Hackfleisch: Wo liegen die Unterschiede?

Hackfleisch erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit – egal, ob Frikadelle, Boulette oder Hackepeter – und eignet sich hervorragend für ein schnelles Gericht. Man kann Hackfleisch gekocht, gebraten, überbacken, gegrillt und als Füllung, warm oder kalt und auch roh verzehren. Da Hackfleisch und anderes zerkleinertes rohes Fleisch sehr verderbnisanfällig ist, unterliegen die Herstellung und der Verkauf in Deutschland strengen gesetzlichen Bestimmungen (z.B. dürfen bei der Hackfleisch-Verarbeitung keine Ringe getragen werden).

Was ist Hackfleisch?

Hackfleisch (Gehacktes, Gewiegtes, Mett) ist stark zerkleinertes Fleisch, das nur aus frischem Fleisch von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen hergestellt werden darf. Teile, die erfahrungsgemäß mit Mikroorganismen belastet sind (z.B. Bauchfleisch, Knochenputz) sowie Geflügel- und Wildfleisch dürfen nicht zu Hackfleisch verarbeitet werden.

Hackfleischsorten

  • Schabelfleisch (Tatar, Beefsteakhack) wird aus dem sehnen- und fettgewerbsarmen Muskelfleisch des Rindes hergestellt. Mit maximal 6 Prozent Fettanteil ist es das magerste Hackfleisch. Bei zubereitetem Schabelfleisch wird außer würzenden Zutaten nur Eigelb verwendet
  • Schweinehack (Schweinemett) entsteht aus grob entfettetem, zerkleinertem Schweinefleisch. Der Fettgehalt beträgt maximal 35 Prozent
  • Rinderhack besteht aus grob entsehntem Rindfleisch mit maximal 20 Prozent Fett
  • Gemischtes Hackfleisch (Hackfleisch halb und halb) besteht je zur Hälfte aus Schweinehack und Rinderhack. Sein Fettgehalt liegt bei maximal 30 Prozent
  • Zubereitetes Hackfleisch wie Hackepeter und Thüringer Mett enthält außer Speisesalz, Zwiebeln und Gewürzen keine weiteren Zusätze.

Hackfleisch richtig aufbewahren

Durch die Zerkleinerung des Fleisches ist das Hackfleisch sehr empfindlich und nicht lange haltbar. Es darf nur am Tag der Herstellung verkauft werden und muss immer unter 4 Grad gelagert werden.

Zur richtigen Aufbewahrung im privaten Bereich, muss das Hackfleisch dringend im Kühlschrank gelagert werden. Am besten sollte es noch am selben Tag verzehrt werden. Ansonsten ist es ratsam, das Hackfleisch am Kauftag gut durchzubraten und danach in den Kühlschrank zu legen. Durch das Anbraten ist es jedoch höchstens bis zu 2 Tagen haltbar.

Tipps zur Zubereitung

Als Zutat beim Kochen ist Hackfleisch besonders beliebt für das Gericht Spaghetti Bolognese. Doch auch in anderen Rezepten findet Hackfleisch Anwendung. So wird Gehacktes gerne kombiniert mit Lebensmitteln wie Auberginen, Zucchini, Wirsing oder Pilze. Auch das Rezept für eine gefüllte Paprika kommt nicht ohne Hackfleisch aus.

Aktualisiert: 19.04.2017

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