekommen. Bereits in der Kindheit wird der Grundstein für die gesundheitliche Entwicklung oder auch Fehlentwicklung gelegt. Darum müssen Kinder und Jugendliche so früh wie möglich zu einem gesundheitsbewussten Verhalten bewegt werden.
  • Essen ist aber nicht nur die Quelle unserer körperlichen Energie, sondern auch entscheidend für die Lebensqualität und somit auch der guten Laune. Deshalb sollten wir das Essen wieder genießen lernen:
    • Abwechslung in der Ernährung ist das A und O.
    • Machen Sie das Essen wieder zu einer Hauptsache. Decken Sie den Tisch hübsch und richten Sie auf Ihrem Teller die Speisen dekorativ an.
    • Kauen Sie jeden Bissen und empfinden Sie den Geschmack der Speisen. Lassen Sie sich Zeit, denn erst nach etwa 20 Minuten meldet das Hungerzentrum in unserem Gehirn "satt".
    • Ganz wichtig ist viel zu trinken (mindestens 2 Liter pro Tag: Wasser, Kräutertee und verdünnte Fruchtsäfte).

    Bewegung

    Bewegung ist ein vitales Bedürfnis des Menschen. Die Fähigkeit sich harmonisch zu bewegen, seinen Körper wahrzunehmen und sich gesund zu fühlen ist eine elementare Erfahrung. Bewegung heißt, sich Wohlfühlen, Lust und Freude an körperlicher Aktivität, die Fähigkeiten des eigenen Körpers entdecken und dabei positive Empfindungen und Gefühle zu erleben. Bewegung zusammen mit anderen bedeutet, etwas über sich selbst zu erfahren, zu Üben und etwas gemeinsam zu leisten, Dabeizusein und Dazuzugehören. Ob Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Ballspiele oder einfach nur Wandern: Wer sich fit hält, stärkt den Körper – auch gegen Risiken wie Krebs. Bewegung kräftigt und reguliert die Funktion sämtlicher Organe: Muskeln, Herz, Lunge, Verdauungssystem und vieles mehr.

    Schlafen

    Durchschnittlich acht Stunden Schlaf braucht der Mensch – der eine mehr, der andere weniger. Das heißt wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens im Schlaf - sind also drei bis viermal so lange im Bett als bei der Arbeit. Und diese Zeit ist für unsere Regeneration die wichtigste überhaupt. Ausreichender Schlaf, ein gesundes Schlafklima sowie ein gutes Bett spielen für die Qualität des Schlafes eine maßgebende Rolle, um am nächsten Tag wieder fit und aktiv sein zu können.

    Entspannen und besinnen

    Positiver Stress zu erleben tut uns gut. Negativer Stress sollte sich dagegen in zeitlichen Grenzen halten. Gefährlich wird Stress dann, wenn er uns an die Grenze zur Erschöpfung bringt, oder wenn er zum Dauerzustand wird, denn Dauerstress ist ungesund. Man schläft zu wenig, ist anfälliger für Erkältungskrankheiten, isst unregelmäßig und hat keine Lust auf Bewegung. Ob wir ein Ereignis als "stressig" im negativen Sinne erleben, bestimmen wir häufig selber mit durch unsere ganz persönliche Bewertung des Ereignisses.

    Was kann helfen?

    Wer seine Ruhe haben will, der findet sie letzten Endes nur in sich. Wer bewusst den Kontakt zu seinem Körper aufnimmt fängt an, alltägliche Achtsamkeit einzuüben. Wenn wir lernen, mit unserem Körper bewusst zu kommunizieren und ihn zu verstehen, kann der Körper wieder sein inneres Gleichgewicht erlangen.
    • Hilfreiche Techniken sind z.B.: Autogenes Training, Atem- oder Entspannungsübung, Muskelentspannung nach Jacobsen
    • Lachen tut nicht nur unserer Psyche, sondern vor allem auch körperlich gut. Wer eine Minute lacht, fühlt sich danach so erfrischt, als wenn er oder sie eine dreiviertel Stunde lang ein Entspannungstraining absolviert hätte. Das haben Lachforscher herausgefunden.
    • Paracelsus sagte: „Erst die Menge macht das Gift". So ist es mit allen Dingen des Lebens, ein Zuviel schadet immer!

Gesund leben macht Spaß!

Wachsender Druck, Bewegungsmangel, falsche Ernährung machen krank. Gesundheitsbewusstes Verhalten dagegen kommt allen zu Gute - jung oder alt. Es ist das Bewusstsein und richtige Handeln gegenüber der eigenen, kostbaren Gesundheit. Wenn wir seelisch und körperlich gesund sind, dann herrscht in unserem Körper ein inneres Gleichgewicht. Gönnen wir uns also, was uns gut tut!

Aktualisiert: 06.12.2013

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